Do, 07:47 Uhr
30.03.2006
nnz-Forum: Schade um den Auftrag
Nordhausen (nnz). Es geht um neue Technologien, es geht aber auch um vergebene Aufträge. Dazu hat sich ein nnz-Leser seinen Frust von der Seele im Forum geschrieben.
Vor gut einem Jahr kam mir die Stadtverwaltung Nordhausen mit der kostenlosen Nutzungsmöglichkeit der feuchten Wände des Hochzeitszimmers zur Demonstration unseres Elektroosmosegerätes Dry Tech für eine Fernsehaufzeichnung entgegen. Bereits bei der Installation des Gerätes sagte ich den Mitarbeitern des Bauamtes voraus, das sich mit zunehmender Trocknung Putzteile lösen und Salzausscheidungen auftreten werden, die einen Sanierputz erforderlich machen werden. Vor etwa vier Wochen erfuhr ich zufällig, dass mein Leihgerät demontiert wurde und durch eine andere Firma Sanierputzarbeiten im Erdgeschoß des Rathauses durchgeführt werden. Das ist im Bausektor eine alltägliche Sache.
Beim weiteren Hinterfragen, stellte ich allerdings fest, dass durch das Stadtbauamt eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt wurde und der Sieger, eine Firma aus Sondershausen den Auftrag erhielt. Auf meine schriftliche Nachfrage bei Hern Beyse, antwortete mir der Bauamtsleiter Herr Kohlhause lakonisch mit dem Satz "Die Sanierputzarbeit wurde beschränkt ausgeschrieben". Sicher ist Sondershausen nicht all zu weit entfernt, aber wäre es nicht möglich gewesen, soweit es die Gesetzlichkeiten zulassen, nur Nordhäuser Firmen anzufragen, so dick waren die Auftragspolster in diesem sehr langen Winter bei keinem Unternehmen mehr! Im Eichsfeld oder Bayern wäre so etwas nicht passiert - dort achtet man auf die wirtschaftlichen Verbindungen in Kommunen.
Vielleicht kann die Stadtverwaltung Nordhausen dazu eine Erklärung geben, warum es in diesem wie vielleicht auch manch anderem Fall nicht geht, örtliche Betriebe bevorzugt einzubinden. Wohlgemerkt es geht nicht darum jemanden etwas zukommen zu lassen, aber es gibt mit Sicherheit noch mehr als drei Nordhäuser Baufirmen, die qualifiziert genug sind einen korrekten Sanierputz herzustellen. Außerdem ergibt ja erst das abgegebene Angebot, wer den Auftrag erhält. So hätte es aber ein Nordhäuser sein können! Steuern sollen die Nordhäuser Firmen ja auch in Nordhausen bezahlen, oder führen die Sondershäuser ihre Steuern neuerdings auch in Nordhausen ab? Es bleibt dabei - Schade um den schönen Auftrag!
Frank Tabatt, Sülzhayn
Autor: nnzVor gut einem Jahr kam mir die Stadtverwaltung Nordhausen mit der kostenlosen Nutzungsmöglichkeit der feuchten Wände des Hochzeitszimmers zur Demonstration unseres Elektroosmosegerätes Dry Tech für eine Fernsehaufzeichnung entgegen. Bereits bei der Installation des Gerätes sagte ich den Mitarbeitern des Bauamtes voraus, das sich mit zunehmender Trocknung Putzteile lösen und Salzausscheidungen auftreten werden, die einen Sanierputz erforderlich machen werden. Vor etwa vier Wochen erfuhr ich zufällig, dass mein Leihgerät demontiert wurde und durch eine andere Firma Sanierputzarbeiten im Erdgeschoß des Rathauses durchgeführt werden. Das ist im Bausektor eine alltägliche Sache.
Beim weiteren Hinterfragen, stellte ich allerdings fest, dass durch das Stadtbauamt eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt wurde und der Sieger, eine Firma aus Sondershausen den Auftrag erhielt. Auf meine schriftliche Nachfrage bei Hern Beyse, antwortete mir der Bauamtsleiter Herr Kohlhause lakonisch mit dem Satz "Die Sanierputzarbeit wurde beschränkt ausgeschrieben". Sicher ist Sondershausen nicht all zu weit entfernt, aber wäre es nicht möglich gewesen, soweit es die Gesetzlichkeiten zulassen, nur Nordhäuser Firmen anzufragen, so dick waren die Auftragspolster in diesem sehr langen Winter bei keinem Unternehmen mehr! Im Eichsfeld oder Bayern wäre so etwas nicht passiert - dort achtet man auf die wirtschaftlichen Verbindungen in Kommunen.
Vielleicht kann die Stadtverwaltung Nordhausen dazu eine Erklärung geben, warum es in diesem wie vielleicht auch manch anderem Fall nicht geht, örtliche Betriebe bevorzugt einzubinden. Wohlgemerkt es geht nicht darum jemanden etwas zukommen zu lassen, aber es gibt mit Sicherheit noch mehr als drei Nordhäuser Baufirmen, die qualifiziert genug sind einen korrekten Sanierputz herzustellen. Außerdem ergibt ja erst das abgegebene Angebot, wer den Auftrag erhält. So hätte es aber ein Nordhäuser sein können! Steuern sollen die Nordhäuser Firmen ja auch in Nordhausen bezahlen, oder führen die Sondershäuser ihre Steuern neuerdings auch in Nordhausen ab? Es bleibt dabei - Schade um den schönen Auftrag!
Frank Tabatt, Sülzhayn
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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