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Do, 11:49 Uhr
29.11.2001

Licht am Sollstedter Problem-Horizont

Sollstedt (nnz). Wenn sich Landrat Joachim Claus (CDU) auf die Dörfer seines „Hoheitsgebietes“ begibt, dann warten auf ihn viele kommunale Probleme. Manchmal zeichnen sich aber auch Lösungen ab. So war es gestern in Sollstedt.


Im Meinungsaustausch zwischen dem Landrat und Vertretern der Gemeinde stand ganz oben die Zukunft der Schwimmhalle des Ortes. Und da könnte sich ein Lichtstreif am Horizont anzeichnen. Wie die nnz erfuhr, könnte das Geld für die weitere Betreibung der Einrichtung aufgebracht werden. Möglich wird dies zum einen durch die Aufstockung der Eigenanteile der Gemeinde und durch eine Übernahme der Schwimmhalle seitens des Landkreises.

Die Gemeinde Sollstedt hatte bereits vor einigen Tagen gerechnet und angekündigt, ihren Eigenanteil von derzeit 50.000 Mark auf 80.000 Mark aufzustocken. Gerechnet hatte auch die Service GmbH als Betreiber. So stehen für das kommende Jahr reine Betriebskosten in Höhe von 140.000 Mark an. Macht einen kreislichen Anteil von rund 60.000 Mark. Die müssten eigentlich aufzubringen sein, denn die Finanzer der Kreisverwaltung haben zusätzliches Geld entdeckt. Gefunden wurde es bei den künftigen Einsparungen von Personalkosten in der Verwaltung. Ein Pool von 270.000 Euro hätte sich beim Nachrechnen aufgetan. Aus diesem Pool sollen nach nnz-Recherchen 50.000 Euro für die Schwimmhalle zur Verfügung stehen.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch bestehen, der ist politischer Natur. Die komplette „Rechnung“ kann nicht ohne „den Wirt“ aufgemacht werden ­ den Kreistag. Der muß auf seiner ordentlichen Sitzung am 11. Dezember sowohl der Übernahme der Schwimmhalle durch den Landkreis als auch der Bezuschussung zustimmen. Wie aus dem Landratsamt zu erfahren war, könnte sich ein Mehrheit für diese Beschlüsse in der Fraktionen des Kreistages abzeichnen (siehe hierzu auch im Archiv der nnz). Während der Kreistagssitzung werden sich Kinder und Jugendliche über das Abstimmungsverhalten der „Gewählten“ erkundigen, sie sind gestern vom Landrat eingeladen worden. Zuvor wird die Sollstedter Kinder- und Jugendkommission noch einen Brief an die Vorsitzenden der drei Kreistagsfraktionen schreiben und für einen Erhalt der Sollstedter Schwimmhalle werben.

Jürgen Hohberg ist damit gestern ein großer Brocken von seinen Schultern gefallen. Er sagte zu nnz, dass dieser Weg der richtige sei und aus seiner Sich auch Symbolkraft hätte: Nur im Miteinander von Kreisverwaltung und Kommunen könne sich der gesamte Landkreis weiter entwickeln. Seitens der Landesregierung sei ihm bereits Unterstützung zugesagt worden, die könne das Land auch erbringen, wenn es um künftige Investitionen geht. Voraussetzung: Der Landkreis ist künftig Eigentümer der Einrichtung!
Autor: nnz

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