Mo, 09:11 Uhr
20.03.2006
Peinlich und blamabel
Nordhausen (nnz). Mit einer unbefriedigenden Leistung kehrten die Handballer des Nordhäuser Sportvereins am vergangenen Samstag vom Punktspiel beim SV Wartburgstadt Eisenach zurück. Die Favoritenrolle schien den Nordhäusern nicht auf den Leib geschneidert, meint Steffen Neumann in seinem nnz-Spielbericht.
Zwar ging Nordhausen früh in Führung und hielt den Vorsprung über fast zwanzig Spielminuten, aber überzeugend sah das alles nicht aus, was die Rolandstädter in Eisenach ablieferten. Wartburgstadt brachte den Gästen ab der 16. Minute eine Lehrvorführung in Sachen Einsatz, Kampfgeist, Moral und Cleverness bei. Die erstmalige Führung der Gastgeber in der 20. Minute (11:10) war für den NSV der Anfang vom Ende in einer schwachen Vorstellung. Die Gäste liefen mit ihren Wechseltrikots auf und ließen ihre guten Leistungen der letzten Wochen mit ihren Stammdressen in der Kabine. Keiner der Nordhäuser Akteure fand seine Normalform.
So setzte sich Eisenach mit einer Sechs-Tore-Serie bis zur Halbzeit auf 17:11 ab und hatte das Spiel im Griff. Misslungene Aktionen des NSV wechselten sich ab mit Unkonzentriertheiten, schwachen Angriffen und ständigen sinnlosen Diskussionen mit Schiedsrichtern und eigenen Mitspielern. Hinzu kam die für den NSV außergewöhnlich schlechte Abwehrleistung, die sich im zweiten Durchgang nach dem Wiederanpfiff fortsetzen sollte. Allein vierzehn Schlagwürfe der Eisenacher über den Nordhäuser Innenblock sind beredtes Beispiel für eine desolate Verteidigung auf Seiten der Gäste.
Die Rolandstädter waren nicht mehr in der Lage, ihre eigene Konzentration wieder aufzubauen und kassierten ein Tor nach dem anderen, ohne selbst Akzente setzen zu können. Das Ergebnis war ein Eisenacher Vorsprung von elf Toren in der 45. Minute (28:17). An dieser Stelle hatte der SVW die Mannschaft aus Nordhausen bereits deklassiert und spielte nun weiter gestärkt und selbstbewusst auf. Der Nordhäuser Angriff versagte derweil fast völlig. Mit fünfzehn freistehenden Torwürfen, die ihr Ziel nicht trafen, Aufbauproblemen und fehlenden cleveren Kombinationen machten sich die Südharzer selbst das Leben schwer. Wartburgstadt hatte sich abgesetzt und Nordhausen gelang kaum noch eine Ergebniskosmetik.
Beim Endstand von 40:32 pfiffen die Schiedsrichter die Begegnung nach sechzig Minuten ab und Nordhausen hatte ein Debakel erlebt. Zusammenfassend resümierte Trainer Andreas Meyer das Spiel als schlechteste Leistung der Saison. Die Partie war für Nordhausen blamabel und peinlich. Nun hilft nur noch der Blick nach vorn und konsequente Arbeit an der Spieleinstellung und Disziplin. Für das kommende Wochenende erwartet Meyer eine hundertprozentige Kehrtwendung hin zu alten Tugenden. Dann erwartet der SV BW 1893 Goldbach/Hochheim den NSV. Auch hier treten die Meyer-Schützlinge bei einem in dieser Saison vermeintlichen Kellerkind an. Aber durch die unangenehme und völlig überflüssige Niederlage sollte der NSV gewarnt sein.
Nordhausen: Scholz, Große, Fuhrmann (14), Spieß, Flötling (2), Gehr (2), Elster (1), Kühne (2), Eichentopf, Beßin (1), Meitzner (2), Kreutz (8)
Autor: nnzZwar ging Nordhausen früh in Führung und hielt den Vorsprung über fast zwanzig Spielminuten, aber überzeugend sah das alles nicht aus, was die Rolandstädter in Eisenach ablieferten. Wartburgstadt brachte den Gästen ab der 16. Minute eine Lehrvorführung in Sachen Einsatz, Kampfgeist, Moral und Cleverness bei. Die erstmalige Führung der Gastgeber in der 20. Minute (11:10) war für den NSV der Anfang vom Ende in einer schwachen Vorstellung. Die Gäste liefen mit ihren Wechseltrikots auf und ließen ihre guten Leistungen der letzten Wochen mit ihren Stammdressen in der Kabine. Keiner der Nordhäuser Akteure fand seine Normalform.
So setzte sich Eisenach mit einer Sechs-Tore-Serie bis zur Halbzeit auf 17:11 ab und hatte das Spiel im Griff. Misslungene Aktionen des NSV wechselten sich ab mit Unkonzentriertheiten, schwachen Angriffen und ständigen sinnlosen Diskussionen mit Schiedsrichtern und eigenen Mitspielern. Hinzu kam die für den NSV außergewöhnlich schlechte Abwehrleistung, die sich im zweiten Durchgang nach dem Wiederanpfiff fortsetzen sollte. Allein vierzehn Schlagwürfe der Eisenacher über den Nordhäuser Innenblock sind beredtes Beispiel für eine desolate Verteidigung auf Seiten der Gäste.
Die Rolandstädter waren nicht mehr in der Lage, ihre eigene Konzentration wieder aufzubauen und kassierten ein Tor nach dem anderen, ohne selbst Akzente setzen zu können. Das Ergebnis war ein Eisenacher Vorsprung von elf Toren in der 45. Minute (28:17). An dieser Stelle hatte der SVW die Mannschaft aus Nordhausen bereits deklassiert und spielte nun weiter gestärkt und selbstbewusst auf. Der Nordhäuser Angriff versagte derweil fast völlig. Mit fünfzehn freistehenden Torwürfen, die ihr Ziel nicht trafen, Aufbauproblemen und fehlenden cleveren Kombinationen machten sich die Südharzer selbst das Leben schwer. Wartburgstadt hatte sich abgesetzt und Nordhausen gelang kaum noch eine Ergebniskosmetik.
Beim Endstand von 40:32 pfiffen die Schiedsrichter die Begegnung nach sechzig Minuten ab und Nordhausen hatte ein Debakel erlebt. Zusammenfassend resümierte Trainer Andreas Meyer das Spiel als schlechteste Leistung der Saison. Die Partie war für Nordhausen blamabel und peinlich. Nun hilft nur noch der Blick nach vorn und konsequente Arbeit an der Spieleinstellung und Disziplin. Für das kommende Wochenende erwartet Meyer eine hundertprozentige Kehrtwendung hin zu alten Tugenden. Dann erwartet der SV BW 1893 Goldbach/Hochheim den NSV. Auch hier treten die Meyer-Schützlinge bei einem in dieser Saison vermeintlichen Kellerkind an. Aber durch die unangenehme und völlig überflüssige Niederlage sollte der NSV gewarnt sein.
Nordhausen: Scholz, Große, Fuhrmann (14), Spieß, Flötling (2), Gehr (2), Elster (1), Kühne (2), Eichentopf, Beßin (1), Meitzner (2), Kreutz (8)

