So, 09:12 Uhr
19.03.2006
Minister zum Ausleihen
Nordhausen (nnz). Lange mussten gestern die Gäste des 11. Nordhäuser Frühlingsball warten. Mit ein wenig Verspätung kam das halbe Thüringer Kabinett in das Ball-Autohaus Peter. Dennoch: Das Warten hatte sich gelohnt, schließlich war Ministerpräsident Dieter Althaus mehr als gut gelaunt.
Minister zum Ausleihen (Foto: nnz)
Die Qualität dieses Frühlingsballs hat sich mittlerweile bereits bis nach Erfurt und über die Thüringer Landesgrenzen hinaus herumgesprochen. Ein Ministerpräsident, zwei Minister (Jürgen Reinholz und Dr. Klaus Zeh) und ein Staatssekretär (Prof. Juckenack) mischten sich am Abend unter die Ballgäste. In seinen Grußworten bemerkte Dieter Althaus, dass er es in diesem Jahr geschafft habe, schon vor Mitternacht in Nordhausen einzutreffen. Das sei auch gut so, denn in Nordthüringen gehe schließlich die Post ab und auch ein Ministerpräsident wolle nach diesem langen Winter gern mal Frühlingsluft schnuppern.
Sicher, selbst ein Ministerpräsident wisse um die Probleme, die es auch hier im Thüringer Norden noch gebe, aber er habe ja seine Minister-Kollegen mitgebracht. Die Gäste des Balls könnten sich ja mal einen zuständigen Minister an ihren Tisch holen, jedoch sei diese Dienstleitung in Zeiten knapper öffentlicher Kassen kostenpflichtig. Wer nicht den Minister in Anspruch nehmen wolle, der könne mit dem Staatssekretär vorlieb nehmen – den gebe es schon zum halben Preis. Ohne jeglichen Gebührenaufschlag – wie das bei privaten Medien so üblich ist – konnte man hingegen mit dem Geschäftsführer der LandesWelle Thüringen, mit Peter Zimmermann plaudern.
Grußworte gab es an diesem Abend auch noch von Landrat Joachim Claus (CDU) und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Letztere nahm den Ball von Althaus mit der abgehenden Post gern auf und verwies auf drei Vorhaben, die in diesem Jahr in der Rolandstadt in Angriff genommen werden sollen. Das seien das Einkaufszentrum am Pferdemarkt, die weitere Entwicklung des Industriegebietes in der Goldene Aue und die Umgestaltung des Quartiers entlang der Bäckerstrasse.
Etwas erstaunt waren viele Gäste des Frühlingsballs über eine Karte, die auf den Tischen lag. Absender des Schreibens war Landrat Claus. Darin bedankte sich der Kommunalpolitiker bei den Organisatoren des Balls und verwies auf die Wahlen am 7. Mai. Und wenn Sie es wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mit Ihrer Stimme erneut das Vertrauen schenken wollen. Viele der Besucher lächelten ob dieser Werbung, die - mit Verlaub - nun etwas deplaziert erschien.
Im übrigen griffen die Organisatoren – IHK, Kreishandwerkerschaft, Altstadtinitiative und die Werbegemeinschaft - auf Bewährtes und Neues in einer gelungenen Mischung zurück. Für Essen und Trinken sorgten die Teams des Neustädter Hofs und Nordbrand, für die Musik die Damen und Herren der Amorados-Showband. Neue Farbtupfer waren zum Beispiel die Simon and Garfunkel Revival Band sowie Tänzerinnen und Tänzer des Friedrichstadtpalast-Balletts.
Ein dickes Lob kam von vielen Seiten für die Ausgestaltung des Autohauses. Helmut und Andreas Peter sowie ihre Mannschaft hatten im Vorfeld eine solide Arbeit abgeliefert. Und während viele der über 600 Ballgäste noch von ihren Erlebnissen träumen, sind die fleißigen Helfer und Macher an der Halleschen Strasse schon wieder dabei, das Ballhaus in das zu verwandeln, zu was es einst bestimmt war – in ein Autohaus.
Autor: nnz
Minister zum Ausleihen (Foto: nnz)
Die Qualität dieses Frühlingsballs hat sich mittlerweile bereits bis nach Erfurt und über die Thüringer Landesgrenzen hinaus herumgesprochen. Ein Ministerpräsident, zwei Minister (Jürgen Reinholz und Dr. Klaus Zeh) und ein Staatssekretär (Prof. Juckenack) mischten sich am Abend unter die Ballgäste. In seinen Grußworten bemerkte Dieter Althaus, dass er es in diesem Jahr geschafft habe, schon vor Mitternacht in Nordhausen einzutreffen. Das sei auch gut so, denn in Nordthüringen gehe schließlich die Post ab und auch ein Ministerpräsident wolle nach diesem langen Winter gern mal Frühlingsluft schnuppern.
Sicher, selbst ein Ministerpräsident wisse um die Probleme, die es auch hier im Thüringer Norden noch gebe, aber er habe ja seine Minister-Kollegen mitgebracht. Die Gäste des Balls könnten sich ja mal einen zuständigen Minister an ihren Tisch holen, jedoch sei diese Dienstleitung in Zeiten knapper öffentlicher Kassen kostenpflichtig. Wer nicht den Minister in Anspruch nehmen wolle, der könne mit dem Staatssekretär vorlieb nehmen – den gebe es schon zum halben Preis. Ohne jeglichen Gebührenaufschlag – wie das bei privaten Medien so üblich ist – konnte man hingegen mit dem Geschäftsführer der LandesWelle Thüringen, mit Peter Zimmermann plaudern.
Grußworte gab es an diesem Abend auch noch von Landrat Joachim Claus (CDU) und Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Letztere nahm den Ball von Althaus mit der abgehenden Post gern auf und verwies auf drei Vorhaben, die in diesem Jahr in der Rolandstadt in Angriff genommen werden sollen. Das seien das Einkaufszentrum am Pferdemarkt, die weitere Entwicklung des Industriegebietes in der Goldene Aue und die Umgestaltung des Quartiers entlang der Bäckerstrasse.
Etwas erstaunt waren viele Gäste des Frühlingsballs über eine Karte, die auf den Tischen lag. Absender des Schreibens war Landrat Claus. Darin bedankte sich der Kommunalpolitiker bei den Organisatoren des Balls und verwies auf die Wahlen am 7. Mai. Und wenn Sie es wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mit Ihrer Stimme erneut das Vertrauen schenken wollen. Viele der Besucher lächelten ob dieser Werbung, die - mit Verlaub - nun etwas deplaziert erschien.
Im übrigen griffen die Organisatoren – IHK, Kreishandwerkerschaft, Altstadtinitiative und die Werbegemeinschaft - auf Bewährtes und Neues in einer gelungenen Mischung zurück. Für Essen und Trinken sorgten die Teams des Neustädter Hofs und Nordbrand, für die Musik die Damen und Herren der Amorados-Showband. Neue Farbtupfer waren zum Beispiel die Simon and Garfunkel Revival Band sowie Tänzerinnen und Tänzer des Friedrichstadtpalast-Balletts.
Ein dickes Lob kam von vielen Seiten für die Ausgestaltung des Autohauses. Helmut und Andreas Peter sowie ihre Mannschaft hatten im Vorfeld eine solide Arbeit abgeliefert. Und während viele der über 600 Ballgäste noch von ihren Erlebnissen träumen, sind die fleißigen Helfer und Macher an der Halleschen Strasse schon wieder dabei, das Ballhaus in das zu verwandeln, zu was es einst bestimmt war – in ein Autohaus.


