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Fr, 08:40 Uhr
17.03.2006

Spuren des Winters

Nordhausen (nnz). Die meisten Menschen im Landkreis Nordhausen haben langsam aber sicher die Nase vom aktuellen Winter voll. Der macht aber auch der Stadtverwaltung zuschaffen. Einzelheiten wie immer mit einem einzigen Klick.


„Dieser lange Winter ist schon eine große Herausforderung in Sachen Winterdienst. Allerdings glaube ich, dass wir mit unseren Partnern dieser Herauforderung gewachsen waren und dafür sorgen konnten, dass der Verkehr problemlos abgewickelt werden konnte – sowohl für Autofahrer als auch Fußgänger“, sagte jetzt Nordhausens Bauamtsleiter Jens Kohlhause.

Die Partner sind zum einen die Stadtwirtschaft GmbH der Stadtwerke sowie die Firma TSI „und natürlich die eigenen Kollegen hier vom Bauhof.“ Die Mitarbeiter der Stadtwerke sorgten für freie Fahrt auf den städtischen Straßen, die Firma TSI halte die Durchfahrten der Ortsteile frei von Schnee und die Mitarbeiter des Bauhofes jene Treppen, Gehwege und Brückenübergänge, die im Besitz der Stadt seien.

Der lange Winter war auch ein teurer Winter. Jens Kohlhause: „Ich rechne mit Mehrkosten um die 80.000 Euro, denn zusätzlich mussten wir noch die Streichung der Winterdienst-Zuschüsse durch den Freistaat Thüringen verkraften – das waren immerhin 20.000 Euro, die gefehlt haben. Dieses Defizit konnten wir nur zum Teil durch die Einschränkung des Winterdienstes auffangen.“

Um rund 35 Prozent im Vergleich zu „normalen“ Wintern veranschlagt Kohlhause den Mehraufwand – sowohl bei den Stunden der Mitarbeiter als auch beim eingesetzten Material. „Wir haben bis jetzt insgesamt 630 Tonnen Streumittel verbraucht. Und die Mitarbeiter von Stadtwerken und Bauhof leisteten bis jetzt insgesamt rund 12.000 Bereitschafts- und 2.200 Einsatzstunden, das ist schon eine ganze Menge.“ Allein durch die Stadtwerke seien pro Tag rund 120 Kilometer Strecke zu räumen, dafür sind die Mitarbeiter wochentags von 4 bis 22 Uhr in Bereitschaft; am Wochenende ab 5 Uhr. Und wenn’s von oben dicke Flocken gibt, dann ist man rund um die Uhr im Einsatz.

Auch für die Straßen sei der lange Winter eine Belastungsprobe: „Allerdings zahlt sich jetzt im Wortsinne aus, dass wir in den letzten Jahren immens in den Neubau investiert haben. So merken wir zum Beispiel deutlich, dass viele Straßen in Bielen, der Großteil des Beethovenrings, die Vogelsiedlung oder die Rautenstraße tipp topp in Ordnung gebracht worden sind. Hier wird es kaum oder gar keine Reparaturen geben müssen. Und hinzukommt, dass wir beständig niedrige Temperaturen ohne allzu großen Schwankungen hatten. Die Schwankungen setzen den Straßen besonders zu. Ich rechne allerdings spätestens beim Ansteigen der Temperaturen trotzdem mit etlichen Schäden“, so der Bauamtsleiter.
Autor: nnz

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