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Sa, 16:02 Uhr
17.12.2022
Reisen im Winter

Finger weg von der Feststellbremse

Sei es der Tagesausflug oder der Besuch bei Verwandten und Freunden – auch im Winter stehen längere Autofahrten bei vielen Bundesbürgern auf dem Programm. Allerdings hat die Natur bis März einige Unwägbarkeiten in petto, die auch eine gewöhnliche Autofahrt zum Abenteuer machen können...

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hat daher, einige Tipps zusammengestellt, damit aus Reiselust nicht Reisefrust wird.

Insbesondere in der kalten Jahreszeit ist eine gute Vorbereitung das A und O. Schon einige Tage bevor es losgehen soll, empfiehlt es sich, die Wetterprognosen aufmerksam zu verfolgen. Werden Schnellfälle oder gar Eisregen angekündigt, lieber die Abfahrt um ein oder zwei Tage verschieben.

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Teil der Wahrheit ist aber auch, dass die Wettervorhersage keine absolute Sicherheit bringt. Daher sollten einige Ausrüstungsgegenstände bei einer längeren Autofahrt unbedingt an Bord sein.

So gehören Schneeketten – oder zumindest sogenannte Anfahrhilfen – sowie Arbeitshandschuhe spätestens dann ins Auto, wenn das Flachland verlassen und die Tour in Mittel- oder gar Hochgebirgsregionen gehen soll. Von Vorteil kann es auch sein, eine Stirnlampe griffbereit zu haben. Mit ihr hat man die Hände frei und muss im Falle eines Falls nicht im Dunkeln herumfummeln. Zudem ist es ratsam, das Anlegen der Schneeketten bereits zu Hause zu üben, damit im Bedarfsfall unterwegs die erforderlichen Handgriffe sitzen.

Ebenfalls sinnvoll: Ein oder zwei Wolldecken griffbereit im Fahrzeuginneren mitnehmen, sowie eine Thermoskanne mit heißem Tee. Die lässt sich unterwegs leicht an einer Raststätte wieder auffüllen, wenn der Inhalt geleert oder kalt geworden ist. Zwar wird warme Winterbekleidung bei einer längeren Fahrt selbstverständlich mit an Bord sein, diese sollte aber nicht am Körper getragen werden, weil sie die Bewegungsfreiheit, den Gurtverlauf und auch das Wohlbefinden beeinträchtigen können. Besser möglichst griffgünstig im Auto unterbringen. So können sich alle Passagiere ganz nach Bedarf versorgen, wenn es gilt, eine längere Phase des Stillstands zu überstehen, wie z. B. durch einen Stau. Denn gerade wenn die Straßenverhältnisse durch Schneefall beeinträchtigt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit von langen Staus mit Stillstand überproportional. Und diese Staus lösen sich oft nur sehr langsam wieder auf. Autofahrer sind dann gut beraten, sparsam mit dem Kraftstoff umzugehen und den Motor – und damit auch die Heizung – bei längerem Stillstand abzustellen.

Damit es vor dem Antritt der Heimfahrt keine unliebsame Überraschung gibt, das Auto niemals mit angezogener Feststellbremse (Handbremse), sondern lieber mit eingelegtem Gang gegen wegrollen sichern. Alternativ kann man auch einen großen Stein vor eines der Autoräder legen. In jedem Fall heißt es aber: „Finger weg von der Feststellbremse!“ Denn bei Minustemperaturen kann die Bremse festfrieren, ein Losfahren ist dann nahezu unmöglich. Verantwortlich dafür sind kleine Wassertröpfchen, die sich zwischen Bremsbeläge und –scheibe auch dann befinden können, wenn die Straße scheinbar trocken ist. Es reicht schon, wenn das Auto kurz vor dem Stopp durch eine Schmelzwasser-Pfütze gerollt ist. Die Idee, ein Enteiser-Spray, sofern vorhanden, zur Hilfe zu nehmen, sollte übrigens umgehend verworfen werden. Denn erstens würde der Sprühstrahl kaum den Bereich zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe erreichen können und zweitens enthalten derartige Sprays fettende Inhaltsstoffe, die die Wirkung der Bremse massiv beeinträchtigen können, wenn sie auf die Bremsscheibe gelangen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich für Fahrten auf Schnee und Eis, den Reifenfülldruck der Winterreifen um 0,2 bar über den vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Wert zu erhöhen. Dadurch öffnet sich einerseits das Profil, was sowohl die Griffigkeit der Reifen als auch die Selbstreinigung des Reifenprofils verbessert. Gleichzeitig reduziert ein leicht erhöhter Luftdruck die Aufstellfläche des Reifens, woraus sich ein höheres Aufstandsgewicht ergibt. Das verbessert den Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn.
Autor: red

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Kommentare
Herb
17.12.2022, 17:51 Uhr
So einen Schwachsinn......
.......habe ich noch nicht gehört. Ich fahre bereits 40 Jahre PKW und LKW.
Wenn an einem bewegten Fahrzeug, ordentliche Wartung vorausgesetzt, die Handbremse
angezogen wird kann sie nicht festfrieren, weil die Teile warm sind und kein Kondenswasser
vorhanden sein kann. Einen großen Stein mit sich herumzuschleppen ist auch keine Option.
Hier haben sie Probleme mit der Ladungssicherung. Erklären Sie einem Polizisten bei einer Kontrolle wofür sie den Stein benötigen und eine Einladung zum "Idiotentest" ist ihnen sicher. Der einschlägige Handel bietet für ein paar Euronen Vorlegekeile an. Was glauben sie was ihre Versicherung sagt, wenn Ihr Auto ohne Handbremse am Baum klebt, und sie sagen. Naja, der AVD hat gesagt.....Es ist schon schlimm das die geistige Inkompetenz auch nicht vorm AVD haltmacht.

Meint Herb
Kitty Kat
18.12.2022, 05:45 Uhr
Alter Zopf
Es gibt inzwischen mega viele Fahrzeuge mit elektronischer Feststellbremse. Diese zieht automatisch an beim ausschalten des Fahrzeugs. Und die fahren auch alle wieder los im Winter.
Kobold2
18.12.2022, 10:37 Uhr
das sind dann wohl
40 Jahre, ohne merklichen Erkenntnisgewinn.
Das hat man schon länger als diese 40 Jahre, nicht ohne Grund, so gehandhabt. Die Qualität der Handbremsseile war bei weitem nicht auf dem heutigen Niveau und festgefrorene Teile keine Seltenheit.
Das mit der Erwärmung ist ebenso eine steile These aus dem Paulanergarten. Zum häufigen Kurzstreckenverkehr kommt hinzu, das die Bremskraft lastabhängig auf die Achsen verteilt wird. Also nix im Kofferraum, oder niemand auf der Rücksitzbank, heisst folglich auch wenig Bremskraftverteilung nach hinten und wo wenig gebremst wird, entsteht folglich auch wenig Wärme.
Bleibt dann noch die Erklärung, wie denn die regelmäßige Wartung so ausschaut, wenn man , wie im Artikel beschrieben, durch Pfützen fahren muß, oder halt auch mal aus der Waschanlage mit ausgiebiger Felgenreinigung kommt?
Trocken föhnen beim Freundlichen, um die Konjunktur am laufen zu halten?
Eigene Garage mit Fußbodenheizung, ist ja eher selten.
Gegen elektronisch aufgeblähte Autos, wird der hilflos gemachte Endkunde eh immer mehr zum stetig zahlenden Werkstattkunden gezwungen, aber bei konventionellen Fahrzeugen, sind die im Artikel beschriebenen Vorgänge nichts neues, wenn man 40 Jahre und mehr, zurück schaut und sich erinnern kann. Es fehlt für mich der Hinweis, das man beim Parken am Bordstein, die Räder auch zu diesem einschlagen sollte, dann brauchts keinen Stein, oder Keil. Auf einer ebenen Parkfläche rollt das Teil auch so nicht weg, siehe z.B. die bewährten Gepflogenheiten in Frankreich.....
diskobolos
18.12.2022, 11:34 Uhr
Eigene Erfahrung
Eine festgefrorene Handbremse ist mir mal vor vielen Jahren beim Trabant passiert. Ich musste ihn stehen lassen. Seit dem im Winter immer Gang einlegen.

Mein Auto hat eine elektrische Handbremse, aber die greift nicht automatisch, sondern nur bei Bedienung.

Nachdem ich bei Blitzeis mal einen Berg nur mit der tatkräftigen Unterstützung zweier freundlicher Helfer habe ich auch eine Plastikflasche mit Sand im Kofferraum. Muss aber ganz trockener sein, sonst ist er vielleicht gefroren, wenn man ihn braucht.
Gehard Gösebrecht
18.12.2022, 19:46 Uhr
Das ist aber schön
Ich habe eine Sanduhr im Auto, damit ich weiß wann der Winter vorbei ist.
Und Kobold2
Das Gedöns mit dem Widerstand gegen regelmäßige Werkstattbesuche hatten wir doch schon..gäääähn!

Und nicht vergessen eine Signalpistole mitnehmen, damit man gefunden wird bei den Schneemassen in NDH und Umgebung.
Notstromaggregat, Schaufel und Kekse und Gaskocher nicht vergessen.
Vielleicht noch ein Funkgerät, falls der Mobilfunk ausfällt.
Oder doch vielleicht ein Satelliten-Telefon gefällig?
Kobold2
19.12.2022, 11:39 Uhr
Gähne ist
ein Anzeichen von Müdigkeit und geht einher mit Konzentrationsschwäche und Unaufmerksamkeit.
Der aufmerksamen Leserschaft ist die oben genannte Entwicklung schon lange aufgefallen und natürlich auch, das ich mich nicht gegen notwendige, aber gegen sinnlose Werkstattbesuche ausgesprochen habe.
Ich empfehle daher das Notfallset mit Wasser, Kaffe, oder Matetee zu erweitern, das passt auch gut zu den Keksen.
Peperoni
19.12.2022, 20:11 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
geloescht.20250302
19.12.2022, 20:20 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
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