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Mo, 10:15 Uhr
13.03.2006

Forschungsergebnisse vorgestellt

Nordhausen (nnz). Seit nunmehr über einem Jahrzehnt erforscht das Erfurter Naturkundemuseum die Tier- und Pflanzenwelt im südlichen Himalaya. Das Ziel einer neuen Expedition ins Grenzgebiet zwischen Indien und Nepal bildete der Api-Himal, mit über 7100 m der höchste Berg Westnepals. Und darüber wird in dieser Woche in Nordhausen berichtet.


In diese bisher als nahezu unzugänglich geltende Region waren letztmalig im Jahr 1972 Bergsteiger vorgedrungen, die dort vorkommenden Tiere und Pflanzen wurden bisher noch nie untersucht. Eine Gruppe von 8 Thüringer Forschern, darunter auch eine Nordhäuser Tierärztin, begab sich im Mai 2005 vom indischen New Delhi aus auf die beschwerliche Reise ins das von Angehörigen des Volksstammes der Kumaonis bewohnte Gebiet. Zunächst mit dem Bus auf abenteuerlichen Gebirgspisten, später zu Fuß mit Maultieren und einheimischen Lastenträgern wurden insgesamt weit über 1000 km zurückgelegt. Bis zum Erreichen der Gletscherregion um den Api-Himal stand die Erkundung der biologischen Vielfalt, aber auch das Kennen lernen von Kultur und Lebensweise der einheimischen Bevölkerung im Mittelpunkt des Interesses.

Mancherlei Begegnungen mit bewaffneten Rebellengruppen, Schmugglern und Wilderern sorgten ebenfalls für Überraschungen. Nach der Rückkehr aus dem Hochgebirge fand die Reise mit Erkundungen in Dschungelgebieten im Tiefland Nepals ihren Abschluß. Dabei konnten wildlebende Indische Elefanten, Panzernashörner, Krokodile und Bengalische Tiger aus nächster Nähe gehört oder beobachtet werden.

Die Vereinigung ehemaliger Schüler und Förderer des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums in Nordhausen e.V. und der Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Erfurt laden am Mittwoch, dem 15. März 2006 um 19.00 Uhr zu einem Bericht über diese Reise in der Aula des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums in Nordhausen, Domstraße 15, ein.
Autor: nnz

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