Fr, 07:43 Uhr
03.03.2006
nnz-Forum: Wahltheater
Nordhausen (nnz). Anfang dieser Woche hatte die nnz ein Statement der Landratskandidatin Birgit Keller (Linkspartei.PDS) unter dem Überschrift Wo genau geht’s lang? veröffentlicht. Dabei ging es um Anmerkungen zum Tourismus in der Region. Jetzt gibt es dazu eine Reaktion aus dem Südharz.
Es ist schon eine sehr merkwürdige Sache, dass Politiker immer vor den Wahlen wach werden und danach an Gedächtnisschwund leiden. Das der Landkreis Nordhausen in Thüringen wenig bekannt und beachtet wird, ist doch eine längst bekannte Tatsache. So hat es den Anschein, dass die nördlichste Grenze Thüringens zwischen dem Kyffhäuser und Nordhausen liegt. Es stellt sich nun die Frage: Warum wurde dieses Thema nicht schon früher von der PDS aufgegriffen und geändert? Als Parteiloser habe ich nur Enttäuschungen von dieser Gruppe erfahren.
Zusagen und Unterstützungen wurden nicht eingehalten. Von Seiten der PDS-Fraktion gibt es nur strikte Ablehnungen und aufgetischte Probleme, was die Tourismusentwicklung anbelangt. Anstelle einer konstruktiven Zusammenarbeit nur auf Konfrontation zu stoßen, ist schon kein leichtes Arbeiten. So gesehen kann dieses Statement nur Wahltheater sein. Man sollte die Tourismusentwicklung nicht als Wahlthema aufgreifen. Hier sollten alle gemeinsam an einem Strang ziehen, anstatt sich gegenseitig zu blockieren und aufzureiben, was keinem nutzen würde.
Der zum Teil schon weiße Landkreis Nordhausen sollte sich endlich zur Harzregion bekennen und eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf dem Tourismusgebiet anstreben. Der Harz ist ein geschlossenes Gebiet, welches historisch und territorial zusammen gehört. Es sollte nun endlich der Naturpark Harz und das Biosphärenreservat Südharz bestätigt werden. Es wurde das herrliche Winterwetter angesprochen. Um Nordhausen liegt kaum Schnee, aber auf den Harzerhöhen liegen noch 60 bis 80 cm Schnee. Erst am 1. und 2. März sind noch mal 20 cm Neuschnee dazu gekommen. Warum fährt kein Ski–Bus am Wochenende nach Hohegeiß und Braunlage, um die dort sicheren Wintersportanlagen zu nutzen?
Nun, wie gesagt haben wir anderes Wetter als in Thüringen und zum Teil auch in Nordhausen. Leider ist für den Landkreis Nordhausen keine Wetterstation vorgesehen. Mit einem Artikel über die Verteilung der einzelnen Wetterstationen in Thüringen wurde von uns auf diese Schieflage hingewiesen. Auf ein Schreiben an Herrn Kachelmann erfolgte bis heute keine Antwort. Das eine Beschilderung an den Zubringerstraßen fehlt, ist schon lange bekannt. Diese Beschilderung scheiterte bislang an den gesetzlichen Bestimmungen und an den Finanzen. Hier besteht Änderungsbedarf.
Wer den Poppenberg nicht findet, der kann nicht mit einer Karte umgehen und muss blind sein. Es ist in unserer Region kein Ziel so gut ausgeschildert wie die Wege zum Poppenberg. Die Wanderwege im Südharz sind recht gut beschildert und können sich mit den Ausschilderungen in anderen Gebieten wohl messen. Hierzu ein großes Lob an die Harzklub – Zweigvereine, welche diese Beschilderungen betreuen. Der Südharz ist im GEOPARK HARZ mit eingebunden. Dieser GEOPARK ist im Netzwerk der UNESCO verankert. Ebenso haben sich die Orte verschiedene Label erkämpft, welche für die Qualität bürgen.
Es gibt nicht nur Negatives über den Tourismus zu berichten. Denn die Orte Ilfeld und Neustadt sind schon sehr aktiv. Dieses zeigen die Veranstaltungen und die Hinweise dazu. Bedanken möchte ich mich beim Offenen Kanal Nordhausen für die Möglichkeit und die Unterstützung, den Südharz und Ilfeld mit seinen Veranstaltungen den Hörern aktuell zu Ohr zu bringen. Jede Kritik sehe ich positiv, denn es ist nichts so gut, um es nicht noch verbessern zu können. Eine engere, bessere Zusammenarbeit, auch länderübergreifend, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur gemeinsam sind wir stark und können besser vorwärtskommen und etwas erreichen.
Manfred Kappler, Ilfeld
Autor: nnzEs ist schon eine sehr merkwürdige Sache, dass Politiker immer vor den Wahlen wach werden und danach an Gedächtnisschwund leiden. Das der Landkreis Nordhausen in Thüringen wenig bekannt und beachtet wird, ist doch eine längst bekannte Tatsache. So hat es den Anschein, dass die nördlichste Grenze Thüringens zwischen dem Kyffhäuser und Nordhausen liegt. Es stellt sich nun die Frage: Warum wurde dieses Thema nicht schon früher von der PDS aufgegriffen und geändert? Als Parteiloser habe ich nur Enttäuschungen von dieser Gruppe erfahren.
Zusagen und Unterstützungen wurden nicht eingehalten. Von Seiten der PDS-Fraktion gibt es nur strikte Ablehnungen und aufgetischte Probleme, was die Tourismusentwicklung anbelangt. Anstelle einer konstruktiven Zusammenarbeit nur auf Konfrontation zu stoßen, ist schon kein leichtes Arbeiten. So gesehen kann dieses Statement nur Wahltheater sein. Man sollte die Tourismusentwicklung nicht als Wahlthema aufgreifen. Hier sollten alle gemeinsam an einem Strang ziehen, anstatt sich gegenseitig zu blockieren und aufzureiben, was keinem nutzen würde.
Der zum Teil schon weiße Landkreis Nordhausen sollte sich endlich zur Harzregion bekennen und eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf dem Tourismusgebiet anstreben. Der Harz ist ein geschlossenes Gebiet, welches historisch und territorial zusammen gehört. Es sollte nun endlich der Naturpark Harz und das Biosphärenreservat Südharz bestätigt werden. Es wurde das herrliche Winterwetter angesprochen. Um Nordhausen liegt kaum Schnee, aber auf den Harzerhöhen liegen noch 60 bis 80 cm Schnee. Erst am 1. und 2. März sind noch mal 20 cm Neuschnee dazu gekommen. Warum fährt kein Ski–Bus am Wochenende nach Hohegeiß und Braunlage, um die dort sicheren Wintersportanlagen zu nutzen?
Nun, wie gesagt haben wir anderes Wetter als in Thüringen und zum Teil auch in Nordhausen. Leider ist für den Landkreis Nordhausen keine Wetterstation vorgesehen. Mit einem Artikel über die Verteilung der einzelnen Wetterstationen in Thüringen wurde von uns auf diese Schieflage hingewiesen. Auf ein Schreiben an Herrn Kachelmann erfolgte bis heute keine Antwort. Das eine Beschilderung an den Zubringerstraßen fehlt, ist schon lange bekannt. Diese Beschilderung scheiterte bislang an den gesetzlichen Bestimmungen und an den Finanzen. Hier besteht Änderungsbedarf.
Wer den Poppenberg nicht findet, der kann nicht mit einer Karte umgehen und muss blind sein. Es ist in unserer Region kein Ziel so gut ausgeschildert wie die Wege zum Poppenberg. Die Wanderwege im Südharz sind recht gut beschildert und können sich mit den Ausschilderungen in anderen Gebieten wohl messen. Hierzu ein großes Lob an die Harzklub – Zweigvereine, welche diese Beschilderungen betreuen. Der Südharz ist im GEOPARK HARZ mit eingebunden. Dieser GEOPARK ist im Netzwerk der UNESCO verankert. Ebenso haben sich die Orte verschiedene Label erkämpft, welche für die Qualität bürgen.
Es gibt nicht nur Negatives über den Tourismus zu berichten. Denn die Orte Ilfeld und Neustadt sind schon sehr aktiv. Dieses zeigen die Veranstaltungen und die Hinweise dazu. Bedanken möchte ich mich beim Offenen Kanal Nordhausen für die Möglichkeit und die Unterstützung, den Südharz und Ilfeld mit seinen Veranstaltungen den Hörern aktuell zu Ohr zu bringen. Jede Kritik sehe ich positiv, denn es ist nichts so gut, um es nicht noch verbessern zu können. Eine engere, bessere Zusammenarbeit, auch länderübergreifend, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur gemeinsam sind wir stark und können besser vorwärtskommen und etwas erreichen.
Manfred Kappler, Ilfeld
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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