eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 07:03 Uhr
08.10.2022
Energiespar-Tipps vom TÜV

Energie effizient nutzen

Die Zeiten günstiger Energie sind vorbei, stattdessen erleben wir seit Monaten drastisch steigende Preise. Mit Energiespar-Tipps war noch nie so viel Geld zu sparen wie heute und die hat der TÜV...

Egal ob Gas, Strom, Öl oder auch der Kraftstoff an der Tankstelle: Die aktuelle Energiekrise sorgt für bis vor kurzem unvorstellbare Preissprünge. Bei vielen Verbrauchern reißen die aktuellen Preise ein enormes Loch in die Haushaltskasse, denn zu deutlich erhöhten Abschlägen für Heizung und Strom dürften in vielen Fällen auch noch erhebliche Nachzahlungen hinzukommen.

Anzeige symplr (1)
Die Bundesregierung will mit Gaspreisbremse und Strompreisbremse gegensteuern, aber Energiesparen bleibt das Gebot der Stunde. Denn klar ist: Mit Energiespar-Tipps ließ sich noch nie so viel Geld sparen wie heute. Wer sich an einige Ratschläge hält und so den eigenen Verbrauch reduziert, kann die gestiegen Preise zumindest abmildern. So können schon mit einem moderat geänderten Verhalten einige Kilowattstunden Strom sowie einige Kubikmeter Gas eingespart werden.

Heizkörper entlüften und Heizungsanlage warten lassen
Ende September, Anfang Oktober beginnt die Heizperiode. Wer die folgenden Tipps befolgt, kann gerade bei der Heizung einiges einsparen.

Eine nicht entlüftete oder falsch eingestellte Heizungsanlage arbeitet nicht effizient. Um die Räume auf die gleiche Temperatur aufzuheizen, benötigt man dann wesentlich mehr Energie. Daher sollte die Heizung vor der eigentlichen Heizperiode von einem Fachmann korrekt eingestellt und gewartet werden. Allein das Entlüften der Heizung kann bis zu 15 Prozent Energie sparen. Oftmals sind auch zu hohe Vorlauftemperaturen eingestellt oder Warmwasser wird auch zu Zeiten bereitgestellt, in denen es nicht benötigt wird. Das Nichtbeheizen von ungenutzten Räumen und das Absenken der Raumtemperatur haben ebenfalls ein enormes Einsparpotenzial: Etwa sechs Prozent Energiekosten können gespart werden, wenn die Wohnraumtemperatur nur um ein Grad gesenkt wird. Auch mit der Verwendung von Smart-Home Heizkörperthermostaten lassen sich noch einmal fünf bis acht Prozent einsparen. Jedoch sollte bei aller Technikaffinität unbedingt auf die digitale Sicherheit der Smart-Home-Komponenten geachtet werden. Um die gesamte Bandbreite der Einsparmöglichkeiten der Heizungsanlage aufzudecken, ist in jedem Fall ein Fachmann nötig: Energieberater und HKL-Spezialisten sind daher dieser Tage besonders gefragt. Ab Oktober 2022 greift die neue Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSimiMaV). Sie regelt technische Energieeinsparmaßnahmen in Gebäuden und verpflichtet Unternehmen dazu, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Eigentümer von Gebäuden sind demnach sogar verpflichtet die Heizungsanlage entsprechend prüfen und optimieren zu lassen.

Stromsparende Leuchtmittel verwenden
Eine hellerleuchtete Wohnung ist zwar schön anzusehen, allerdings verursacht das je nach Dauer und Anzahl der Lichtquellen auch einen nicht zu unterschätzenden Stromverbrauch. Wer bei seiner Wohnraumbeleuchtung auf moderne LED-Leuchtmittel setzt, kann eine Menge Energie einsparen. Eine Umrüstung amortisiert sich meistens bereits nach einigen Monaten. So verbrauchen LED-Leuchtstoffröhren bis zu 50 Prozent weniger Energie als herkömmliche Leuchtstoffröhren. Dennoch sollten nicht benötigte Lichtquellen immer auch ausgeschaltet werden, beispielsweise dann, wenn der Raum verlassen oder der entsprechende Bereich nicht mehr genutzt wird.

Stand-by vermeiden
Den Fernseher bequem von der Couch einschalten: Diese beliebte Annehmlichkeit in den Wohnzimmern kann aufs Jahr gesehen einige Kilowattstunden Strom verbrauchen. Elektronische Geräte wie Fernseher, Computer, Monitor oder Receiver permanent im Stand-by-Modus zu betreiben ist zwar äußerst bequem, verursacht im Lauf der Zeit aber einen oft unterschätzten und leicht vermeidbaren Mehrverbrauch. Besonders ältere LCD-Fernsehgeräte verbrauchen im Stand-by-Betrieb bis zu 14 Watt, obwohl sie gar nicht benutzt werden. Aber auch der PC im Ruhezustand oder das nicht genutzte Handy-Ladegerät in der Steckdose, verbrauchen heimlich und unbemerkt Strom. Aufs Jahr gerechnet können durch das Trennen der Stromquelle so pro Gerät einige Euro gespart werden. Auch abschaltbare Mehrfachsteckdosen können helfen: mit einem Klick lassen sich so alle angeschlossenen Verbraucher abschalten.

Hausgeräte effektiv nutzen
Große Elektrogeräte wie Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Backofen und Kühlschrank sind in keinem Haushalt mehr wegzudenken. Sie bringen aber nicht nur Komfort, sie zählen oftmals auch zu den größten Stromfressern. Doch auch bei deren Benutzung kann jede Menge Energie eingespart werden: Die Waschmaschine sollte genau wie der Geschirrspüler immer möglichst voll beladen werden. Mit der Wahl des richtigen Waschprogramms lässt sich der Stromverbrauch reduzieren. Oftmals reicht das 30- oder 40-Grad Waschprogramm anstatt der energieintensiveren 60-Grad-Wäsche aus. Wer seine Wäsche statt im Trockner auf einem Wäscheständer trocknet, schont den Geldbeutel und tut etwas gegen trockenes Raumklima. Auch der Geschirrspüler sollte je nach Verschmutzungsgrad des Geschirrs möglichst im Energiesparmodus Eco betrieben werden und nicht im Schnellprogramm, welches wesentlich mehr Strom verbraucht. Bei jedem Spülvorgang lassen sich so bis zu 40 Prozent Strom einsparen.

Und auch beim Kochen und Backen lässt sich mit der richtigen Technik einiges an Energie einsparen. So kann die Benutzung eines Wasserkochers oder des Deckels auf dem Topf beim Erhitzen von Wasser beim Energiesparen helfen. Ein nicht zu unterschätzendes Einsparpotenzial kann durch das optimale Ausnutzen der Restwärme kurz vor dem Ende der Garzeit ausgeschöpft werden. Die Nutzung der Umluft-Funktion am Backofen ermöglicht das Zubereiten mit geringeren Temperaturen, was ebenfalls energiesparender ist.

Einer der größten Energieverbraucher im Haushalt ist jedoch der Kühlschrank, denn dieser läuft das ganze Jahr rund um die Uhr. Der Stromverbrauch ist dabei von mehreren Faktoren abhängig, vor allem aber von der Größe des Gerätes und natürlich von der Energieeffizienzklasse. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan: Gerade bei Kühlschränken landeten viele Geräte in der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Das machte den Vergleich für Verbraucher nicht einfach, denn Unterschiede in der Energieeffizienz waren auf den ersten Blick kaum noch erkennbar. Seit März 2021 greift das neue EU-Energielabel, welches wieder für mehr Transparenz sorgt. Die Klassen von A bis G und die farbige Skala sind geblieben, jedoch entfällt die bekannte Unterteilung in die A+-Klassen. Allerdings kann sich nach der neuen Klassifizierung ein ehemals als besonders energiesparend eingestufter A+++-Kühlschrank plötzlich in der Klasse D oder gar G wiederfinden. Vor zehn Jahren zählten Kühlschränke der alten Effizienzklasse A+ noch zu den Stromsparern, heutzutage verbrauchen die energieeffizientesten Modelle 90 bis 125 Kilowattstunden im Jahr.

Der jährliche Energieverbrauch eines alten A+-Geräts kann da schon mehr als doppelt so hoch sein. Das sind schnell 130 Kilowattstunden mehr im Jahr, was beim derzeitigen Strompreis eine Ersparnis von fast 50 Euro ausmachen kann. Wer über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte also unbedingt auf das neue Energielabel und den angegebenen jährlichen Energieverbrauch schauen: ein Vergleich lohnt sich allemal. Allerdings hängt der Energieverbrauch des eigenen Kühlschranks auch stark von der individuellen Nutzung ab. Dass langes Öffnen des Kühlschranks zusätzliche Energie verbraucht, leuchtet ein. Aber denken Sie auch daran, dass warme Speisen immer erst auf Raumtemperatur abkühlen sollten, weil sie den Kühlschrank anderenfalls unnötig aufheizen? Oftmals sind die Kühlgeräte auch zu kalt eingestellt: Eine Kühltemperatur von sieben Grad ist für die Lebensmittellagerung völlig ausreichend. Schon ein Grad kälter eingestellte Temperatur bedeutet einen Mehrverbrauch von bis zu zehn Prozent! Energie sparen lässt sich auch, wenn das Gefrierfach regelmäßig abgetaut wird.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Örzi
09.10.2022, 12:09 Uhr
Die besten Energie-Spartips sind das noch nicht
Wir sollten uns unbedingt dazu Experten aus Nordkorea holen. Die haben da die umfangreichsten Erfahrungen.
geloescht.20250302
09.10.2022, 18:02 Uhr
Tipps für die Tonne!
Wenn der Blackout kommt, ist es meiner so genannten Anti-Schlafapnoe-Dreamstation scheissegal, ob ich vorher monatelang TV, Receiver und Alexa-Fire-Stick in Standby gelassen oder abgeklemmt hatte.
Pe_rle
09.10.2022, 19:41 Uhr
Energie sparen laut TÜV
was die da schreiben ist nicht neu
es hängt alles von der Umsetzung ab
außerdem kann ich das Wort SPAREN schon nicht mehr hören
Paulinchen
09.10.2022, 19:46 Uhr
Es ist irgendwie...
... schon irre. Alle zwei Jahre, kommt eine neue Empfehlung raus, wie man sparen könnte. Mal sind es die Energiesparleuchten, deren Entsorgung problematisch ist, dann kam die LED und sie ist der Sparfuchs schlecht hin. Die Dieselmotoren waren einst die beste Lösung um Öl und Abgase zu sparen. Heute sind sie die Dreckschleudern der Nation. Dann kam das E-Auto um die Kurve. Weil es niemand kaufen wollte, sprang der Staat mit Subventionen ein. Was musste ich vorgestern doch mit Verwunderung lesen? Prof. F. Dudenhoeffer prognostiziert dem E Autos eine schlechte Perspektive. Die Autohändler erhalten immer mehr Stornierungen von den Kaufvertraegen der EAutokunden. Grund, der Staat kürzt und streicht seine Subventionen drastisch. Der Stromkreis wird demnächst höher sein, als die Tankfuellung für ein Bezinauto. Auch sei der Ausbau der Ladesaeulen mangelhaft und die, die vorhanden sind, entsprechen nicht dem Standard, welcher für einen nachvollziehbaren Strompreis erforderlich sind. Somit wird es wohl in 2024 kaum noch Interesse an einem Kauf von E Autos geben. Denn auch hier werde es Preissteigerungen von mindestens 10.000Euro geben, weil die Kosten für notwendigen Bestandteile für Batterien exorbitant steigen. Der Grund dafür liegt auch bei den Sanktionen gegenüber Russland. Schon bemerkenswert, dass es möglich ist, dass uns Moechtegernexperten alle Jahre wieder, den wirtschaftlichen Ruin immer näher bringen. Nicht zuletzt, zahlen wir für all diese Fehlentscheidungen jede Menge Geld. Bei uns Bürgern wird es immer weniger und bei den Politikern immer mehr...... Selbst der Kauf von neuen Haushaltsgeräten ist nicht immer ein guter Spartipp, denn geschenkt bekommt man keins.

Anmerkung techn. Support:
LED Leuchten sparen tatsächlich sehr viel Energie im Vergleich zur guten alten Glühbirne!
Der Rest hat etwas mit Erkenntnisgewinn zu tun. ;-)
Fönix
10.10.2022, 05:23 Uhr
So ganz grundsätzlich
möchte ich da ein kleines Fragezeichen setzen und ihren Hinweis, der im Grundsatz ja richtig ist, nicht unkommentiert lassen:

"Anmerkung techn. Support:
LED Leuchten sparen tatsächlich sehr viel Energie im Vergleich zur guten alten Glühbirne!
Der Rest hat etwas mit Erkenntnisgewinn zu tun. ;-)"

Wir haben, kaum dass Energiesparlampen auf dem Markt waren, alle häufig brennenden Glühlampen mit dieser segensreichen Neuheit ersetzt. Die ebenfalls vergleichsweise sparsamen Leuchtstoffröhren durften ihr Lebensende dagegen noch erreichen. Zwei haben das bis heute nicht geschafft (Zweitlampen in der Speisekammer bzw. in einer entlegenen Ecke des Dachbodens) und dürfen genauso wie einige Glühlampen z.B. im Keller des Gartenhauses noch weiter brav ihren Dienst verrichten. Für uns ist das eine Frage der Nachhaltigkeit, denn die Produktion von Energiespar- und jetzt LED-Lampen ist aufwändig und verbraucht wertvolle Ressourcen, unter anderem auch Energie. Da alle diese alten Leuchtmittel bei uns im Jahr zusammen nicht mehr als drei Stunden in Betrieb sind, ist der Mehrverbrauch vernachlässigbar.

Übrigens waren im Keller des Gartenhauses sowohl Energiesparlampen als auch LED-Leuchten probehalber schon im Einsatz, beide haben weniger als ein Jahr durchgehalten, Glühlampen schaffen hier 8 bis 10 Jahre. Das hängt sicher mit der höheren Luftfeuchtigkeit (sandverfugter Klinkerfußboden!) zusammen, die wir hier keinesfalls missen wollen. Die in diesem Keller (selbstverständlich in entgegengesetzt liegenden Ecken!) gelagerten selbstgeernteten Äpfel und Kartoffeln danken es uns mit erstklassiger Qualität bis weit in das nächste Frühjahr hinein.

Aus unserer Sicht ein sehr gutes Beispiel dafür, dass auch die wohlmeinendsten Ratschläge und Empfehlungen selten uneingeschränkt und überall zutreffend sind. Es lohnt sich durchaus, hier und da etwas genauer hinzuschauen ...
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)