Di, 16:54 Uhr
21.02.2006
nnz-Betrachtung: Zoff in Sicht?
Nordhausen (nnz). Frauen wissen was sie wollen. Birgit Keller bricht nicht mit diesem positiven Vorurteil. Sie nimmt dabei sogar schon jetzt möglichen Zoff in Kauf – mit der Stadt Nordhausen.
Der erste Schlag: Das, was Landrat Joachim Claus (CDU) in den zurückliegenden Monaten kaum ausgesprochen hat, damit ging seine Herausforderin Birgit Keller heute ganz normal um. Die Schulträgerschaft. Die ist im Landkreis Nordhausen bekanntlich zweigeteilt. Die Stadt beansprucht die Hoheit für die städtischen Grund- und Regelschulen, der Landkreis neben allen Gymnasien den bescheidenen Rest. Für Birgit Keller ist das ein Zustand, der unbedingt abgeändert werden sollte. Eine Schulträgerschaft im Landkreis Nordhausen ist ihre Vision, und zwar sollte der Landkreis der Träger sein. Wenn das schon immer so gewesen wäre, dann hätten so viele Schulen nicht geschlossen werden müssen. Punkt.
Der zweite Schlag: Sollte Birgit Keller Landrätin sein, dann würde sie allen Gemeinden raten, sich nicht weiter der Stadt Nordhausen anzuschließen. Jeder Ort, der nicht nach Nordhausen geht wird sehen, dass er sich so besser stellen kann. Der momentane Status Quo sei völlig in Ordnung. Statt dessen sollten im Landkreis Nordhausen mehr Einheitsgemeinden entstehen.
Ob ein dritter Schlag in den kommenden Wochen noch folgen wird, das kann nur gemutmaßt werden. Birgit Keller hat jedenfalls heute das ausgesprochen, was auch viele ihrer Genossen schon mal sagten und sich seit einiger Zeit verkniffen haben. Selbst Frank Hermsdorf meinte, dass er schon immer gegen eine zweigeteilte Schulträgerschaft gewesen sei. Sollten Birgit Keller und Barbara Rinke das Rennen für sich entscheiden an diesem 7. Mai 2006, dann hätte der Landkreis eine feminine Regierung. Dreimal Landratsamt, einmal Stadt, (mit Inge Klaan dann eine weiblich-städtische Nummer 2), sondern auch ein Novum in Thüringen. Frauen wissen, was sie wollen, sie handeln oftmals aus dem Bauch heraus.
Das muß so schlimm nicht sein. Interessant wird es allemal, weil die feine Diplomatie nicht unbedingt zu den starken fraulichen Eigenschaften zählt. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass es in den beiden großen Verwaltungen dann nicht einen Gleichstellungsbeauftragten geben muß.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDer erste Schlag: Das, was Landrat Joachim Claus (CDU) in den zurückliegenden Monaten kaum ausgesprochen hat, damit ging seine Herausforderin Birgit Keller heute ganz normal um. Die Schulträgerschaft. Die ist im Landkreis Nordhausen bekanntlich zweigeteilt. Die Stadt beansprucht die Hoheit für die städtischen Grund- und Regelschulen, der Landkreis neben allen Gymnasien den bescheidenen Rest. Für Birgit Keller ist das ein Zustand, der unbedingt abgeändert werden sollte. Eine Schulträgerschaft im Landkreis Nordhausen ist ihre Vision, und zwar sollte der Landkreis der Träger sein. Wenn das schon immer so gewesen wäre, dann hätten so viele Schulen nicht geschlossen werden müssen. Punkt.
Der zweite Schlag: Sollte Birgit Keller Landrätin sein, dann würde sie allen Gemeinden raten, sich nicht weiter der Stadt Nordhausen anzuschließen. Jeder Ort, der nicht nach Nordhausen geht wird sehen, dass er sich so besser stellen kann. Der momentane Status Quo sei völlig in Ordnung. Statt dessen sollten im Landkreis Nordhausen mehr Einheitsgemeinden entstehen.
Ob ein dritter Schlag in den kommenden Wochen noch folgen wird, das kann nur gemutmaßt werden. Birgit Keller hat jedenfalls heute das ausgesprochen, was auch viele ihrer Genossen schon mal sagten und sich seit einiger Zeit verkniffen haben. Selbst Frank Hermsdorf meinte, dass er schon immer gegen eine zweigeteilte Schulträgerschaft gewesen sei. Sollten Birgit Keller und Barbara Rinke das Rennen für sich entscheiden an diesem 7. Mai 2006, dann hätte der Landkreis eine feminine Regierung. Dreimal Landratsamt, einmal Stadt, (mit Inge Klaan dann eine weiblich-städtische Nummer 2), sondern auch ein Novum in Thüringen. Frauen wissen, was sie wollen, sie handeln oftmals aus dem Bauch heraus.
Das muß so schlimm nicht sein. Interessant wird es allemal, weil die feine Diplomatie nicht unbedingt zu den starken fraulichen Eigenschaften zählt. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass es in den beiden großen Verwaltungen dann nicht einen Gleichstellungsbeauftragten geben muß.
Peter-Stefan Greiner

