Di, 16:53 Uhr
21.02.2006
Vorgestellt
Nordhausen (nnz). Birgit Keller von der Linkspartei.PDS will Landrätin werden. Der nnz stellte die Frau heute ihr Programm für die Zeit nach dem 7. Mai 2006 vor.
Vorgestellt (Foto: nnz)
Was Birgit Keller heute vorstellte, war eigentlich eine straffe Parteitagsrede, die – wie bei allen anderen Parteien auch – eine klare Struktur hatte. Wirtschaft und Umwelt, Haushalt und Finanzen, Bildung, Kultur, Sport und dann noch die Infrastruktur. Die Linke will auf keinen alles anders machen als der jetzige Amtschef, aber ein bisschen besser darf es schon sein. Die Spielräume seien selbst bei den Finanzen da. Wenn der Landkreis schon Aufgaben des Landes übernehme, dann müsste er auch mit genügend Geld dafür ausgestattet sein. Also muß Druck auf Landes- und Bundespolitik ausgeübt werden. Das kann Birgit Keller als Linke aussprechen, denn weder im Bund noch im Land gibt es eine linke Regierungsverantwortung.
Vor allem sollen die Beteiligungen des Landkreises Nordhausen auf den Prüfstand. Statt Beteiligungen, die nur kosten, sollten es künftig solche sein, die Erträge bringen. Birgit Keller meinte damit einen nnz-Beitrag, in dem ein Vergleich zwischen der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen auf der einen und den Eichsfeldwerken auf der anderen Seite gezogen wurde. Weiter müsse der öffentliche Beschäftigungssektor gefördert werden, der Umgang mit den Bodenschätzen müsse pfleglich geschehen und innerhalb der Kreisverwaltung werde sich bei ihrer Wahl etwas ändern.
Das sei kein Personalabbau, wohl aber der effizientere Einsatz der Mitarbeiter, die sich – so ihr Eindruck – aktuell überhaupt nicht motiviert sehen. Mit einem vernünftigen Personalentwicklungskonzept ließe sich selbst in einer Behörde Zukunft gestalten. Ansonsten sagte Birgit Keller heute all das, was man sagen sollte, wenn man in den Wahlkampf zieht. Ein klares Bekenntnis zum Theater, eine verbesserte Infrastruktur im Landkreis, die kostenlose Nutzung von sportlichen Einrichtungen wie Turnhallen durch Vereine, die weitere Förderung von Kreisvolkshochschule und Musikschule und, und, und.
Birgit Keller will Landrätin werden, das steht außer Zweifel. Dazu hat sie sich nach eigenen Worten ein junges Wahlkampfteam an die Seite gestellt. Aber sollte Birgit Keller denn von der Mehrheit der Wahlberichtigten am 7. Mai gewählt werden, dann wird es nicht automatisch mehr Geld im Landkreis zu verteilen geben. Das Gegenteil wird eher der Fall sein, schließlich gehen im kommenden Jahr die Zuschüsse des Landes für zahlreiche Ausgaben im Landkreis zum Teil drastisch zurück. Ein Blick in den Doppelhaushalt des Landes reicht da schon.
Autor: nnz
Vorgestellt (Foto: nnz)
Was Birgit Keller heute vorstellte, war eigentlich eine straffe Parteitagsrede, die – wie bei allen anderen Parteien auch – eine klare Struktur hatte. Wirtschaft und Umwelt, Haushalt und Finanzen, Bildung, Kultur, Sport und dann noch die Infrastruktur. Die Linke will auf keinen alles anders machen als der jetzige Amtschef, aber ein bisschen besser darf es schon sein. Die Spielräume seien selbst bei den Finanzen da. Wenn der Landkreis schon Aufgaben des Landes übernehme, dann müsste er auch mit genügend Geld dafür ausgestattet sein. Also muß Druck auf Landes- und Bundespolitik ausgeübt werden. Das kann Birgit Keller als Linke aussprechen, denn weder im Bund noch im Land gibt es eine linke Regierungsverantwortung.Vor allem sollen die Beteiligungen des Landkreises Nordhausen auf den Prüfstand. Statt Beteiligungen, die nur kosten, sollten es künftig solche sein, die Erträge bringen. Birgit Keller meinte damit einen nnz-Beitrag, in dem ein Vergleich zwischen der Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen auf der einen und den Eichsfeldwerken auf der anderen Seite gezogen wurde. Weiter müsse der öffentliche Beschäftigungssektor gefördert werden, der Umgang mit den Bodenschätzen müsse pfleglich geschehen und innerhalb der Kreisverwaltung werde sich bei ihrer Wahl etwas ändern.
Das sei kein Personalabbau, wohl aber der effizientere Einsatz der Mitarbeiter, die sich – so ihr Eindruck – aktuell überhaupt nicht motiviert sehen. Mit einem vernünftigen Personalentwicklungskonzept ließe sich selbst in einer Behörde Zukunft gestalten. Ansonsten sagte Birgit Keller heute all das, was man sagen sollte, wenn man in den Wahlkampf zieht. Ein klares Bekenntnis zum Theater, eine verbesserte Infrastruktur im Landkreis, die kostenlose Nutzung von sportlichen Einrichtungen wie Turnhallen durch Vereine, die weitere Förderung von Kreisvolkshochschule und Musikschule und, und, und.
Birgit Keller will Landrätin werden, das steht außer Zweifel. Dazu hat sie sich nach eigenen Worten ein junges Wahlkampfteam an die Seite gestellt. Aber sollte Birgit Keller denn von der Mehrheit der Wahlberichtigten am 7. Mai gewählt werden, dann wird es nicht automatisch mehr Geld im Landkreis zu verteilen geben. Das Gegenteil wird eher der Fall sein, schließlich gehen im kommenden Jahr die Zuschüsse des Landes für zahlreiche Ausgaben im Landkreis zum Teil drastisch zurück. Ein Blick in den Doppelhaushalt des Landes reicht da schon.

