Mi, 06:56 Uhr
15.02.2006
Abriss und Aufwertung
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Stadtrat muss sich in einer Woche erneut mit dem Abriss von über 100 Wohnungen beschäftigen. Wo die Platte verschwinden soll, das hat jetzt die nnz erfahren.
Insgesamt geht es um 138 Wohnungen - in den Plattenbauten der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) in der Engelsburg 2 und 4, der Zorgestraße 7-10 und der Zorgestraße 11-13. In der Begründung zur Beschlussvorlage heißt es, die zum Abriss vorgesehenen Objekte stünden strukturell bedingt dauerhaft leer und beeinträchtigten den Unternehmenserfolg erheblich. Das Sanierungskonzept der SWG mbH Nordhausen sowie der Stadtentwicklungsplan Nordhausen 2010, Stadtumbau Wohnen, bestätigten die fehlenden Marktchancen dieser Objekte.
Der Abriss der 36 Wohnungen im 6-geschossigen Plattenbau an der Engelsburg stehe in direktem Zusammenhang mit der Modernisierung der Plattenbauten unmittelbar hinter dem Rathaus im Bereich Kornmarkt 1-4a, der Kranichstraße 24-27 und der Engelsburg 6-10. Mit dem Rückbau des Blockes solle zugleich dieses derzeit zu dicht bebaute Quartier aufgelockert werden.
Derzeit stünden im Engelsburg-Plattenbau bereits 18 Wohnungen leer. Die verbliebenen 18 Mieter seien vom vorgesehenen Abriss informiert. Ihnen würden Wohnungen aus dem Bestand der SWG mbH Nordhausen in räumlicher Nähe angeboten - vorrangig am Kornmarkt und in der Bahnhofstraße. Der Abbruch des Blockes sei aus technologischen Gründen bereits im ersten Halbjahr 2006 notwendig, denn parallel zum Abriss solle dieser innerstädtische Wohnstandort auch aufgewertet und nachhaltig als attraktiver Wohnstandort gesichert werden - durch Modernisierungen der verbleibenden 120 Wohnungen, durch den Einbau einer Anwohner-Tiefgarage, durch die Neugestaltung des Wohnumfeldes und durch Neubauten.
Mit den Neubauten sei geplant, zum einen die Lücke zwischen dem Stadthaus und dem Gebäude Kornmarkt 4 zu schließen. Zum anderen sollen am Gebäude Engelsburg 10 die bestehenden Wohnungen erweitert werden und am Nordgiebel der Engelsburg 10 durch einen Anbau die so genannte Raumkante städtebaulich abgerundet werden.
In der Zorgestraße 7-10 stehen bereits 46 Wohnungen leer, in der Zorgestraße 11-13 seien es 14. Die noch verbliebenen Mieter in diesen Objekten seien vom vorgesehenen Abriss unterrichtet. Ihnen werde durch die SWG Wohnungen aus dem eigenen Unternehmensbestand mit unterschiedlichen Standards angeboten, heißt es in der Beschlussvorlage.
Sollten sowohl der Stadtrat zustimmen als auch die Bewilligungsbehörde, das Landesverwaltungsamt Weimar, solle der Abriss der 6-geschossigen Plattenbauten mit insgesamt 102 Wohnungen voraussichtlich im 3. Quartal 2006 erfolgen, gemeinsam mit dem bereits beschlossenen Abriss der Zorgestraße 1-5. Anschließend solle an diesen Stellen eine Grünfläche entstehen. Eine spätere Wiederbebauung mit gewerblich geprägten Nutzungen werde angestrebt.
Die genannten Rückbaumaßnahmen stehen in Übereinstimmung mit dem Stadtentwicklungsplan Nordhausen 2010, Stadtumbau Wohnen. Mit dem Rückbau der o.a. Objekte hat der Stadtrat Nordhausen seit 2002 dem Abriss von insgesamt 1432 Wohnungen zugestimmt. Sollten die Stadträte zustimmen, wird die Verwaltung beauftragt, für die genannten Rückbaumaßnahmen die erforderlichen Bewilligungsanträge zu stellen zur Förderung aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost/ Rückbau" der Thüringer Städtebauförderung.
Mit Stand vom 31. August 2005 hatte die SWG mbH Nordhausen einen strukturellen Leerstand von 9,9 % ihrer Wohnungen in Nordhausen. Damit hat sich die Leerstandsquote im Wohnungsbestand des Unternehmens seit Beginn des Stadtumbaus 2002 um drei Prozentpunkte verringert.
Autor: nnzInsgesamt geht es um 138 Wohnungen - in den Plattenbauten der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) in der Engelsburg 2 und 4, der Zorgestraße 7-10 und der Zorgestraße 11-13. In der Begründung zur Beschlussvorlage heißt es, die zum Abriss vorgesehenen Objekte stünden strukturell bedingt dauerhaft leer und beeinträchtigten den Unternehmenserfolg erheblich. Das Sanierungskonzept der SWG mbH Nordhausen sowie der Stadtentwicklungsplan Nordhausen 2010, Stadtumbau Wohnen, bestätigten die fehlenden Marktchancen dieser Objekte.
Der Abriss der 36 Wohnungen im 6-geschossigen Plattenbau an der Engelsburg stehe in direktem Zusammenhang mit der Modernisierung der Plattenbauten unmittelbar hinter dem Rathaus im Bereich Kornmarkt 1-4a, der Kranichstraße 24-27 und der Engelsburg 6-10. Mit dem Rückbau des Blockes solle zugleich dieses derzeit zu dicht bebaute Quartier aufgelockert werden.
Derzeit stünden im Engelsburg-Plattenbau bereits 18 Wohnungen leer. Die verbliebenen 18 Mieter seien vom vorgesehenen Abriss informiert. Ihnen würden Wohnungen aus dem Bestand der SWG mbH Nordhausen in räumlicher Nähe angeboten - vorrangig am Kornmarkt und in der Bahnhofstraße. Der Abbruch des Blockes sei aus technologischen Gründen bereits im ersten Halbjahr 2006 notwendig, denn parallel zum Abriss solle dieser innerstädtische Wohnstandort auch aufgewertet und nachhaltig als attraktiver Wohnstandort gesichert werden - durch Modernisierungen der verbleibenden 120 Wohnungen, durch den Einbau einer Anwohner-Tiefgarage, durch die Neugestaltung des Wohnumfeldes und durch Neubauten.
Mit den Neubauten sei geplant, zum einen die Lücke zwischen dem Stadthaus und dem Gebäude Kornmarkt 4 zu schließen. Zum anderen sollen am Gebäude Engelsburg 10 die bestehenden Wohnungen erweitert werden und am Nordgiebel der Engelsburg 10 durch einen Anbau die so genannte Raumkante städtebaulich abgerundet werden.
In der Zorgestraße 7-10 stehen bereits 46 Wohnungen leer, in der Zorgestraße 11-13 seien es 14. Die noch verbliebenen Mieter in diesen Objekten seien vom vorgesehenen Abriss unterrichtet. Ihnen werde durch die SWG Wohnungen aus dem eigenen Unternehmensbestand mit unterschiedlichen Standards angeboten, heißt es in der Beschlussvorlage.
Sollten sowohl der Stadtrat zustimmen als auch die Bewilligungsbehörde, das Landesverwaltungsamt Weimar, solle der Abriss der 6-geschossigen Plattenbauten mit insgesamt 102 Wohnungen voraussichtlich im 3. Quartal 2006 erfolgen, gemeinsam mit dem bereits beschlossenen Abriss der Zorgestraße 1-5. Anschließend solle an diesen Stellen eine Grünfläche entstehen. Eine spätere Wiederbebauung mit gewerblich geprägten Nutzungen werde angestrebt.
Die genannten Rückbaumaßnahmen stehen in Übereinstimmung mit dem Stadtentwicklungsplan Nordhausen 2010, Stadtumbau Wohnen. Mit dem Rückbau der o.a. Objekte hat der Stadtrat Nordhausen seit 2002 dem Abriss von insgesamt 1432 Wohnungen zugestimmt. Sollten die Stadträte zustimmen, wird die Verwaltung beauftragt, für die genannten Rückbaumaßnahmen die erforderlichen Bewilligungsanträge zu stellen zur Förderung aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost/ Rückbau" der Thüringer Städtebauförderung.
Mit Stand vom 31. August 2005 hatte die SWG mbH Nordhausen einen strukturellen Leerstand von 9,9 % ihrer Wohnungen in Nordhausen. Damit hat sich die Leerstandsquote im Wohnungsbestand des Unternehmens seit Beginn des Stadtumbaus 2002 um drei Prozentpunkte verringert.


