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Mo, 18:05 Uhr
30.01.2006

Mit Vollgas

Nordhausen (nnz). Wenn der Neue Vollgas gibt, dann leisten nicht nur 326 Pferde ihren Dienst, dann wird auch ordentlich Geld gespart. Einen Einblick in den neuen Sparbus, der nebenbei auch noch eine erfreuliche Umweltbilanz hat, boten heute die Stadtwerke.


Mit Vollgas (Foto: nnz) Mit Vollgas (Foto: nnz)

29,16 Euro statt 37,40 Euro, gerechnet auf 100 Kilometer, das ist schon eine erfreuliche Entlastung im Geldbeutel. Jeder kann mit einem Erdgasfahrzeug sparen, mit jedem gefahrene Kilometer sinkt der etwas höhere Anschaffungspreis. Aber kann die Technik auch im Stadtbus sinnvoll eingesetzt werden? Die Stadtwerke Nordhausen haben es ausprobiert und im November und Dezember einen Bus im Test gehabt. Der hat überzeugt, nun steht ein eigener Erdgasbus auf dem Betriebshof. Er soll in Zukunft im Stadtgebiet und im Regionalverkehr des Landkreises zum Einsatz kommen.

Jedes Jahr wechseln die Stadtwerke einen bis zwei Busse aus, um ihren Bestand von 40 Stück aktuell zu erhalten. In Zukunft sollen weitere mit der alternativen Antriebstechnik kommen. Sie sollen genau wie die herkömmlichen Dieselfahrzeuge 10 bis 12 Jahre genutzt werden.

Neben der geringeren Tankkosten bietet so ein Fahrzeug eine erfreuliche Umweltbilanz. Der Bus hält die Abgasnorm EURO 5 nicht nur ein, er übertrifft sie sogar. Der Rußpartikelausstoß ist achtmal geringer als bei einem Fahrzeug der EURO 3 Norm. 50 % weniger Kohlenmonoxid werden in die Luft geblasen. Für diesen lärm- und schadstoffarmen Antrieb gibt’s den blauen Umweltengel. Kein Wunder, daß diese Technologie noch bis 2020 besonders steuergünstig ist.

Behinderte können sich auf den neuen Bus freuen. Er verfügt über einen Niederflureinstieg mit klappbarer Rampe an der Mitteltür. Türgriffe, Haltestangen und Einstiegshilfen sind gemäß der EU Richtlinie 2001/85/EG zertifiziert und als besonders behindertengeeignet eingestuft. Einen Extraplatz für Rollstühle hat der Neue auch.

Der neue Citaro-Erdgasbus, Hersteller ist Mercedes-Benz, verfügt über 40 Sitzplätze und 41 Stehplätze. Heizung auf Erdgasbasis und eine Klimaanlage sind eingebaut. Gekostet hat er 303.340 Euro brutto. Das Land Thüringen gab 124.400 an Fördermitteln dazu. Partner des Busses ist die EVN. Betankt wird er an der Erdgastankstelle von ARAL an der Helmestraße. Diese gehört zu dem in Thüringen besonders dichten Netz an Tankstellen dieser Art. Alle 20 bis 25 Kilometer ist eine zu finden. Bei einer Reichweite von 450 km mit einer Tankfüllung von sechs Mal 185 Litern dürfte es keine Probleme geben. Die Tanks befinden sich auf dem Dach des Busses. Fahrgäste müssen sich um ihre Sicherheit keine Gedanken machen.
Autor: wf

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