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Mo, 18:01 Uhr
30.01.2006

Zurück in die Stadt

Nordhausen (nnz). Landflucht war gestern, jetzt kommen die Familien zurück in die Städte. Grund sind nicht nur höhere Benzinpreise und gestrichene Pendlerpauschalen. Wo könnten die Neu-Nordhäuser in Zukunft wohnen? Barbara Rinke hat Ideen.


Rund um Rathaus und Kornmarkt wird es bald schöner. Im Frühjahr stehen zwar erstmal die Handwerker in den Türen, aber danach finden sich mitten im Zentrum hochwertig modernisierte Wohnungen und ein schön gestalteter Innenhof. Eine Tiefgarage löst das Parkproblem. Auf den Neubau einer Bibliothek und öffentlicher Räume für Kultur und Empfänge, freut sich Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.

Wohnungen, Kultur und kleines Gewerbe würden die Stadtoberhäupter auch gern in der Bäckerstraße sehen. Noch ist das Gelände eine Brachfläche, ein Schandfleck. Einen Teil der Flächen hat Nordhausen erworben. Probleme gibt es jedoch wegen der kleinteiligen Gliederung und weil der ursprüngliche Eigentümer nicht mehr vollständig darüber verfügen kann. Was mit den unter der Wiese befindlichen Riesenkellern werden soll, wird derzeit überlegt. Natürlich hat Barbara Rinke schon einige Vorstellungen, aber ob sich diese umsetzen lassen ist nicht klar. Kann man auf die alten Gewölbe überhaupt ein Haus bauen, und das mit verträglichem finanziellen Einsatz? Wie soll das Areal gestaltet werden, traditionell oder doch eher modern? Diesen Fragen soll am 24. Februar mit der Stiftung Baukultur nachgegangen werden. Eins ist jedoch klar, Einkaufsmärkte sollen hier auf keine Fall entstehen.

Zurück in die Stadt (Foto: nnz) Zurück in die Stadt (Foto: nnz) In Sachen Einkaufszentrum Pferdemarkt ist man inzwischen einen Schritt weiter. Am Mittwoch werden sieben Investoren ihre Konzepte einer Kommission vorstellen. „Für uns ist es jetzt interessanter als vor zwei Jahren.“ Sagte die Oberbürgermeisterin dazu. Baudezernent Dietrich Beyse erklärte das Punktesystem für die Vorauswahl. Da wurde zuerst einmal positiv bewertet, wenn sich der Investor mit der Situation vor Ort vertraut gemacht und nicht bloß ein Konzept aus der Schreibtischschublade geholt hat. Aussagen zum Kaufpreis waren genauso wichtig wie Aussagen zur Nutzungsvielfalt und zur Erschließung. Wie können Fußgänger sicher ankommen? Wo entstehen Parkmöglichkeiten? Wie wird die Anlieferung erfolgen? Fragen zum Unternehmen selbst und zur Bonität sind wichtig. Am 05. April soll dem Stadtrat eine Lösung präsentiert werden. Das ist auch der Zeitpunkt für den Abrißbeginn. Das alte Polizeigebäude ist dann Geschichte.

Einen noch nicht so schnell zu verwirklichenden Plan präsentierte Dietrich Beyse mit den Ideen für das Naherholungsgebiet Bielener Kiesteiche. Nach einem Eigentümerwechsel sei die Situation positiver. Ein großzügiger Freizeitbereich könnte innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte entstehen. Ein Campingplatz ist geplant, eventuell sollen auch Wohnungen entstehen.

Noch ein Punkt, der für das Wohnen in der Stadt spricht, sind die Schulen in räumlicher Nähe. Nach den sanierten Objekten auf dem Petersberg ist jetzt die Käthe-Kollwitz-Schule dran. Fenster werden während der Unterrichtszeit eingebaut. Die Hauptarbeiten finden während der Sommerferien statt. Mit dem Start ins neue Schuljahr steht dann ein weiteres modernes Gebäude zur Verfügung.
Autor: wf

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