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Mi, 09:30 Uhr
06.07.2022
Gefragter Wandemarathon in drei Bundesländer

Bewegen und begegnen mit dem Blick zum Harz

Zum zweiten Male organisiert Pfarrer Jochen Lenz im Südharz einen Wandermarathon und schon heute zeichnet sich ab, dass seinem Wunsch nach "Bewegung und Begegnung" zahlreich entsprochen wird...

Organisator Jochen Lenz und Schirmherr Matthias Jendricke präsentieren die Devotionalien des Harzblick Wandermarathons 2022 (Foto: oas) Organisator Jochen Lenz und Schirmherr Matthias Jendricke präsentieren die Devotionalien des Harzblick Wandermarathons 2022 (Foto: oas)

Mehr als 600 Anmeldungen sind schon für das Ereignis am Samstag, dem 16. Juli vollzogen worden. Aus 120 Orten Deutschlands interessieren sich Wanderer für die drei Strecken um Ellrich und Ilfeld, die Hauptschauplätze des "Harzblick Wandermarathons“ sind. Jochen Lenz, Pfarrer in Ellrich, organisierte mit einem Team von ehrenamtlichen Helfern den „Wandertag“ und stieß mit seinem Vorhaben im Landratsamt auf offene Ohren und viel Zustimmung. Landrat Matthias Jendricke übernahm die Schirmherrschaft und lobte das Projekt als wichtigen und richtigen touristischen und sportlichen Ansatz für die Region und darüber hinaus.

„Bewegung und Begegnung“ heißt das Leitmotto. Die Veranstalter hoffen, die landschaftlichen Schönheiten des Südharzes erlebbar zu machen und die Menschen zu aktivieren. Schon am Freitagabend steigt in Ellrich auf dem Marktplatz eine Eröffnungsparty und dann gehen die Marathonwanderer wenige Stunden später, am Samstagmorgen um 7 Uhr, in Ellrich auf die 42 Kilometer lange Strecke. Für diesen eher leistungssportlichen Teil des Wandermarathons sind alle Startplätze bereits vergeben, 420 Wanderer und Läufer wollen an den Start gehen. Um 9 Uhr wird der Halbmarathon ins Wandern kommen, ebenfalls von Ellrich beginnend und nach 20 Kilometern über die Stationen Braunsteinhaus und Poppenbergturm in Ilfeld endend. Diese Starter wird Schirmherr Jendricke dann ins „Rennen schicken“, der auch am Zielort Ilfeld am Nachmittag erwartet wird.

Das große Feld der Familienwanderer absolviert eine reichlich fünf Kilometer lange Runde um Ilfeld herum (als geschätzte Wanderdauer werden zwei Stunden veranschlagt) und macht sich um 10.30 Uhr nach einem gemeinsamen Gottesdienst auf den Weg.

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An mehreren Stempelstellen können sich die Wanderer ihren Nachweis holen, aller sechs bis acht Kilometer sind Verpflegungsstellen für die offiziellen Teilnehmer eingerichtet und am Nachmittag treffen alle in Ilfeld auf dem Sportplatz ein, wo es ein große Abschlussfest geben wird. Wer sich jetzt noch spontan für die beiden großen Strecken entscheidet, der kann dies auf eigene Faust gerne tun, erläuterte Jochen Lenz. Er bittet alle Wanderer darum, beim Überqueren von Straßen Vorsicht walten zu lassen. An den großen Kreuzungen stehen helfende Posten aus dem Organisationsteam bereit.

Getragen wird die ganze Aktion von vielen freiwilligen Helfern. Von einzelnen engagierten Familien (wie bspw. den Heinrichs aus Ilfeld) reicht die Liste der dienstfertigen Geister vom Harzklubzweigverein, der Freiwilligen Feuerwehr und den beteiligten Kommunen bis hin zur Rettungswache in Ellrich. Alle wollen die Region „in Bewegung bringen“ und selbstverständlich sind es regionale Anbieter, die an diesem Wochenende für die Südharzer und ihre Gäste im Einsatz sind.

„Es soll der Spaß im Vordergrund stehen und nicht die sportliche Leistung“, betonte Jochen Lenz in der Pressekonferenz im Landratsamt. „Wir wollen einen familiären Charakter bewahren. Das ist es letzen Endes, was den Charme der Veranstaltung ausmacht.“ Als Spendenprojekt ist die Wiederaufforstung des Ellricher Stadtwaldes benannt, es wird Spendenboxen geben und von jedem entrichteten Startgeld werden zwei Euro abgeführt. Nebenher beschäftigen sich die Kindergärten des Südharzes mit den Thema Wald und fertigen kleine Kunstwerke an, die dann gezeigt werden sollen.

Jochen Lenz möchte den Wandermarathon gern aller zwei Jahre anbieten und das Landratsamt hofft, dass die Wegstrecke beim nächsten Mal dann schon über die Touristenattraktion „Hexenbesen“ in Rothesütte führen wird, wo im Herbst die Bauarbeiten beginnen werden, wie Jendricke verriet.

Weiterführende Informationen zu den Streckenverläufe, Startgeldern und anderem mehr sind auf der Website harzblick-wm.de einsehbar.
Olaf Schulze
Autor: osch

Kommentare
Romikon
06.07.2022, 10.05 Uhr
Finde ich gut, dass der Pfarrer so aktiv ist.Ich wüsste nur gern
wo der Sinn eines transsexuellen Gendersprache T shirts in der Kirche oder bei so einer Veranstaltung sein soll.Eine Mehrheit für eine unbedeutende Minderheit ? Oder treffen sich hier "Transsexuelle Menschen" zur Veranstaltung.
Rainer Rodekirchen
06.07.2022, 13.43 Uhr
Zur Kommentierung zum Bild:
Bei aller Wertschätzung für den Initiator und dessen sonstiges Wirken:
So rasch mutiert ein frisch beflocktes T-Shirt, offensichtlich noch frei von Blut, Schweiß und Tränen, zu einer „Devotionalie“? - Ist das nicht ein ziemlich tiefer Griff in die Klamottenkiste?
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Anm. d. Red.: Möglicherweise ein Anflug von Humor bei unserem Redakteur?
Kritiker2010
06.07.2022, 19.29 Uhr
Ein unschuldiges Sternchen trennt Sinn von Unsinn
Prinzipiell finde ich die Aktion sehr gut und sehe ebenso den darüber hinaus gehenden touristischen Wert für eine diesbezüglich abgehängte Region. Daher wünsche ich allen Teilnehmern viel Spaß und einen schönen Tag an der frischen Luft. Auf dass auch Petrus seinen Segen gebe ...

Jedoch empfinde ich immer ein wenig Fremdscham für Menschen, die dem Gender-Gaga zum Opfer gefallen sind. Wollen wir hoffen, dass durch solch einen, auf der Brust zur Schau gestellten Unsinn, die Gemeinschaft der Kirchenaustretenden oder Kichenaustreter*innen nicht noch schneller wächst.
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