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Fr, 17:48 Uhr
20.01.2006

Wie weiter mit der A 38?

Nordhausen (nnz). Wenn Jürgen Hohberg was organisiert, dann wird auch ans kleinste Detail gedacht. Was der Sollstedter Bürgermeister allerdings nicht vorhersehen konnte, das waren zwei Aussagen in der Festhalle des Ortes.


Bürgerversammlung war angesagt in Sollstedt. Da wurden die Gäste, die Verwaltung oder die Fraktionen im Gemeinderat platziert. 200 Stühle standen in der Festhalle, Schildchen im Präsidium. Jürgen Hohberg hatte sich Themen wie den künftigen Wohnungsbau, die Entwicklung an der A 38, die Thüringer Familienoffensive oder die Zukunft der Sollstedter Schule ausgesucht. Dazu wollte der Meister der Sollstedter Bürger kompetente Gesprächspartner nach Sollstedt „verpflichten“.

Zur Familienoffensive hatten aber Thüringer Regierungsvertreter reihenweise abgesagt, auch CDU-Landtagsabgeordnete waren Fehlanzeige, Absage auch aus der SPD-Fraktion. Also konnten die Fragen der Menschen, wie es im Sollstedter Kindergarten weitergehen soll nur weitergeleitet werden, nach Erfurt. Dort bleiben sie vermutlich liegen, wie viele Briefe zuvor.

Doch beim Stand der Bauarbeiten zur A 38 gab es klare Aussagen eines Ministeriumsvertreters. Vor Ende 2008 werde die Trasse im Abschnitt zwischen Bleicherode und Breitenworbis nicht fertig werden. Ende des ersten Quartals 2006 sollen die Bauarbeiten für den Höllbergtunnel ausgeschrieben werden, der Planfeststellungsbeschluß für den gesamten Abschnitt stehe vor der Ziellinie, meinte der Mann aus Erfurt. Die ersten Bagger werden sich in der zweiten Jahreshälfte in die Erde um Sollstedt fressen. Bauzeit zweieinhalb Jahre. Im April soll es eine weitere Bürgerinformation in Sollstedt in punkt Autobahn geben, dann sind hoffentlich auch die Fachleute vor Ort, die Hohberg für heute mit geladen hatte.

Die zweite klare Aussage brachte die erste Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Jutta Krauth (SPD), mit. Die Grundschule in Sollstedt wird nicht leergezogen. Bei laufendem Schulbetrieb soll das Gebäude über mehrere Jahre hinweg saniert werden. Für mehr reicht das Geld sowieso nicht.

Über 200 Sollstedter waren heute in ihrer Festhalle gekommen, sie alle waren und sind interessiert an der Entwicklung ihres Ortes. Das ist gut so, das ist vielleicht das, was man gelebte Demokratie nennt. Für Bürgermeister Hohberg ein Erfolg und die Gewissheit, dass er auf seine Sollstedter wahrlich stolz sein kann.
Autor: nnz

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