Mi, 15:48 Uhr
21.11.2001
Rettungsdienst künftig ohne JUH?
Nordhausen (nnz). Zu ihrer 7. Versammlung kamen heute die Mitglieder des Rettungsdienstzweckverbandes (RDZW) Nordhausen zusammen. Mehrere Beschlüsse wurden gefasst. Dabei spielte der Streit zwischen dem Verband und seinem Mitglied, der Johanniter Unfall Hilfe, eine nicht unwesentliche Rolle.
Noch einmal wurde in der heutigen Sitzung eine Ergänzung zum Ausschluß des Kreisverbandes der JUH gefasst. Dabei wurden weitere Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung der JUH offen gelegt. So habe die JUH eine Abrechnung von drei nicht vorhandenen Mitarbeitern des nichtärztlichen medizinischen Rettungsdienstpersonals gegenüber den Krankenkassen vorgenommen. Weiterhin sei ein viel zu teures Notarzteinsatzfahrzeug ohne Zustimmung des RDZW beschafft und nicht genehmigte Transportleistungen vorgenommen worden. Außerdem hätte es unqualifizierte Transportleistungen mit nicht ausgebildetem Personal gegeben.
Kritisiert und angeführt wurde zudem der unklare Verbleib von rund einer Million Mark an vereinnahmter Abschreibung für die Luftrettungsstation am Südharzkrankenhaus. Damit verbunden sei eine unrechtmäßige Abschreibung von Eigentum, das sich im Besitz des Landkreises befindet. Beanstandet wurde letztlich das gerichtliche Vorgehen gegen den Vollzug eines Beschlusses einer zurückliegenden Verbandsversammlung zur Teilnahme an der Ausschreibung der Besetzung der Luftrettungsstation. In diesem Zusammenhang sollen diese Fakten an die Rechtsaufsichtsbehörde weitergeleitet werden.
In einer Pressemitteilung des Verbandes wird festgestellt, dass die JUH-NDH bisher keinen dieser Vorwürfe entkräftet hat. Stattdessen versuchen die durch die JUH beauftragen Anwälte mit allen Mitteln, den Zweckverband zu diffamieren und den Ruf des Verbandsvorsitzenden zu schädigen.
Weiterhin wurden in der Verbandsversammlung die künftige Besetzung der Rettungsstandorte und die Struktur des Rettungsdienstes ab dem kommenden Jahr beschlossen. Es wird demzufolge drei Einsatzbereiche (Nord, Süd und des Notarzteinsatzfahrzeuges) geben. Letzteres wird weiterhin an der Rettungswache am Südharzkrankenhaus stationiert sein. Das Einsatzgebiet Nord wird der Rettungsdienst Ellrich übernehmen, für das südliche Revier ist das Nordhäuser DRK verantwortlich. Rettungswachen sind in Ellrich, Niedersachswerfen (beide Rettungsdienst Ellrich), am Nordhäuser Südharzkrankenhaus (Intensivverlegungsdienst Thüringen), in Sundhausen, Bleicherode und Sollstedt (DRK) vorgesehen.
Fakt ist mit diesem Beschluß, dass der Kreisverband der JUH nicht mehr im Rettungsdienst vorhanden ist. Sollten die neuen und alten Vorwürfe seitens der Rechtsaufsicht untermauert werden, müssten sich die Johanniter aus dem Rettungsdienst im Landkreis Nordhausen verabschieden. Sie könnten, theoretisch gesehen, noch Mitglied im Zweckverband bleiben, doch Leistungen dürften von der JUH nicht erbracht werden.
Autor: nnzNoch einmal wurde in der heutigen Sitzung eine Ergänzung zum Ausschluß des Kreisverbandes der JUH gefasst. Dabei wurden weitere Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung der JUH offen gelegt. So habe die JUH eine Abrechnung von drei nicht vorhandenen Mitarbeitern des nichtärztlichen medizinischen Rettungsdienstpersonals gegenüber den Krankenkassen vorgenommen. Weiterhin sei ein viel zu teures Notarzteinsatzfahrzeug ohne Zustimmung des RDZW beschafft und nicht genehmigte Transportleistungen vorgenommen worden. Außerdem hätte es unqualifizierte Transportleistungen mit nicht ausgebildetem Personal gegeben.
Kritisiert und angeführt wurde zudem der unklare Verbleib von rund einer Million Mark an vereinnahmter Abschreibung für die Luftrettungsstation am Südharzkrankenhaus. Damit verbunden sei eine unrechtmäßige Abschreibung von Eigentum, das sich im Besitz des Landkreises befindet. Beanstandet wurde letztlich das gerichtliche Vorgehen gegen den Vollzug eines Beschlusses einer zurückliegenden Verbandsversammlung zur Teilnahme an der Ausschreibung der Besetzung der Luftrettungsstation. In diesem Zusammenhang sollen diese Fakten an die Rechtsaufsichtsbehörde weitergeleitet werden.
In einer Pressemitteilung des Verbandes wird festgestellt, dass die JUH-NDH bisher keinen dieser Vorwürfe entkräftet hat. Stattdessen versuchen die durch die JUH beauftragen Anwälte mit allen Mitteln, den Zweckverband zu diffamieren und den Ruf des Verbandsvorsitzenden zu schädigen.
Weiterhin wurden in der Verbandsversammlung die künftige Besetzung der Rettungsstandorte und die Struktur des Rettungsdienstes ab dem kommenden Jahr beschlossen. Es wird demzufolge drei Einsatzbereiche (Nord, Süd und des Notarzteinsatzfahrzeuges) geben. Letzteres wird weiterhin an der Rettungswache am Südharzkrankenhaus stationiert sein. Das Einsatzgebiet Nord wird der Rettungsdienst Ellrich übernehmen, für das südliche Revier ist das Nordhäuser DRK verantwortlich. Rettungswachen sind in Ellrich, Niedersachswerfen (beide Rettungsdienst Ellrich), am Nordhäuser Südharzkrankenhaus (Intensivverlegungsdienst Thüringen), in Sundhausen, Bleicherode und Sollstedt (DRK) vorgesehen.
Fakt ist mit diesem Beschluß, dass der Kreisverband der JUH nicht mehr im Rettungsdienst vorhanden ist. Sollten die neuen und alten Vorwürfe seitens der Rechtsaufsicht untermauert werden, müssten sich die Johanniter aus dem Rettungsdienst im Landkreis Nordhausen verabschieden. Sie könnten, theoretisch gesehen, noch Mitglied im Zweckverband bleiben, doch Leistungen dürften von der JUH nicht erbracht werden.

