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Mi, 13:47 Uhr
25.05.2022
Wundmanagement am Südharz-Klinikum

Wie alles begann

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden und Wundheilungsstörungen hat in den vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung bekommen. Am Südharz-Klinikum blickt man jetzt auf die Anfänge des "Wundmanagements" zurück...

Ein entscheidender Grund hierfür ist die älter werdende Gesellschaft mit Multimorbidität und den bekannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Mellitus, Hypertonus und Gefäßerkrankungen. Um dem gerecht zu werden, entschloss sich das Südharz Klinikum Nordhausen im Jahr 2012 dazu, Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren. So machte ich, Mario Gießler, mit Kollegen aus dem Klinikum und der, ,Brücke“ 2008 in Ilfeld bei der Akademie für Wundversorgung, ,Gerhard Schröder“ meine Weiterbildung zum Wundexperte I.C.W.

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Die Fachgesellschaft "Initiative chronische Wunde" bietet aufeinander aufbauende Module zur Qualifikation. Nach Abschluss und erfolgreicher Prüfung haben wir gemeinsam die Versorgung von Patienten mit Wunden verbessert. Im neu gegründeten „Arbeitskreis Wunde“ wurden Versorgungsmöglichkeiten, Wunddokumentation, Dekubitusprophylaxe und viele andere Themen besprochen. 2010 begann ich die aufbauende Qualifikation zum „Pflegetherapeut Wunde I.C.W.“ in Hamburg. Nach erfolgreichem Abschluss 2011 entstand aus dem Arbeitskreis Wunde das Konzept des Dekubitus- und Wundmanagements am Südharz Klinikum.

Mario Gießler und Mona Eisenschmidt (Foto: Südharz-Klinikum) Mario Gießler und Mona Eisenschmidt (Foto: Südharz-Klinikum)


Am 04.12.2012 war es dann soweit: Das Wundmanagement begann seine Arbeit. Schnell wurde die Möglichkeit der Versorgungsempfehlung von den Kollegen im Haus angenommen. Die Überleitung aus der Klinik in den ambulanten Bereich wurde verbessert und eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten, Pflegeheimen und Sanitätshäusern aufgebaut. In enger Zusammenarbeit mit dem Home-Care-Bereich am MVZ Nordhausen wurde die Weiterbetreuung der Patienten und Überleitung organisiert. Ergänzt wurde die Tätigkeit zunehmend durch die Möglichkeit der ultraschall-assistierten Wundreinigung sowie dem Abschluss zum V.A.C. Spezialist Level 1 und 2 (Vakuumversiegelungstherapie) im Jahr 2014. Seit 2015 werden so auch das Wunddebridement mit Ultraschall und V.A.C.-Anlagen vom Wundmanagement übernommen. Durch die steigenden Patientenzahlen und zusätzlichen Aufgaben wurde das Wundmanagement von Frau Mona Eisenschmidt und Herrn Hannes Berger unterstützt. Beide waren stundenweise und als Urlaubsvertretung Bestandteil des Wundmanagements.

Seit 2019 wird das Wundmanagement in Vollzeit von Frau Mona Eisenschmidt unterstützt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem MVZ Nordhausen entstand die Idee einer Wundsprechstunde. Diese wurde gemeinsam mit dem Dermatologen des MVZ Nordhausen, Herrn Jörg Niemeyer, Anfang 2020 in die Tat umgesetzt und war von Anfang an sehr gut besucht. Viele niedergelassene Ärzte nutzen die Möglichkeit der Versorgung in der Wundsprechstunde. Selbst die Corona-Pandemie tat dem keinen Abbruch, im Gegenteil. Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre und freuen uns, das Wundmanagement am Südharz Klinikum Nordhausen weiter entwickeln zu können.
Autor: red

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