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Do, 11:24 Uhr
12.01.2006

Gut behauptet

Nordhausen (nnz). Die Kreissparkasse Nordhausen habe sich im vergangenen Jahr gut behauptet. Das sagte deren neuer Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla bei der heutigen Vorstellung der Geschäftszahlen 2005. Die nnz hörte aufmerksam zu.


Es war die erste Bilanzpressekonferenz mit Przybilla als Chef des Hauses. Seit dem 1. Januar 2006 ist der Mann der Vorsitzende des Vorstandes und löste damit Rudolf Mund ab. Der wird am Abend im Rahmen des Neujahrsempfangs offiziell verabschiedet.

Auch im vergangenen Jahr habe sich die Kreissparkasse als die Nummer 1 in der Region den Anforderungen des Marktes erfolgreich gestellt. Und dessen Umfeld war – entgegen den Prognosen - so rosig nun auch wieder nicht. Es waren vor allem die hohen Energiepreise, die der wirtschaftlichen Konjunktur, aber auch dem privaten Konsum ordentlich auf den Magen schlugen. Trotzdem konnte die Kreissparkasse ihre Bilanzsumme um 2,2 Prozent auf aktuell 931 Millionen Euro erhöhen.

Das Kreditgeschäft ist nach wie vor die tragende Säule der Geschäftstätigkeit des Hauses. Während sich der Bestand im Firmenkundenbereich reduzierte, konnte eine erfreuliche Steigerung bei Privatkunden sowie bei Kommunen verzeichnet werden. Im privaten Bereich war das möglich, da durch die Umstrukturierung bei der Kreditbearbeitung eine Zusage bereits nach 20 Minuten gegeben und das Geld ausgezahlt werden kann.

Im Anlagebereich bewegen sich die Kunden der Kreissparkasse immer noch auf der sicheren Seite, risikobehaftete Papiere werden gemieden, obwohl das Jahr 2005 aus Sicht deutscher Aktion äußerst erfolgreich war. Eigene Anlage- und Sparprodukte der Kreissparkasse waren der Renner schlechthin. Teilweise wurden bei den Produkten zweistellige Zuwachsraten registriert. Und trotzdem: Die Ersparnisbildung blieb hinter den Erwartungen von vor zwölf Monaten deutlich zurück. Ein Grund wird hierfür in den immer weiter zurückgehenden Einwohnerzahlen im Landkreis gesehen.

Gemischt ging es im Vorjahr auch in der Versicherungssparte zu: Lebens- und Rentenversicherungen nach unten, Sachversicherungen nach oben. Einen Spitzenwert verzeichneten die Nordhäuser Banker bei Bausparverträgen. Bei der Anzahl der Konten gab es im Vergleich zu 2004 kaum Veränderungen. Ende 2005 wurden 54.500 Girokonten, 69.800 Sparkonten, 8.800 Depotkonten und 10.500 Kreditkonten gezählt.

Das flächendeckende Netz mit Filialen, Geldautomaten oder Kontoauszugsdruckern wird beibehalten, auch der Personalbestand soll stabil bleiben. Derzeit stehen 287 Frauen und Männer in „Lohn und Brot“ am Kornmarkt, darunter 20 Azubis.

Konnte im vergangenen Jahr der Umbau der Bleicheröder Filiale abgeschlossen werden, so ist in diesem Jahr die Hauptstelle mit der Neueröffnung dran. Auch in diesem Jahr wird mit den Planungen für einen Umbau der Zweigstelle in Nordhausen-Nord begonnen. Dann sollen alle KSK-Filialen und Zweigstellen dem Konzept der „Sparkasse 2010“ entsprechen.

Über die Ausschüttung von Gewinnen und die Einrichtung einer Stiftung hatte die nnz bereits im vergangenen Jahr ausführlich berichtet, auch über den personellen Wechsel. Heute Abend wird Rudolf Mund verabschiedet. Er hat die Kreissparkasse Nordhausen maßgeblich geprägt, mit ihm geht deshalb auch eine Ära zu Ende. Doch das – mal ehrlich gesagt – muß nicht mit einem negativen Touch besetzt sein.
Autor: nnz

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