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Di, 11:39 Uhr
10.01.2006

Viermal die rote Karte

Nordhausen (nnz). In Deutschland bereitet man sich intensiv auf die Fußball-Weltmeisterschaft vor. Es sind noch 150 Tage bis zum Auftaktspiel. Doch die Stadien sollen nicht fit sein. Einzelheiten zur Dokumentation der Stiftung Warentest schon heute in Ihrer nnz.


Im Falle einer Panik können die baulichen Mängel einiger WM-Stadien verheerende Folgen haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung der Sicherheit in den 12 deutschen Fußball-WM-Stadien, die in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht ist. Dem Olympia-Stadion in Berlin, der Veltins-Arena in Gelsenkichen und dem Zentralstadion in Leipzig bescheinigen die Tester „erhebliche Mängel“, sollte eine Panik ausbrechen. Die Bewegungsrichtung ist in diesem Fall eindeutig: Die Masse strömt nach vorn in Richtung Spielfeld. Wenn diese Fluchtmöglichkeit versperrt ist, wie bei den Stadien vorgefunden, kann das zur tödlichen Falle werden. Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern zeigte „erhebliche Mängel“ u.a. bei der Vermeidung von Bewaffnung und beim Brandschutz.

„Deutliche Mängel“ fanden die Tester bei den Stadien in Hamburg, Frankfurt/Main, Dortmund und Stuttgart. Hier kritisieren sie z.B. mangelnde Fluchtmöglichkeiten, Stolpergefahren, unregelmäßige Treppenstufen und unzureichenden Brandschutz. Der Grundsatz der Fifa-Sicherheitsrichtlinien, wonach die Stadien „in baulicher und technischer Hinsicht dem neuesten Stand der Sicherheitserfordernisse entsprechen müssen“, wird derzeit in einigen Stadien längst nicht erfüllt.

Dass es baulich möglich ist, die Staudruck-Risiken zu reduzieren, zeigen die Stadien in Hannover, Nürnberg und Köln, die ausreichende Fluchtmöglichkeiten bieten. Wie diesen Stadien bescheinigten die Tester auch der Allianz-Arena in München nur „geringe Mängel“ und vergaben überwiegend gute Noten.
Autor: nnz

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