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Di, 17:25 Uhr
17.05.2022
Loh-Orchester am Wochenende in Sondershausen und Nordhausen

Letztes Sinfoniekonzert der Spielzeit

Zum 6. Sinfoniekonzert der laufenden Spielzeit bittet am Wochenende das Loh-Orchester Sondershausen munter der Leitung von Tomo Keller, der in dieser Saison Artist in Resonance ist. Werke von Johannes Brahms und Robert Schumann werden erklingen …

Der Pianist Herbert Schuch tritt als Solist auf (Foto: TNLOS) Der Pianist Herbert Schuch tritt als Solist auf (Foto: TNLOS)

 
Das 6. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen, das letzte Sinfoniekonzert in dieser Saison, erklingt unter dem Motto »Zwei Herzen – eine Seele« am 21. Mai im Haus der Kunst Sondershausen und am 22. Mai im Großen Haus des Theaters Nordhausen. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Auf dem Programm stehen das 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83 von Johannes Brahms und die 2. Sinfonie C-Dur op. 61 von Robert Schumann.
 
Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen von Tomo Keller, der in dieser Saison Artist in Resonance beim Loh-Orchester Sondershausen ist. Tomo Keller ist ein international gefragter Solist, musikalischer Leiter und Konzertmeister. Seit 2016 ist Tomo Keller Leiter und Konzertmeister der berühmten Academy of St Martin in the Fields. Als Artist in Resonance des Loh-Orchesters Sondershausen begeisterte Tomo Keller sowohl Musikerinnen und Musiker als auch das Publikum im 1. Sinfoniekonzert und im 3. Schlosskonzert. Am 1. Juni ist er noch einmal im 4. Loh-Konzert »Klassische Leichtigkeit« zu erleben.

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Entgegen früherer Ankündigungen wird Herbert Schuch den pianistischen Solo-Part im Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 von Johannes Brahms übernehmen. Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb, den London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien.
 
Erst vierundzwanzig Jahre nach seinem 1. Klavierkonzert skizzierte Brahms sein zweites. Brahms’ Freund, der berühmte Wiener Chirurg Theodor Billroth – ein vorzüglicher Pianist – schrieb, als er erste Aufzeichnungen sah: »… da haben wir es nun endlich, das lang erwünschte zweite Klavierkonzert! Welch ein herrliches Stück, wie mühelos hinfließend … so musikalische Musik!«
Bei der Uraufführung seines 2. Klavierkonzertes am 9. November 1881 in Pest übernahm Brahms höchstselbst den Solopart. Auch, wenn das Konzert lang ist, das längste Konzert, das Brahms geschrieben hat, ist es kurzweilig, weil packend und vielseitig von lyrischer Melancholie bis hin zu gelassener Heiterkeit und emotional sehr bewegend.

Robert Schumann war der Mentor von Johannes Brahms. Die Beziehung der beiden Komponisten war sehr eng und nicht ganz konfliktfrei. Johannes Brahms, Clara Schumann und Robert Schumann steckten in einer Art Dreierbeziehung. Die Beziehung von Clara Schumann zu Johannes Brahms hat die Fantasie immer wieder angeregt ist und bleibt jedoch Spekulation.
Fest steht, dass der 14 Jahre jüngere Brahms, als er sich den Schumanns 1853 in Düsseldorf vorstellte, sofort von Clara fasziniert war. Es entwickelte sich eine innige Freundschaft, die über Robert Schumanns Krankheit und seinen Tod 1856 hinaus bis zu Claras eigenem Tod 1896 anhielt.

Obwohl Robert Schumann seine 2. Sinfonie im Zustand eines beginnendes Nervenleidens schrieb, ist sie  eine Lebensbejahung. Erst spät fand Schumanns Zweite ihren Weg in die Herzen des Publikums, dann aber umso nachdrücklicher. Sie bewegt sicher auch das Sondershäuser und Nordhäuser Publikum mit einem der klangschönsten langsamen Sätze der Konzertliteratur.

6. SINFONIEKONZERT »ZWEI HERZEN – EINE SEELE«
 
Johannes Brahms (1833–1897)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
 
Robert Schumann (1810–1856)
2. Sinfonie C-Dur op. 61
 
Klavier Herbert Schuch
Musikalische Leitung Tomo Keller
 
Loh-Orchester Sondershausen

Samstag, 21. Mai, Haus der Kunst, Sondershausen, 18 Uhr
Sonntag, 22. Mai, Theater Nordhausen,
Großes Haus, 18 Uhr
Autor: red

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