Mo, 13:46 Uhr
09.01.2006
Noch mal nachgeholt
Nordhausen (nnz). In Nordhausen finden derzeit die Heinrich-Böll-Tage statt. Dabei sollte auch der Film Die verlorene Ehe der Katharina Blum gezeigt werden. Doch die Technik spielte nicht mit.
Am Donnerstag (12.1), um 18:30 Uhr, wird im Bürgersaal des Neuen Rathauses die Filmvorführung Die verlorene Ehre der Katharina Blum wiederholt. Das kündigte jetzt das städtische Kulturamt an. Der Film sollte bereits am Samstag im Rahmen der Heinrich-Böll-Tage gezeigt werden, doch musste die Vorführung wegen defekter Technik abgebrochen werden.
Volker Schlöndorffs Film, entstanden nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll, ist zu einem der bekanntesten Werke des neuen deutschen Films der 70er Jahre geworden. Es ist die Geschichte der jungen Katharina Blum, die durch eine kurze Bekanntschaft mit einem angeblichen Anarchisten zum wehrlosen Opfer von Polizei, Justiz und nicht zuletzt der Sensationspresse wird. Wie ein Tier in die Enge getrieben, greift das Opfer schließlich zur Waffe…
Der spannend und routiniert inszenierte Film – wie auch Bölls Vorlage - bezieht sich sehr deutlich auf die immer noch viel diskutierten Streitfragen im Zusammenhang der Terrorismusdebatte der 70er Jahren in der Bundesrepublik. Das Gefühl der Machtlosigkeit eines Einzelnen gegenüber einer hysterisch angeheizten öffentlichen Meinung lässt den Film als spannendes Stück Zeitgeschichte auch heute noch phasenweise so brisant erscheinen. Der Eintritt ist frei.
Autor: nnzAm Donnerstag (12.1), um 18:30 Uhr, wird im Bürgersaal des Neuen Rathauses die Filmvorführung Die verlorene Ehre der Katharina Blum wiederholt. Das kündigte jetzt das städtische Kulturamt an. Der Film sollte bereits am Samstag im Rahmen der Heinrich-Böll-Tage gezeigt werden, doch musste die Vorführung wegen defekter Technik abgebrochen werden.
Volker Schlöndorffs Film, entstanden nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll, ist zu einem der bekanntesten Werke des neuen deutschen Films der 70er Jahre geworden. Es ist die Geschichte der jungen Katharina Blum, die durch eine kurze Bekanntschaft mit einem angeblichen Anarchisten zum wehrlosen Opfer von Polizei, Justiz und nicht zuletzt der Sensationspresse wird. Wie ein Tier in die Enge getrieben, greift das Opfer schließlich zur Waffe…
Der spannend und routiniert inszenierte Film – wie auch Bölls Vorlage - bezieht sich sehr deutlich auf die immer noch viel diskutierten Streitfragen im Zusammenhang der Terrorismusdebatte der 70er Jahren in der Bundesrepublik. Das Gefühl der Machtlosigkeit eines Einzelnen gegenüber einer hysterisch angeheizten öffentlichen Meinung lässt den Film als spannendes Stück Zeitgeschichte auch heute noch phasenweise so brisant erscheinen. Der Eintritt ist frei.

