Do, 18:43 Uhr
05.01.2006
Bilanz gezogen
Nordhausen (nnz). Der 1. Dezember wird seit vielen Jahren als Welt-Aids-Tag begangen. Der Fachbereich Gesundheit im Landratsamt Nordhausen hatte 2005 gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, Pflegeheimen und Vereinen anlässlich dieses Tages zahlreiche Veranstaltungen im Landkreis durchgeführt. Nun hat das Gesundheitsamt Bilanz gezogen...
Unter dem Motto Gemeinsam gegen Aids. – Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst und andere hatte das Amt Ende November letzten Jahres mehrere Gesprächsrunden organisiert. Im Mittelpunkt des Geschehens stand dabei ein junger Mann, der seit 1993 HIV-positiv ist und seither in künstlerischer Weise, vornehmlich in Gedichten und Texten, Fotografien und Zeichnungen, seinen Lebensweg skizziert. Weit über 360 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulen nahmen an diesen Gesprächskreisen teil. So erfuhren sie, wie der an Aids erkrankte Mike-Roy Wagner sein Schicksal angenommen hat und nun seine Aufgabe darin sieht, insbesondere junge Leute vor einem leichtfertigen Umgang mit der Sexualität und deren mögliche schlimme Folgen in künstlerischer Form zu warnen.
Mit Infoständen waren die Staatlichen Regelschulen Petersberg Nordhausen, Heringen, Sollstedt und Wipperdorf, die Staatlichen Gymnasien Humboldt, Herder und Schiller, die Staatlichen Berufsbildenden Schulen II und Gesundheit/Soziales und Wirtschaft sowie die pro vita Akademie Nordhausen vertreten. Zudem initiierten sie eine Spendenaktion. Der Erlös in Höhe von 880 Euro wurde dem Verein Aids-Hilfe Unstrut-Hainich e.V. übergeben. Die Mitglieder dieses Vereins kümmern sich nämlich auch um die Betroffenen im Landkreis Nordhausen.
Das Gesundheitsamt dankt zugleich allen fleißigen Helfern und Spendern, die mit ihrem Beitrag den Betroffenen ein Stück Lebenshilfe und Lebensqualität gegeben haben und dies auch künftig tun wollen.
Zudem macht das Amt abermals darauf aufmerksam, dass Aids trotz intensiver Forschungen noch immer eine unheilbare Krankheit darstellt. Die angebotenen Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit bislang lediglich hinauszögern. Der Aids-Erreger entwickelt nämlich über kurz oder lang eine Unempfindlichkeit im Körper des HIV-positiven Virusträgers gegenüber dem Medikament. Wer sich mit HIV-Viren angesteckt hat, kann lediglich auf eine vorübergehende erfolgreiche Behandlung hoffen. Eine Gesundung für immer gibt es nicht.
Deshalb rät das Gesundheitsamt eindringlich zu Safer Sex als unverzichtbare Schutzmaßnahme, denn etwa 80 Prozent aller Betroffenen haben sich durch sexuelle Kontakte angesteckt. Und die aktuellen Zahlen bei Neuansteckungen sprechen eine deutliche Sprache. Weitere Infos: Oda Duderstadt Telefon 03631/911186.
Autor: nnzUnter dem Motto Gemeinsam gegen Aids. – Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst und andere hatte das Amt Ende November letzten Jahres mehrere Gesprächsrunden organisiert. Im Mittelpunkt des Geschehens stand dabei ein junger Mann, der seit 1993 HIV-positiv ist und seither in künstlerischer Weise, vornehmlich in Gedichten und Texten, Fotografien und Zeichnungen, seinen Lebensweg skizziert. Weit über 360 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulen nahmen an diesen Gesprächskreisen teil. So erfuhren sie, wie der an Aids erkrankte Mike-Roy Wagner sein Schicksal angenommen hat und nun seine Aufgabe darin sieht, insbesondere junge Leute vor einem leichtfertigen Umgang mit der Sexualität und deren mögliche schlimme Folgen in künstlerischer Form zu warnen.
Mit Infoständen waren die Staatlichen Regelschulen Petersberg Nordhausen, Heringen, Sollstedt und Wipperdorf, die Staatlichen Gymnasien Humboldt, Herder und Schiller, die Staatlichen Berufsbildenden Schulen II und Gesundheit/Soziales und Wirtschaft sowie die pro vita Akademie Nordhausen vertreten. Zudem initiierten sie eine Spendenaktion. Der Erlös in Höhe von 880 Euro wurde dem Verein Aids-Hilfe Unstrut-Hainich e.V. übergeben. Die Mitglieder dieses Vereins kümmern sich nämlich auch um die Betroffenen im Landkreis Nordhausen.
Das Gesundheitsamt dankt zugleich allen fleißigen Helfern und Spendern, die mit ihrem Beitrag den Betroffenen ein Stück Lebenshilfe und Lebensqualität gegeben haben und dies auch künftig tun wollen.
Zudem macht das Amt abermals darauf aufmerksam, dass Aids trotz intensiver Forschungen noch immer eine unheilbare Krankheit darstellt. Die angebotenen Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit bislang lediglich hinauszögern. Der Aids-Erreger entwickelt nämlich über kurz oder lang eine Unempfindlichkeit im Körper des HIV-positiven Virusträgers gegenüber dem Medikament. Wer sich mit HIV-Viren angesteckt hat, kann lediglich auf eine vorübergehende erfolgreiche Behandlung hoffen. Eine Gesundung für immer gibt es nicht.
Deshalb rät das Gesundheitsamt eindringlich zu Safer Sex als unverzichtbare Schutzmaßnahme, denn etwa 80 Prozent aller Betroffenen haben sich durch sexuelle Kontakte angesteckt. Und die aktuellen Zahlen bei Neuansteckungen sprechen eine deutliche Sprache. Weitere Infos: Oda Duderstadt Telefon 03631/911186.

