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So, 07:30 Uhr
08.05.2022
Thüringer HC besiegt den BSV Sachsen Zwickau

Ungefährdeter Sieg im Ostderby

Der Thüringer HC knüpft mit dem 37:28 (20:11)-Heimsieg gegen den BSV Sachsen Zwickau an die Erfolgskurve der letzten Spiele an. Beide Teams zeigten das erwartet kampfbetonte Spiel, bei dem der THC seiner Favoritenrolle letztendlich gerecht wurde...

Die Gäste kämpften mit allen Mitteln gegen die Niederlage und ärgerten die Abwehr mit der zweiten Kreisläuferin im Spiel mit der siebten Feldspielerin. Eine mit kühlem Kopf agierende Kerstin Kündig, die selbst erfolgreich Tore sammelte und ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzte, machte am Ende den entscheidenden Unterschied. Mit neun Toren war Kerstin Kündig die erfolgreichste Werferin des THC, gefolgt von Asli Iski mit acht. Für den BSV waren Diana Dögg Magnusdottir und Ema Hrvatin mit je sieben Treffern die besten Torschützinnen.

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Gleich im ersten Angriff tankte sich Kerstin Kündig durch die Abwehr der Gäste und brachte ihre Mannschaft in Führung. Das sollte gleich zu Beginn als Achtungszeichen verstanden werden, Druck aufbauen, Tempo hochhalten und die Angriffe früh stören. Zwickau zeigte sich erst einmal unbeeindruckt, so fiel nach dem Anschlusstreffer auch gleich der Ausgleich zum 2:2 in der 4. Minute. Kerstin Kündig zeigte schon in der Anfangsphase ihre Qualitäten, von den vier Treffern in den ersten fünf Minuten gingen drei auf ihr Konto. Per Strafwurf erhöhte Asli Iskit in der 8. Minute zum 6:3. Das Unterzahlspiel, Kerstin Kündig musste von der Bank zusehen, überstand der THC schadlos. Norman Rentsch zog bereits in der 9. Minute die erste grüne Karte und beorderte seine Mannschaft an die Seitenlinie. Die ersten zehn Minuten liefen für den THC nach Plan - 8:3. Die fünf Tore Vorsprung ließen keine Zweifel daran, dass der THC die Punkte holen wollte. Der BSV versuchte zu oft mit der Brechstange den Torerfolg zu erzwingen, dadurch kam es zu vielen kleinen, aber entscheidenden Fehlern, die der THC gut verwertete. Zu Beginn der 13. Minute legte Norman Rentsch schon das zweite Mal die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts.

Der THC hielt das Tempo hoch und bemühte sich um das schnelle Umschaltspiel. Mit Erfolg, wie der Spielstand von 11:4 nach einer Viertelstunde zeigte. Pia Adams netzte zum 14:8 für den BSV ein, es war ihr vierter Treffer. Herbert Müller, der vor der Spielerin gewarnt hatte und ihren Aktionsraum einschränken wollte, nahm sein Team Timeout. Im Zwickauer Tor erfolgte der Wechsel. Mit Ela Szott stand nun eine ehemalige Nachwuchstorhüterin des THC zwischen den Pfosten der Sächsinnen und parierte direkt gegen Annika Meyer. Der BSV agierte mit dem Empty Goal und erzeugte durch die zusätzliche Feldspielerin eine Überzahl im Angriff. In der 27. Minute ergriff Asli Iskit von der Strafwurflinie die Chance, den Thüringer HC erstmals mit zehn Toren in Führung zu bringen - 19:9. Fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff netzte Kerstin Kündig per Siebenmeter zum 20:11-Halbzeitstand ein.

Schon zu Beginn der ersten Halbzeit musste Anika Niederwieser verletzt vom Feld. Bei einer Abwehraktion hatte sie sich einen Finger ausgekugelt und musste behandelt werden. Der THC musste ohne seine Abwehrchefin weiterspielen. Zwickau startete mit doppelter Unterzahl, nachdem Diana Dögg Magnusdottir auf der Bank Platz nehmen durfte. Nach 37. Minuten lag der THC mit 22:15 vorn. Die Abwehr des THC wirkte in dieser Phase nicht mehr so stabil wie in der ersten Spielhälfte. Das Spiel des BSV Sachsen Zwickau mit der zweiten Kreisspielerin zahlte sich aus. In der 42. Minute das letzte Team Timeout der Gäste, Norman Rentsch gab die Linie für den weiteren Spielverlauf vor. Knapp eine Minute später war der ehemals Zehntorevorsprung auf fünf geschmolzen. Herbert Müller rief sichtlich unzufrieden zur Auszeit.

Die schön herausgespielten Tore im Zusammenspiel von Kerstin Kündig und Annika Meyer reichten nicht aus, um den BSV zu stoppen. Mitte der zweiten Halbzeit lag der THC mit 27:21 vorn und die Gäste gaben alles, um sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Zwickau würde das Spiel nicht mehr kippen können, aber den THC weiter unter Druck zu setzen, war allemal drin. In die letzten zehn Minuten ging der THC mit einer 30:24-Führung. Mit zwei Kreisspielerinnen im Angriff der Sächsinnen hatte der THC seine Probleme. Kerstin Kündig behielt klaren Kopf und setzte Yuki Tanabe wiederholt mit einem sehenswerten Anspiel in Szene - 32:25. Das war wie ein Weckruf für die Mannschaft, die sich wieder etwas deutlicher absetzen konnte. Noch knapp sechs Minuten standen auf der Anzeigetafel, als Asli Iskit den nächsten Strafwurf erfolgreich im Tor des BSV zum 33:25 versenkte. Zwickau versuchten bis zur letzten Minute mit einer sehr aggressiven Abwehr die Angriffe des THC zu stören. Mit einem 37:28 gewann der THC das Ostderby gegen den BSV Sachsen Zwickau.

Thüringer HC: Laura Kuske, Irma Elisabet Schjött 1; Michelle Breitbarth, Annika Meyer 6, Yuki Tanabe 3, Asli Iskit 8/5, Anika Niederwieser, Lamprini Tsakalou 1, Kerstin Kündig 9/3, Johanna Reichert 6, Jennifer Rode 2, Miranda Schmidt-Robben 1.

BSV Sachsen Zwickau: Nele Kurzke, Ela Szott; Chantal Wick, Anna-Lena Hausherr 1/1, Isa-Sophia Rösike, Diana Dögg Magnusdottir 7, Pia Adam 5, Carlotta Fege, Petra Nagy 1, Simona Stojkovska 2, Jenny Choinowski 1, Alisa Pester 1, Ema Hrvatin 7, Anna Frankova 3, Rebeka Ertl.
Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann
Autor: red

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