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Mo, 20:29 Uhr
02.05.2022
BUND informiert:

Atomares Endlager- Eine strahlende Zukunft?

Der BUND Kreisverband Nordhausen informiert in Zusammenarbeit mit dem BUND Bundesverband Ende Mai in Nordhausen über den aktuellen Stand des Auswahlverfahrens für ein atomares Endlager in Deutschland...

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Seit im Jahre 2020 die geeigneten Teilgebiete für ein mögliches atomares Endlager veröffentlicht wurden ist klar: Thüringen ist mit vier Teilgebieten am Auswahlverfahren beteiligt. Zwei davon liegen direkt vor unserer Haustür in Nordthüringen.
Der BUND möchte am Dienstag, den 24. Mai um 18 Uhr
im Ratssaal im Bürgerhaus Nordhausen einen Einblick in den Stand des laufenden Verfahrens geben sowie eine Einordnung aus geologischer Sicht vornehmen.

Jan Warode ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Atompolitik im BUND Bundesverband. Er erklärt das Auswahlverfahren und wirft ein kritisches Licht auf den akuellen Stand.

Dr. Michael Mehnert ist der Geologie- Experte des BUND. Er betreibt auf der Seite endlagerdialog.de fachliche Aufklärung rund um das Thema Atommüll.
Er wird Einblicke in die geologischen Hintergründe des Auswahlverfahrens geben.


Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
02.05.2022, 21:23 Uhr
Der Westen
Der Westen soll seine strahlende Zukunft bei sich im Boden vergraben.
Gerade Bayern hat sich gerne mit Atomkraftwerken geschmückt.
Wenn es aber um die Endlagerung der gelben Fässer geht, dann ist man taub auf beiden Ohren.
Jetzt am liebsten den ganzen strahlenden Dreck in Thüringen entsorgen.
Ich glaube ich spinne?!
Behaltet Euren Mist!
Aber Windkraftwerke wollen die Bayern auch nicht.
Die Dinger können ja ruhig wo anders stehen.
Hauptsache der Strom kommt in München an.
Herr Taft
03.05.2022, 08:41 Uhr
Ost oder West...
Mit der Suche nach dem Endlager ist die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH) beauftragt. Alleiniger Gesellschafter der GmbH ist der Bund. Die Gesellschaft sucht bundesweit mögliche Lagerstätten - das hat mit Ost und West nicht viel zu tun.

Nachdem ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle bei Salzgitter gefunden wurde, sucht man nun nach einem Endlager für das richtig gefährliche Zeug. Das Standortauswahlgesetz schreibt vor, dass es ein Standort sein muss, der "die bestmögliche Sicherheit für eine Million Jahre gewährleistet." Die Geologen suchen also einen Standort, dessen geologische Beschaffenheit so ist, dass 1. keine Strahlung austritt und bei dem es 2. mit großer Wahrscheinlichkeit auch für 1 Mio. Jahre so bleibt. Ich bin kein Geologe und kann nicht einschätzen, ob das möglich ist und wenn, wie man das tut... Aber Respekt vor den hellen Köpfen, die sich damit beschäftigen.
Herr Taft
03.05.2022, 08:55 Uhr
Ergänzung
Zum Thema Windkraft in Bayern (Vorkommentar). Ja, die 10H-Regel ist absoluter Quatsch, aber zur Ehrenrettung muss man sagen, dass der Wind in Bayern und BW (außer Schwarzwald) nun mal am schwächsten bläst. (vgl. Heimat und Welt, Westermann-Verlag ISBN 978-3-14-100269-0)

Richtig ist, dass Bayern einen großen Atomstromanteil hat (hatte). Wenn es jedoch bei der Endlagerung nach dem Verursacherprinzip ginge, wo wollte man dann die Grenze ziehen? Beim Bundesland? Beim Landkreis? Die EU regelt das und sagt, dass jeder Staat selbst für seinen Atommüll verantwortlich ist.
diskobolos
03.05.2022, 10:57 Uhr
Bevor man über die Weiternutzung der Kernkraft nachdenkt,
muss die Frage nach einem Endlager gelöst sein. 1 Mio Jahre halte ich für übertrieben. Wenn die Menschheit so weitermacht, kann in 100 Jahren sowieso niemand mehr hier leben.
Psychoanalytiker
03.05.2022, 11:01 Uhr
Herr Gösebrecht ...
... sind Sie Mitglied im beauftragten Suchtrupp für ein Endlager, oder woher wissen Sie, dass die Atommüll-Fässer GELB sind?

Die letzten Fässer, die ich im Fernsehen gezeigt bekam, waren in einem ROSTigen BRAUN gehalten und lagen achtlos hingeschmissen auf dem Boden irgend eines Bergwerks.
Oder haben Sie den gleichen Filmbericht auf einem riesengroßen Fernseher gesehen und an Hand des kleinen gelben Punktes auf einem der Fässer geschlossen, dass die mal gelb waren?

Wenn ich hier lese, dass der Atommüll "1 Mio. Jahre" eingelagert werden muss, so mag das durchaus richtig sein. Aber kann sich noch irgendwer an die alte Litfaßsäule in der Sangerhäuser Straße erinnern? Als diese beseitigt wurde, gab es ein "Weltwunder" in Nordhausen. Unter dieser Litfaßsäule befand sich ein Brunnen, und keiner wusste mehr davon. Die Litfaßsäule wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden, und keiner wusste mehr von dem Brunnen.

Ich stelle mir gerade vor, dass "in 1 Mio. Jahren" Archäologen in irgendwelchen Höhlen buddeln und hocherfreut "GELBE FÄSSER" finden ...
Bodo Bagger
04.05.2022, 07:49 Uhr
fehlendes Endlager....
ein kleiner Blick nach Finnland reicht um zu sehen, dass ein (HLW) Endlager für vergleichsweise schlanke 5E9€ gebaut werden kann und zwar mit einem Konzept, was entgegen dem im Deutschland favorisierten Verfahren der Verglasung in Borsilikat nach vorheriger chemischer Konditionierung, die direkte Endlagerung mit der Möglichkeit der uneingeschränkten Rückholbarkeit anwendet, da im sogenannten "Atommüll" noch ca. 94Prozent Enerergiegehalt stecken, die derzeit nicht genutz werden, jedoch eine wertvolle Energiereserve darstellen.
Also alles im allen wohl ein eher typisch deutsches, bürokratisch, politisches Problem als ein technisches Problem.

By the way, für die gelben Fässer und deren Inhalt gibt es bereits ein, im Aufbau befindliches Endlager (MLW) in Deutschland... Schacht Konrad I, welches diesesmal hoffentlich verantwortungsvoller betrieben wird, als die ebenfalls rein staatlich verwaltete Asse oder Morsleben.

Und bevor jetzt wieder der Verweis auf die Asse kommt... Nur 20Prozent des Volumens, des dort eingelagerten, radioaktiven Inventars stammen überhaupt aus Leistungsreaktoren. Der Großteil (50Prozent) stammt aus der, vom Staat betriebenen Forschung, 20Prozent aus medizinischen und technischen Anwendungen. Schaut man sich die Prozentsätze im Hinblick auf deren Aktivität an, sind sogar nur 4Prozent auf Kernkraftwerke zurückzuführen, während 60Prozent zu Lasten medizinischer und technischer Anwendungen gehen (medizinische Isotopenproduktion, Herstellung von Radioisotopen für z.b. technische Röntgenanwendungen).

Im übrigen sind die stillgelegten Kalischächte rund um Sondershausen bzw. entlang der Wipper tatsächlich derzeit in der Diskussion als Endlagerstätte für HLW (high level waste), werden diese doch bereits im großen Maßstab als Verwahrort für hochtoxische, chemische Abfälle genutzt.
Von daher könnte der (eher sarkastische) Wunsch einiger Kommentatoren nach einem Endlager im Vorgarten tatsächlich eher als gedacht Realität werden.
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