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Mo, 13:04 Uhr
02.05.2022
ADAC Tankstatistik

Von Entwarnung kann nicht die Rede sein

Nach dem dramatischen Anstieg der Kraftstoffpreise im März hat sich die Situation an den Tankstellen im April etwas entspannt. Von einer Entwarnung kann jedoch noch lange nicht gesprochen werden...

Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostete ein Liter Super E10 im April 2022 im Mittel 1,970 Euro – das sind 9,9 Cent weniger als im Vormonat. Der Preis für einen Liter Diesel lag im April bei 2,024 Euro, das ist ein Minus von 11,6 Cent.

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Teuerster Tag zum Tanken war der Monatserste: Ein Liter Super E10 kostete 1. April 2.006 Euro, ein Liter Diesel 2,082 Euro. Am preiswertesten war Tanken bei Benzin am 13. April mit 1,944 Euro je Liter Super E10. Dieselfahrer konnten am 12. April mit 1,968 Euro je Liter vergleichsweise günstig tanken. Im Monatsverlauf zogen die Preise wieder spürbar an. Super E10 lag zuletzt nur knapp unter der Marke von zwei Euro, Diesel kostet bereits seit Mitte April im Tagesmittel konstant mehr als zwei Euro.

ADAC Tankstatistik (Foto: ADAC) ADAC Tankstatistik (Foto: ADAC)


Welch dramatischen Preisanstieg die Autofahrer beim Tanken verkraften mussten zeigt ein Vergleich der Durchschnittspreise vom April 2022 mit den Vorjahresmonaten 2021 und 2020. Im April 2021 kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 1,466 Euro, das sind 50,4 Cent weniger als im April 2022. Diesel kostete 2021 im Mittel 1,309 – 71,5 Cent weniger. Noch drastischer ist der Vergleich mit dem April 2020. Während der ersten Phase der Corona-Pandemie war der Ölpreis in den Keller gerauscht. In der Folge fielen auch die Kraftstoffpreise. Ein Liter Super E10 kostete damals 1,171 Euro, das waren fast 80 Cent weniger als im April 2022. Für Diesel mussten die Autofahrer im April 2020 im Schnitt 1,082 Euro zahlen. Im April 2022 waren es 94,2 Cent mehr.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, in diesen Tagen verstärkt die Preisschwankungen an den Zapfsäulen zu nutzen und bevorzugt in den Abendstunden zu tanken. Dann ist Tanken um einige Cent billiger als morgens.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen nahezu aller 14.000 Tankstellen in Deutschland bietet die App eine detaillierte Routenplanung. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.
Autor: red

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Kommentare
Herr Taft
02.05.2022, 16:11 Uhr
Es lohnt sich...
....mal einen Blick auf die Rohölpreise zu werfen:

danach kostet WTI 100,78 USD, BRENT 94,48 USD und URALS (Blend aus Ural- und Wolga-Öl) 75,68 USD - pro Fass.

Diese Preise entsprechen näherungsweise den Preisen VOR der Ukraine-Kriese. Was sich in der Zeit verändert hat ist der EUR/USD-Kurs. Der Dollar ist gestiegen, was aber ebenfalls nichts mit dem Krieg in der Ukraine, sondern mit der verschiedenen Zinsentwicklung dies- und jenseits des Atlantiks zu tun hat. Ein stärkerer Dollar führt zwar zu Preissteigerungen an der Zapfsäule allerdings betrug der Dollaranstieg hier ca. (beachtliche) 3Prozent , während sich der Liter Super von 1,76 auf 2,00 um also knapp 14Prozent verteuert hat. Einen kleinen Teil dürften gestiegene Transportkosten ausmachen.

Ein Hebel kommt durch die prozentual auf den Einstand erhobenen Steuern und die hinzu...das sollen jedoch andere ausrechnen. Jedenfalls müsste dieser rein rechnerisch bei 4,6 liegen... also 460Prozent... und das ist selbst bei der deutschen Steuerlast auf Energie zu viel.

Es bleibt also ein Gap - also eine Lücke - um den Benzinpreisanstieg zu erklären. Ich vermute, dass hier ganz einfach Exxon, BP und Shell als Krisengewinnler ihre Margen ausgeweitet haben und richtig dicke Geschäfte machen - die Aktienkurse lassen es jedenfalls vermuten.
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