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Fr, 13:46 Uhr
22.04.2022
CDU-Fraktion fordert Unterstützung für mittelständische Bierbrauer

„Rücknahme der Entlastungen bringt Brauereisterben“

„Von Saalfeld bis ins Eichsfeld und von Eisenach bis Altenburg – Thüringen hat eine lange und stolze Bierbrauer-Tradition. Vor allem die kleinen Brauereien weiter zu unterstützen, ist jetzt eine wichtige Aufgabe für die Region“, sagt Maik Kowalleck...

Der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion reagiertest diesen Worten auf den Beschluss der Bundesregierung, den Steuerbonus wieder zu streichen. Kleine und mittelständische Brauereien wurden im Zuge der Corona-Pandemie bei der Biersteuer entlastet. Zum Jahreswechsel soll diese aber wieder angehoben werden.

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Kowalleck: „Die einheimischen Brauereien haben es im täglichen Kampf um die Verbraucher sehr schwer. Mit den Dumpingpreisen der Großkonzerne können sie schlicht nicht mithalten. Die Rücknahme der Steuerentlastung würde unweigerlich zu einem Brauereisterben führen.“ Eine große Brauerei zahle derzeit 94,4 Cent Biersteuer pro Kasten. Unternehmen mit einer Jahresproduktion von unter 200.000 Hektolitern erhalten gestaffelt bis zu 50 Prozent Steuerermäßigungen. Bei 5000 Hektolitern fallen demnach nur noch 47,2 Cent pro Kasten Bier an, erklärt der CDU-Politiker.

Die CDU-Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung des Haushalts- und Finanzausschusses gesetzt. Kowalleck: „Statt die Vergünstigung bei der Biersteuer zu streichen, sollte der ermäßigte Satz dauerhaft festgeschrieben werden. Hier muss auch die Landesregierung handeln, um Thüringens Brauereien nicht in Existenzgefahr zu bringen.“ Aufgrund der hohen Inflation, steigender Rohstoffpreise etwa bei Gerste- oder Weizenmalz und den explodierenden Energiekosten stünden die mittelständischen und kleinen Unternehmen ohnehin vor riesigen Problemen. Eine Steuererhöhung in der anhaltenden Krisenzeit käme zur Unzeit, so der CDU-Finanzexperte. In Thüringen gibt es über 40 Braustätten, die zusammen rund drei Millionen Hektoliter Bier absetzen.

Die Entlastung wurde zu Beginn der Corona-Pandemie auf Initiative der Unions-Bundestagsfraktion in der Großen Koalition beschlossen. Dass die Ampelregierung diesen Schritt einkassiert, stoße auf viel Unverständnis, so Kowalleck. „Am Ende leiden dadurch die Endverbraucher, die ohnehin schon deutlich mehr Geld ausgeben. Und nicht zuletzt die Traditionsunternehmen, die bei der Kostensteigerung nicht mehr mithalten können. Das ist mittelstandsfeindliche Politik, gegen die wir uns wehren.“
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
22.04.2022, 21:33 Uhr
Das Problem
Liegt doch eher am Endkunden.
Vielen ist regionales Denken und Handeln beim Einkauf fremd und der Verkaufspreis ist zu oft wichtiger, als Qualität und Geschmack.
geloescht.20250302
23.04.2022, 19:32 Uhr
Stimmt nicht, Kobold2!
Bier muss süffig sein und darf am nächsten Morgen keine dicke Birne bereiten.

Warum soll ich regional denken und unterstützen, wenn die Qualität nicht stimmt?

Ich finde generell, dass viele Sorten, die in der DDR Bückware waren, seit der Übernahme durch westdeutsche Konzerne nicht mehr so gut schmecken wie vor 40 Jahren (Ausgenommen Wernesgrüner), aber andererseits auch westdeutsches Bier durch den Craftbier-Hype aus den USA (Schlimmes Beispiel Übernahme von Becks durch Anheuser Busch) sehr übel an Qualität verloren haben.
Kobold2
23.04.2022, 21:18 Uhr
Seit langem
mal wieder 2 Sätze, mit denen ich mitgehen kann.
Ja, Bier muss süffig sein. Dicke Birne erübrigt sich von selbst, wenn man Bier als das sieht was es ist, ein Genuss Mittel.
Das durch die Vereinnahmung von Großbrauereien die Qualität abgenommen hat, kann man uneingeschränkt bestätigen.
Vieles ist Geschmackssache, über die man bekanntlich nicht streiten kann.
Ich stehe persönlich auf dem Standpunkt, daß diejenigen, die viel Werbung machen, es nötig haben das Zeug unters Volk zu bringen.
Persönlich kann ich hierzulande nur mit der Vereinsbrauerei und der Sonneberger Brauerei was anfangen
Beides sind aber nicht meine Favoriten. Ich bin nun mal kein Pils-Trinker.
Wenn ich mich aber über die jeweiligen Vorlieben zum Bier unterhalte, bekomme ich fast ausnahmslos als Antwort das die von mir genannten Sorten ja kosten und das die eigens favorisierten Sorten ja so günstig sind.
Da sind wir wieder beim ersten Satz ihres Kommentars zum Bier. Aber so wählen halt nach meiner Erfahrung sehr viele ihr Bier nicht aus. Mir ein Bier schön zu trinken, widerspricht der Einstellung, das es sich um ein Genussmittel handelt.
Aber das Leben ist zu kurz für schlechtes Bier.
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