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Di, 10:26 Uhr
27.12.2005

nnz-Betrachtung: Ziele

Nordhausen (nnz). Das Jahr 2005 ist rum. Es war ein politisch bewegtes, schließlich regiert in Berlin eine große Koalition. Wer künftig im Landkreis Nordhausen und in der Stadt Nordhausen regieren wird, das soll der Wähler im nächsten Jahr entscheiden. Die nnz mit einem kleinen Ausblick.


Kein Wahlausgang scheint unter Polit-Experten so sicher, wie der in der Rolandstadt. Unangefochten wird Amtsinhaberin Barbara Rinke (SPD) auf ihre dritte Legislaturperiode zusteuern. Doch wer die Oberbürgermeisterin kennt der weiß, dass sie extrem vorsichtig ist und im Vor-Wahlkampfgetümmel schon mal das Gras wachsen hört. Die prognostizierte Sicherheit des Sieges, der ihr zugesprochen wird ist natürlich in der Bilanz der Rolandstadt begründet, sie ist auch Zeichen dafür, dass es den anderen Parteien, konkret der CDU, an Kandidaten mangelt.

Selbst die Strategie eines Dieter Althaus, einen Regierungsvertreter nach Nordhausen zu delegieren, schlug fehl. So soll der ansonsten karrierebewusste einstige Rektor der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Juckenack, schlicht und ergreifend abgelehnt haben. Erstens wäre der Mensch dem Wahlvolk nicht vermittelbar gewesen, zweitens kennt Juckenack die politische Spielwiese im Norden des Freistaates.

Was also macht die CDU? Die geht offiziell auf Kandidatensuche, die befindet sich mitten im Findungsprozess, doch Ergebnisse sind bislang Fehlanzeige. Dabei gibt es die wildesten Spekulationen. Mal will sich Landtagsabgeordneter Egon Primas selbst ins Spiel bringen, mal darf es eine hoffnungsvolle Nachwuchskraft aus den Reihen der Stadtratsfraktion sein. Und schon ein bissel neidisch schielen die Christdemokraten nicht nur zur SPD, sondern auch zur FDP. Die wird ihren selbsternannten Nordhausen-Verbesserer namens Martin Höfer ins Rennen schicken. Nach neun Jahren Wirt, will Höfer mal was anderes machen. Er will Oberbürgermeister werden. Vielleicht wäre ein FDP-Mitglied der CDU-Basis ja vermittelbar gewesen, wenn es nicht Höfer heißen würde. Zu tief sitzt der Frust der Stadt-CDU über die politischen Kapriolen des Mannes.

Nur, keinen Kandidaten aufzustellen, das kann sich eine Volkspartei wie die CDU in einer Stadt wie Nordhausen überhaupt nicht leisten. Also wird man einen Kandidaten finden müssen, der in den Kampf geschickt wird – ohne Aussicht auf Erfolg.

Was aber macht die Linkspartei.PDS? Die unterstützt natürlich die Amtsinhaberin und sichert sich so die sozialdemokratische Unterstützung für die Landrats-Ablösung. Die soll auf jeden Fall betrieben werden. Übrigens: Nicht nur von der rot-roten Einheitsfront, sondern... aber das ist eine andere Geschichte.
Autor: nnz

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