Mo, 16:59 Uhr
26.12.2005
nnz-Weihnachts-Kurz-News
Nordhausen (nnz). Auch am Weihnachtswochenende stehen die Ticker im Nachrichtendschungel nicht still. Was sie für Thüringen und Deutschland ausspuckten, das hat die nnz für Sie zusammengestellt.
Mehr Unabhängigkeit
Der Thüringer Richterbund hat sich für eine stärkere Unabhängigkeit des Generalstaatsanwaltes ausgesprochen. Thüringen sei eines der wenigen Bundesländer, in denen der Generalstaatsanwalt noch den Status eines politischen Beamten habe, kritisierte der Landesvorsitzende des Richterbundes, Andreas Becker. Politische Beamte können jederzeit ohne Angaben von Gründen in den Ruhestand versetzt werden. Die Vereinigung sieht damit die Entscheidungsfreiheit des Chefanklägers beeinträchtigt, sagte Becker.
Spiellaune ungebrochen
Die Spiellaune der Thüringer ist nach Einschätzung von Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) ungebrochen. Der Trend gehe allerdings wegen der schlechten Wirtschaftslage zu geringeren Einsätzen. So rechne Lotto Toto in diesem Jahr mit einem Umsatz von 155 Millionen Euro, zehn Millionen weniger als 2004. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass wir dieses Jahr ein Spielwochenende weniger hatten, sagte Diezel. Ein Thüringer konnte sich über den Gewinn von vier Millionen Euro freuen.
Zusagen gefordert
Thüringen fordert vom Bund im neuen Jahr feste Zusagen für Mittel zum Weiterbau der ICE-Trasse durch den Thüringer Wald. Die Strecke Erfurt-Nürnberg gehört zu einer transeuropäischen Verbindung, die wir rasch brauchen, sagte Trautvetter in einem dpa-Gespräch. Bislang schreitet der Ausbau aus Geldnot nur im Schneckentempo voran. Die ICE-Trasse Erfurt-Nürnberg durch das Mittelgebirge soll 3,9 Milliarden Euro kosten. Eine Milliarde Euro sind bereits verbaut.
Schlechte Zähne
Karies bei Schulanfängern nimmt nach Untersuchungen der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Thüringen zu. Inzwischen komme mehr als jedes zweite Kind mit Karies in die Schule und das häufig unbehandelt, sagte die Zahnmedizinerin Annerose Borutta von der Universität Jena der dpa. Im Durchschnitt weise jeder Schulanfänger 2,33 unbehandelte, fehlende oder gefüllte Zähne auf. Bei den Zwei- und Dreijährigen hat ein Fünftel, bei den Vierjährigen ein Drittel überwiegend unbehandelte Karies.
Tödlicher Unfall
Eine 22 Jahre alte Frau aus Altenburg (Landkreis Altenburger Land) ist am Sonntagabend bei einem Verkehrsunfall zwischen Altenburg und Rositz ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam die Frau auf der Bundesstraße 180 auf glatter Fahrbahn mit ihrem Auto ins Schleudern und rutschte von der Straße. Der Wagen überschlug sich auf einem Feld, die 22-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und starb noch am Unfallort.
Mittelstand nach oben
Im deutschen Mittelstand geht es nach Angaben des Bundesverbands der Selbständigen bergauf. Die persönlichen Geschäftserwartungen und die Bewertung der allgemeinen Wirtschaftslage haben sich weiter verbessert”, teilte der BDS mit. Der Personalabbau werde daher weiter gebremst. Nur noch 17 Prozent wollten ihre Mitarbeiterzahl reduzieren. Im Vorjahr waren es noch 22. Zwischen den Branchen gebe es aber deutliche Unterschiede. Vor allem der Handel hinke weiter den anderen Wirtschaftsbereichen hinterher.
Band ohnen Namen
Die ostdeutsche Band Karat darf künftig nicht mehr unter ihrem Namen auftreten. Grund ist ein Rechtsstreit mit der Witwe des im Vorjahr gestorbenen Bandgründers Herbert Dreilich. Daher muss sich die Gruppe zum 1. Januar einen neuen Namen geben. 30 Jahre nach der Gründung wollen die verbliebenen fünf Mitglieder Ende Januar in Rostock ihr letztes Konzert als Karat geben und dort den neuen Namen verkünden. Karat zählte zu den erfolgreichsten Ostbands. Ihr Über sieben Brücken musst du geh'n” wurde durch Peter Maffay zum Superhit.
Disziplin gefordert
Franz Müntefering fordert von der großen Koalition Disziplin in Streitfragen. Man müsse zwar offen argumentieren, sagte der Vizekanzler der dpa. Wenn man Erfolg haben wolle, sei es aber sinnvoll, sich nicht gegenseitig öffentlich herauszufordern. Reibungspunkte müssten zunächst intern zur Sprache kommen. Ohne Kompromisse gehe es nicht. Nach der Phase des gegenseitigen Kennenlernens sei das Bündnis von Union und SPD jetzt im Tal des Alltags” angelangt. Generell sei es aber ein guter Start gewesen.
Autor: nnzMehr Unabhängigkeit
Der Thüringer Richterbund hat sich für eine stärkere Unabhängigkeit des Generalstaatsanwaltes ausgesprochen. Thüringen sei eines der wenigen Bundesländer, in denen der Generalstaatsanwalt noch den Status eines politischen Beamten habe, kritisierte der Landesvorsitzende des Richterbundes, Andreas Becker. Politische Beamte können jederzeit ohne Angaben von Gründen in den Ruhestand versetzt werden. Die Vereinigung sieht damit die Entscheidungsfreiheit des Chefanklägers beeinträchtigt, sagte Becker.
Spiellaune ungebrochen
Die Spiellaune der Thüringer ist nach Einschätzung von Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) ungebrochen. Der Trend gehe allerdings wegen der schlechten Wirtschaftslage zu geringeren Einsätzen. So rechne Lotto Toto in diesem Jahr mit einem Umsatz von 155 Millionen Euro, zehn Millionen weniger als 2004. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass wir dieses Jahr ein Spielwochenende weniger hatten, sagte Diezel. Ein Thüringer konnte sich über den Gewinn von vier Millionen Euro freuen.
Zusagen gefordert
Thüringen fordert vom Bund im neuen Jahr feste Zusagen für Mittel zum Weiterbau der ICE-Trasse durch den Thüringer Wald. Die Strecke Erfurt-Nürnberg gehört zu einer transeuropäischen Verbindung, die wir rasch brauchen, sagte Trautvetter in einem dpa-Gespräch. Bislang schreitet der Ausbau aus Geldnot nur im Schneckentempo voran. Die ICE-Trasse Erfurt-Nürnberg durch das Mittelgebirge soll 3,9 Milliarden Euro kosten. Eine Milliarde Euro sind bereits verbaut.
Schlechte Zähne
Karies bei Schulanfängern nimmt nach Untersuchungen der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Thüringen zu. Inzwischen komme mehr als jedes zweite Kind mit Karies in die Schule und das häufig unbehandelt, sagte die Zahnmedizinerin Annerose Borutta von der Universität Jena der dpa. Im Durchschnitt weise jeder Schulanfänger 2,33 unbehandelte, fehlende oder gefüllte Zähne auf. Bei den Zwei- und Dreijährigen hat ein Fünftel, bei den Vierjährigen ein Drittel überwiegend unbehandelte Karies.
Tödlicher Unfall
Eine 22 Jahre alte Frau aus Altenburg (Landkreis Altenburger Land) ist am Sonntagabend bei einem Verkehrsunfall zwischen Altenburg und Rositz ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam die Frau auf der Bundesstraße 180 auf glatter Fahrbahn mit ihrem Auto ins Schleudern und rutschte von der Straße. Der Wagen überschlug sich auf einem Feld, die 22-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und starb noch am Unfallort.
Mittelstand nach oben
Im deutschen Mittelstand geht es nach Angaben des Bundesverbands der Selbständigen bergauf. Die persönlichen Geschäftserwartungen und die Bewertung der allgemeinen Wirtschaftslage haben sich weiter verbessert”, teilte der BDS mit. Der Personalabbau werde daher weiter gebremst. Nur noch 17 Prozent wollten ihre Mitarbeiterzahl reduzieren. Im Vorjahr waren es noch 22. Zwischen den Branchen gebe es aber deutliche Unterschiede. Vor allem der Handel hinke weiter den anderen Wirtschaftsbereichen hinterher.
Band ohnen Namen
Die ostdeutsche Band Karat darf künftig nicht mehr unter ihrem Namen auftreten. Grund ist ein Rechtsstreit mit der Witwe des im Vorjahr gestorbenen Bandgründers Herbert Dreilich. Daher muss sich die Gruppe zum 1. Januar einen neuen Namen geben. 30 Jahre nach der Gründung wollen die verbliebenen fünf Mitglieder Ende Januar in Rostock ihr letztes Konzert als Karat geben und dort den neuen Namen verkünden. Karat zählte zu den erfolgreichsten Ostbands. Ihr Über sieben Brücken musst du geh'n” wurde durch Peter Maffay zum Superhit.
Disziplin gefordert
Franz Müntefering fordert von der großen Koalition Disziplin in Streitfragen. Man müsse zwar offen argumentieren, sagte der Vizekanzler der dpa. Wenn man Erfolg haben wolle, sei es aber sinnvoll, sich nicht gegenseitig öffentlich herauszufordern. Reibungspunkte müssten zunächst intern zur Sprache kommen. Ohne Kompromisse gehe es nicht. Nach der Phase des gegenseitigen Kennenlernens sei das Bündnis von Union und SPD jetzt im Tal des Alltags” angelangt. Generell sei es aber ein guter Start gewesen.

