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Fr, 14:27 Uhr
15.04.2022
Gedenkbuch an Stadtarchiv übergeben

Le livre des 9 000 déportés de France

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora auf dem Ehrenfriedhof Nordhausen überreichte Laurent Thiery, Historiker am Centre d'Histoire de La Coupole, dem Stadtarchiv ein besonderes Gedenkbuch...

Es handelt sich um ein Exemplar der Sammelbiographie „Le livre des 9 000 déportés de France à Mittelbau-Dora“ (zu Deutsch: „Das Buch der 9.000 aus Frankreich nach Mittelbau-Dora Deportierten"), welches der Historiker an Oberbürgermeister Kai Buchmann übergab.

Laurent Thiery überreicht das Gedenkbuch an Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Laurent Thiery überreicht das Gedenkbuch an Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)


„Mit dem Gedenkbuch werden 9.000 Menschenleben allein aus Frankreich und deren unermessliches Leid im ehemaligen KZ Mittelbau-Dora am Rande unserer Stadt les- und fühlbar.

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9.000 Schicksale in Buchform in den Händen zu halten, dies macht mich demütig vor unserer Geschichte und ergeben gegenüber der künftigen Gedenkkultur. Seit 1998 arbeiteten eine Gruppe von Historikern an diesem Werk, dessen Wert für uns als Stadt unbezahlbar ist,“ so Nordhausens Oberbürgermeister. „Das Exemplar aus den Händen von Laurent Thiery werden wir in das Stadtarchiv geben. Ein weiteres Buch wird in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden,“ so Buchmann.

Laurent Thiery überreicht das Gedenkbuch an Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Laurent Thiery überreicht das Gedenkbuch an Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)


Das vier Kilo schwere Buch mit rund 2.500 Seiten, zirka 3000 Fotos und 8971 biografischen Notizen wurde mit Hilfe eines Teams Freiwilliger erarbeitet. Die Kurzbiografien geben Aufschluss über den Hintergrund, die Verhaftungsumstände und das Schicksal sämtlicher aus Frankreich ins KZ Mittelbau-Dora Deportierter.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
15.04.2022, 23:28 Uhr
Es ist eine Hypothek, der man in Nordhausen nicht ansatzweise gerecht geworden ist
Diese Überschrift setze ich mal als "progressiv-Initiativ", es ist ja schön und gut und auch bestimmt aufrichtig, solch schwere Bücher entgegen zu nehmen, so vor der Presse... Man darf auch anders titeln, nämlich ein (oder der größte Friedhof!) großer Friedhof außerhalb der Grande Nation, ausgerechnet bei oder in Nordhausen, sollte man*innen da nicht auf mehr Sensibilität und Ansatz auf Zukunft setzen? Ich meine, dies ist geboten! Die Fakten sind erdrückend, und gerade erst letztes Jahr war "Colette" der Akademie den Preis in der kurzen Doku wert. Wohlangemerkt in den USA. Ok. Wir hier in Nordhausen, im bundesrepublikanischen Freistaat Thüringen Deutschlands des Jahres 2022 initiierten beim Kultus, diese tolle Doku allen Abgänger der Schulen, didaktisch begleitet, vorzustellen oder zumindest anzubieten. Die Antworten dazu waren, sagen wir es so diplomatisch, nicht so ganz erfreulich! Womöglich deshalb, weil es Vorschläge aus der einfachen Bürgerschaft waren. Ok. Hiermit nochmal angemerkt. Und: Es bleibt eine Herausforderung und aktueller Ansatz für Europa und die Freundschaft zu Frankreich für die jungen Generationen. Daraus ein erlebbares Fanal zu machen, mglw. mit Colette, dem Oskar prämierten Film! Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es in Dora auch andere große Gruppen an Häftlingen gab, bspw. wie viele waren Ukrainer oder Russen, durfte oder konnte man seinerzeit überhaupt da differenzieren? KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora, es gibt europäisch etliche Ansätze und Gründe für NIE WIEDER! Ich bin jedenfalls dafür!
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