Di, 19:20 Uhr
20.12.2005
Hurra! Es ist Wahlkampf
Nordhausen (nnz). Was schon immer so unterschwellig leuchtete, heute kam er gleißend zum Vorschein: Der Wahlkampf. Die nnz konnte im Nordhäuser Kreistag eigentlich nur den Kopf schütteln.
Antonius Pille, der Gute. Der Geschäftsführer eines wirtschaftlich exzellent dastehenden Krankenhauses. Das klang vor Wochen noch gänzlich anders, da wurde unterschwellig in SPD-Kreisen seine Ablösung gefordert. Dafür haben die Sozialdemokraten den eigentlich Bösen und Verursacher des Unheils ausgemacht: Landrat Joachim Claus (CDU). Er habe den Kreistag hintergangen, er habe nicht nur geschwiegen, sondern wissentlich verschwiegen.
Und der Minderheitsgesellschafter, die Stadt Nordhausen, die habe ihn ja schon im Jahr 2002 darauf aufmerksam gemacht, dass da irgendetwas nicht stimme. Wenn aber die Gesellschaften und Untergesellschaften seit dem Jahr 1997 munter gegründet wurden, warum hatte man nicht eher reagiert? Diese Frage muß beantwortet werden.
Es ist für den Kenner der politischen Szene immer wieder amüsant zu erleben, wie schnell die Strategie gewechselt wird. Weg von der Sache, hin zur Politik. Und da im nächsten Jahr auch ein neuer Landrat gewählt wird, kann jetzt schon Wahlkampf gemacht werden. Das ist legitim und gehört in einer demokratischen Grundordnung dazu.
Nur, dem Betrachter, dem stellt sich gerade heute wieder eine konkrete Frage: Wen hätten Dagmar Becker oder Dr. Gebhardt verantwortlich gemacht, wenn der Landrat in der SPD gewesen wäre...
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzAntonius Pille, der Gute. Der Geschäftsführer eines wirtschaftlich exzellent dastehenden Krankenhauses. Das klang vor Wochen noch gänzlich anders, da wurde unterschwellig in SPD-Kreisen seine Ablösung gefordert. Dafür haben die Sozialdemokraten den eigentlich Bösen und Verursacher des Unheils ausgemacht: Landrat Joachim Claus (CDU). Er habe den Kreistag hintergangen, er habe nicht nur geschwiegen, sondern wissentlich verschwiegen.
Und der Minderheitsgesellschafter, die Stadt Nordhausen, die habe ihn ja schon im Jahr 2002 darauf aufmerksam gemacht, dass da irgendetwas nicht stimme. Wenn aber die Gesellschaften und Untergesellschaften seit dem Jahr 1997 munter gegründet wurden, warum hatte man nicht eher reagiert? Diese Frage muß beantwortet werden.
Es ist für den Kenner der politischen Szene immer wieder amüsant zu erleben, wie schnell die Strategie gewechselt wird. Weg von der Sache, hin zur Politik. Und da im nächsten Jahr auch ein neuer Landrat gewählt wird, kann jetzt schon Wahlkampf gemacht werden. Das ist legitim und gehört in einer demokratischen Grundordnung dazu.
Nur, dem Betrachter, dem stellt sich gerade heute wieder eine konkrete Frage: Wen hätten Dagmar Becker oder Dr. Gebhardt verantwortlich gemacht, wenn der Landrat in der SPD gewesen wäre...
Peter-Stefan Greiner


