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Do, 15:11 Uhr
31.03.2022
Für Wiederbewaldung und Waldumbau:

Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe verkürzt

Klimawandel und Borkenkäferbefall haben massive Waldschäden verursacht. Neben der Schadbeseitigung sind Wiederbewaldung und Waldumbau die Hauptaufgaben der Waldbesitzenden...

Ministerin Susanna Karawanskij (Foto: TMIL) Ministerin Susanna Karawanskij (Foto: TMIL)


Um diese Arbeit wirksam zu unterstützen sowie die Mühen und Kosten der Aufforstung nicht zu gefährden, wird die Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe auf den 1. April verkürzt. „Wir müssen nach den massiven Waldschäden der vergangenen Jahre die Wiederbewaldung noch effizienter voranbringen. Die Waldverjüngung und der Waldumbau werden zunehmend durch Wildverbiss bedroht. Gerade die jungen Triebe der Waldbäume sind ein besonderer Leckerbissen für das Rehwild. Deshalb ist der Forstausschuss des Landtags unserer Empfehlung gefolgt und hat der Schonzeitverkürzung zugestimmt“, so Ministerin Susanna Karawanskij.

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In Thüringens Wäldern sind durch Trockenheit, Stürme und Borkenkäferplage bereits Kahlflächen von mehr als 45.000 Hektar entstanden. Hinzu kommen die angerissenen Waldbestände. Der Aufwuchs von Jungbäumen wird durch den Verbiss des flächig vorkommenden Rehwildes wiederholt gefährdet. Das belegen regelmäßige durchgeführte Verbissgutachten für Thüringen. Die Maßnahmen der Wiederbewaldung und des Waldumbaus sollen durch jagdliche Maßnahmen unterstützt werden. Das Ziel der Landesregierung, klimastabile, zukunftsfähige Wälder zu schaffen, ist nur möglich, wenn der Verbiss durch Rehwild eingedämmt wird.

Da der Blattaustrieb der sommergrünen Gehölze im April noch nicht erfolgt ist, wird den Jagdausübenden durch die bessere Sichtbarkeit die Bejagung erleichtert und die notwendige Reduzierung des Rehwildbestandes effektiv unterstützt. In neun anderen Bundesländern hat sich die Schonzeitverkürzung für den Aufwuchs an sensiblen Waldflächen als hilfreich erwiesen und bewährt.

Die entsprechende Rechtsverordnung wurde heute veröffentlicht und ist auf fünf Jahre befristet.
Autor: red

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Kommentare
Pe_rle
31.03.2022, 15:37 Uhr
Schonzeit
da fragt man sich wo der Mensch nicht eingreift, man findet immer was.
bloed01
31.03.2022, 16:44 Uhr
...wird die Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe auf den 1. April verkürzt
Nur einen Tag Schonzeit - ist aber sehr kurz!
Andi Macht
31.03.2022, 18:06 Uhr
Vom Opa gelernt
Ich bin selbst Waldbesitzer. Ich war noch ein junger Bursche, als mein Opa nach der Wende seinen Privatwald zurück erhalten hat. Natürlich war es eine Monokultur, wie es in der DDR üblich war. Wir haben dem Wald jedes Jahr nur ein bisschen entnommen. Aufgeforstet haben wir nichts. Die Wildschweine haben gegraben und somit die Keimung der auf dem Boden liegenden Samen angeregt. Das Reh- und Rotwild war und ist gar nicht in der Lage so viel Aufwuchs zu verbeißen. Mein Vater führte diese Methode fort und jetzt bin ich an der Reihe.
Der Borkenkäfer hat auch bei mir zugeschlagen. Ich kann aber behaupten, dass es mich nicht so hart getroffen hat, wie andere Waldbesitzer. Jetzt fehlen auch bei mir einige große Bäume und bei dem Jungaufwuchs geht so richtig die Post ab, weil die kleineren Bäume jetzt Platz und Licht bekommen. Ich denke und hoffe, dass ich in einigen Jahren einen gesunden Mischwald an meine Kinder übergeben kann.
Vielleicht kann auch der Staatsforst noch etwas von meinem Opa lernen.
Für das Rehwild wünsche ich mir, dass es noch genug besonnene Jäger gibt, die das geänderte Recht nicht als Freifahrtschein sehen und den Finger auch einmal gerade lassen.
Ich habe auch noch ein Verständnisproblem mit dem Artikel: Die Schonzeit für Rehwild wird verkürzt, damit der Jäger eine Möglichkeit hat, das Wild im dichten Bewuchs zu erkennen, bevor der Wald zu dicht ist. Ist der Wald jetzt zu dicht oder kahl?
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