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Do, 10:49 Uhr
31.03.2022
Arbeitsmarkt aktuell

Zahl der Arbeitslosen deutlich zurückgegangen

Niedriegste Arbeitslosigkeit im März (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen) Niedriegste Arbeitslosigkeit im März (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen)
Der März zeigt sich von seiner besten Seite. Noch nie war die Zahl der Arbeitslosen seit der Wiedervereinigung in einem März so niedrig. Die Agentur für Arbeit zählt über 1.700 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr...

"Die Nachfrage der Unternehmen ist bis in den März hinein gestiegen“, sagt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. 7.407 Männer und Frauen waren Ende März bei der Agentur für Arbeit Nordhausen mit den Geschäftsstellen in Leinefelde und Sondershausen gemeldet. Rund sechzig Prozent der Arbeitslosen entfielen davon auf die drei Jobcenter.

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„Das war die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem März seit über 30 Jahren“, bestätigt Froböse. Die milde Witterung habe sich positiv auf die Arbeitslosenzahlen ausgewirkt. Arbeitslosmeldungen seien rückläufig. Die Zahl der Entlassungen liege um knapp vierzehn Prozent unter dem Vorjahr. „Im Kyffhäuserkreis ist die Arbeitslosigkeit inzwischen vergleichbar mit Regionen wie Kassel oder Düsseldorf.“
Die Arbeitslosenquote liegt in Nordthüringen aktuell bei 5,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,8 Prozent. Karsten Froböse verbindet die Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen diesmal mit einem Firmenbesuch bei der Agrargenossenschaft Hohenebra.

Frauen und Männer im Vergleich
Frauen sind aktuell nicht so stark von Arbeitslosigkeit betroffen, wie Männer. 3.150 Frauen sind derzeit in den drei Landkreisen auf Jobsuche, 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent, die der Männer bei 6,0 Prozent. Im März 2021 lag die Quote jeweils um 1,2 Prozentpunkte höher.

Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im März 2022 weiter gesunken. So waren im Berichtsmonat knapp 3.000 Arbeitslose länger als 12 Monate ohne Arbeit und galten daher als langzeitarbeitslos. Das waren 91 weniger als im Februar und rund 600 Personen weniger als im März 2021.

Fachkräftenachfrage in Nordthüringen
Über 2.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen waren Ende März zu besetzen, mehr als 800 allein im verarbeitenden Gewerbe. Die Nachfrage der Unternehmen ist weiterhin hoch. „Bei der Beschäftigung haben wir ein Plus“, so Froböse. „Nach dem zweiten Quartal 21 hatten wir auch im dritten Quartal ein Beschäftigungswachstum in Nordthüringen.“

Die Besetzung der Stellen für Fachkräfte gestalte sich allerdings zunehmend schwieriger. Man spüre in einigen Branchen den Mangel an Fachkräften deutlich.
Das Beschäftigungsplus ist die eine Seite in der Betrachtung. „Im Kyffhäuserkreis sind fast dreißig Prozent der Beschäftigten älter als 55 Jahre. Es kommen weniger junge Leute nach. Nur knapp acht Prozent der Berufstätigen sind jünger als 25. Ältere scheiden verstärkt in den nächsten Jahren aus. Das sind die Fakten, die uns alle fordern werden.“

Hinsichtlich der möglichen Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt stehe man aktuell in Abstimmungsgesprächen mit regional Verantwortlichen der Landkreise. „Wir bereiten uns derzeit vor, wissen aber auch dass die humanitäre Hilfe, beispielsweise die Wohnraumbeschaffung, aktuell im Vordergrund steht“, erklärt Froböse.

Zahl der arbeitslosen Jugendlichen deutlich unter Vorjahreswert
Die hohe Nachfrage nach Personal schlage sich auch bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit positiv nieder. Rund 500 arbeitslose Jugendliche waren Ende März bei der Agentur und den Jobcentern gemeldet. Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen konnte im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent reduziert werden. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei glatt 5,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,0 Prozent.

Arbeitslosigkeit in den Landkreisen

2.956 Arbeitslose waren im Landkreis Nordhausen registriert, 13,0 Prozent (-443) weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im letzten Monat bei 7,0 Prozent. Im Jahr zuvor betrug sie 8,0 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis ging die Zahl der Arbeitslosen zum März 2021 um 21,4 Prozent zurück. 2.533 Männer und Frauen waren Ende des Monats arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent, 1,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

1.918 Personen waren im Landkreis Eichsfeld ohne Arbeit. Damit lag der Landkreis erstmals in einem Monat März bei weniger als 2 000 Jobsuchenden. Vor einem Jahr hatte der Eichsfeldkreis noch über 2.500 Erwerbslose. Der Rückgang zum Vorjahresmonat war mit 23,9 Prozent am höchsten. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,6 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 4,7 Prozent.

Die ausführliche Arbeitsmarktstatistik findet sich hier .
Autor: red

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Kommentare
Alex Gösel
31.03.2022, 15:04 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Alex Gösel
31.03.2022, 17:46 Uhr
Ich lese sowas gerne...
aber ich lese auch gerne Science Fiction... ;-)
geloescht.20250302
01.04.2022, 11:29 Uhr
Ja Trixie Kuntze...
...aber der Froböse-Report ist im Gegensatz zu Bradbury oder Asimov bittere Realität, wenn Jobcenter Menschen Ü60 die vorzeitige Rente mit extremen Abschlägen anpreisen, nur um sie aus der Statistik zu bekommen.
diskobolos
01.04.2022, 13:59 Uhr
"Abschläge?"
So extrem sind die Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt nicht. Im Gegenteil, finanziell lohnt es sich eher in Rente zu gehen. Wer z. B. 3 Jahre vor der Altersgrenze mit 10,8% geringerer Auszahlung in Rente geht bekommt insgesamt MEHR ausgezahlt:
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines 66-jährigen Mannes beträgt ca. 17 Jahre. Rechnerisch bekommt er mehr als 10 Monatsrenten geschenkt, wenn er mit 63 in Rente geht: 20 x (1-0,108)=17,84 Jahresrenten. 0,84 Jahre = 10 Monate.
Dass es viele nicht so machen liegt m. E. auch an der negativen Formulierung. Wer möchte schon gern "Abschläge" in Kauf nehmen?
geloescht.20250302
01.04.2022, 14:21 Uhr
Finanziell lohnt es sich?
Vielleicht für EU-Rentner, Diskobolos.

Ansonsten argumentieren Sie leider wieder theoretisierend am Lebensstandard der Betroffenen und deren "Verlusten" vorbei!
diskobolos
01.04.2022, 16:57 Uhr
Kann ja sein,
dass Sie die Rechnung nicht nachvollziehen können. Jeder Satz entspricht dem bekannten Rentenrecht .
Welchen Aussage zweifeln Sie denn an? Dass man natürlich eine höhere Rente bekommt, wenn man 3 Jahre länger arbeitet, stimmt natürlich. Alles andere wäre ja auch ungerecht.

Mit Erwerbsunfähigkeit hat die Rechnung NICHTS zu tun. Für EU-Rentner trifft sie gerade eher nicht zu. Die KÖNNEN in der Regel nicht bis zur Altergrenze arbeiten.
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