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Fr, 15:01 Uhr
16.11.2001

Abschlußbericht für Forschungsauftrag

Nordhausen (nnz). Der erste Forschungsvorhaben von Studierenden der Fachhochschule Nordhausen ist abgeschlossen. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Hartmut Bargfrede haben Studierende des Studiengangs Sozialmanagement ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt des Landkreises Osterode bearbeitet.


Die Qualifizierungsmaßnahme ist Teil des Jugendsofort-Programms (JuSoPro) der Bundesregierung. Gefördert werden Maßnahmen, die jungen Menschen im Alter bis zu 25 Jahren den Übergang von einer Langzeitarbeitslosigkeit in die Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt erleichtern. Solche Qualifizierungsprogramme existieren an vielen Orten in der Bundesrepublik. Die Besonderheit dieser Maßnahme, die durch die Zentralstelle für Kommunale Arbeitsvermittlung und Selbsthilfeberatung für Sozialhilfeberechtigte (KommAS) beim Landkreis Osterode a.H. betreut wird, war die Vermittlung von jungen Menschen in gewerbliche Unternehmungen, zu Dienstleistungs- und zu Handelsunternehmen. Damit sollten die Jugendlichen in den Betrieben Praxiserfahrungen sammeln und damit die Chance zu einer anschließenden qualifizierten Ausbildung eröffnet wird. Die insgesamt 14 Teilnehmerinnen erhielten an unterschiedlichen Orten im Landkreis Osterode und auch im Landkreis Nordhausen ein betriebliches Praktikum.

Die insgesamt 44 Studierenden der Fachhochschule Nordhausen im des Studienganges Sozialmanagement begleiteten dieses Projekt wissenschaftlich. Sie betrachteten Zielsetzungen und Erfolge, um die Frage zu beantworten, was verbessert werden muss, um die Erfolgsfaktoren für die betreuten Jugendlichen zu erhöhen und sammelten auf diese Weise Praxiserfahrungen in möglichen späteren Berufsfeldern. Ihre Ergebnisse sind eindeutig:

Das Zusammenwirken eines Betriebspraktikums in einem selbstgewählten Berufsfeld mit einer begleitenden schulischen Qualifizierung und einer gezielten sozialpädagogischen Begleitung führt für das Gros der Teilnehmerinnen entweder zu einer regulären Berufstätigkeit, der Aufnahme einer Ausbildung oder zur Aufnahme einer weiteren Qualifikation. Der Maßnahmeträger ist anschließend von weiteren Leistungen der Sozialhilfe spürbar entlastet. Die Teilnehmerinnen gewinnen an Selbstwertgefühl und entwickeln neue tragfähige, zwischenmenschliche Beziehungen. Für künftige Maßnahmen gaben die studentischen Forscher den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KommAS Kriterien an die Hand, die zu einer weiteren Verbesserung der Auswahl von geeigneten Teilnehmern zukünftiger Maßnahmen führen können. Denn nichts ist teurer als ein Maßnahmeabbruch. Hinweise zur weiteren Gestaltung der begleitenden Qualifizierung wurden ebenso erarbeitet, wie Beiträge zu der Bedeutung der gezielten sozialpädagogischen Begleitung.

In der Berechnung der ökonomischen Einspareffekte der Hilfen zur Arbeit, die der Landkreis selber trägt, zeigte sich, dass sich die Erwartungen an dieses Instrument im dritten Folgejahr nach Beginn einer Bezuschussung der Arbeitsaufnahme erfüllen. Hier zeigte das Forscherteam auf, dass diese Effekte über die noch stärkere Berücksichtigung bestimmter Merkmale bei den Hilfeempfängern weiter zu steigern sind. Den gesamten, gut 100-seitigen Evaluationsbericht werden die Studenten in der kommenden Woche übergeben.
Autor: nnz

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