Do, 09:06 Uhr
10.03.2022
Ärger über Holztransporte (1)
Eindrücke von der Landstraße
Wer regelmäßig auf den Landstraßen des Südharzes unterwegs ist, begegnet ihnen in großer Zahl – den Lastzügen, beladen mit sogenanntem Kalamitätsholz. Vor allem den Einwohnern der Gemeinde Buchholz, übrigens einem kleinen Ortsteil von Nordhausen, macht das schwer zu schaffen. Sie wollen etwas dagegen tun...
(Foto: )
Der Begriff Kalamität stammt aus dem Lateinischen calamitas = Halmschaden oder Unheil, davon abgeleitet ist der Begriff Kalamitätsholz. Gemeint ist Holz, das als Ergebnis von Sturmschäden, Trockenheit und/oder Schädlingsbefall für eine weitere Nutzung (VERKAUF) verfügbar ist. Es stammt von beschädigten, umgefallenen bzw. aufgrund der Kalamität gefällten Bäumen. Diese werden per LKW zu den Sägewerken bzw. Verladebahnhöfen, in unserer Region nach Rottleberode transportiert.
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Die Zustände auf den Bundes- und Landstraßen sind zum großen Teil katastrophal. Die Ortsteile an der L 1037 und B4 in der Gemeinde Harztor (Ilfeld, Niedersachwerfen, Neustadt, Harzungen) sowie angrenzenden Ortschaften wie Buchholz, Petersdorf oder Stempeda haben den täglichen Ärger zu erdulden. Der gesamte Holzverkehr aus den betroffenen Harzregionen rollt hier entlang, mehrere hundert LKW am Tag (dazu gehört auch die Nacht). Das geht nicht spurlos an den Menschen und deren Umgebung vorbei. In den Ortschaften formiert sich Ärger und Widerstand in einer Bürgerinitiative.
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Wie ist die Lage? Man begegnet Kolonnen von Holzlastzügen, beladen oder eben leer, die sich durch die Orte drängen. Die Fußwege sind zumeist zu schmal und ungesichert, wenn es zu eng wird, fährt man über den Bürgersteig, warum auch nicht? Die in den Orten ausgewiesenen Tempolimits sind leider nur informativ und der Norm abträglich. Kurzum bemerkt, ist das Benehmen einiger Kollegen Berufskraftfahrer absolut inakzeptabel, Verbote und Gebote werden rigoros missachtet, seien es Verkehrsverbote, Längenbegrenzungen oder Tempolimits. Die Leidtragenden sind die Bürger und Kommunen!
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Auf den Pisten außerorts geht es richtig dagegen! Die Straßen sind zumeist zu schmal, die Bankette auf der gesamten Strecke nach Rottleberode einen halben Meter breit beidseits zerfahren, Kurvenbereiche meterweit platt gewalzt, Leitpfosten und Planken beschädigt und zerstört. Nach dem Winter gibt auch die Fahrbahndecke ihren sprichwörtlichen Geist auf und kapituliert unter den Lasten, die Schäden sind unübersehbar! Immer wieder sind Verkehrsteilnehmer angehalten, gezwungenermaßen auszuweichen, wenn es zu eng wird oder die Fuhrwerke in den Kurven ein wenig von der Linie abweichen.
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Leider gab es schon einige Unfälle, bei denen Holzlaster umgestürzt oder vom rechten Weg abgekommen sind.
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All das muss nicht sein, es gibt genügend Alternativen! Die Bürger in den Südharzgemeinden werden sich Gehör verschaffen und aktiv werden! Und die nnz wird weiter berichten.
Südharzer Jung
PS: Mehr Bilder zu den seit Monaten andauernden Zuständen finden Sie in der folgenden Bildergalerie
Autor: psg
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Der Begriff Kalamität stammt aus dem Lateinischen calamitas = Halmschaden oder Unheil, davon abgeleitet ist der Begriff Kalamitätsholz. Gemeint ist Holz, das als Ergebnis von Sturmschäden, Trockenheit und/oder Schädlingsbefall für eine weitere Nutzung (VERKAUF) verfügbar ist. Es stammt von beschädigten, umgefallenen bzw. aufgrund der Kalamität gefällten Bäumen. Diese werden per LKW zu den Sägewerken bzw. Verladebahnhöfen, in unserer Region nach Rottleberode transportiert.
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Die Zustände auf den Bundes- und Landstraßen sind zum großen Teil katastrophal. Die Ortsteile an der L 1037 und B4 in der Gemeinde Harztor (Ilfeld, Niedersachwerfen, Neustadt, Harzungen) sowie angrenzenden Ortschaften wie Buchholz, Petersdorf oder Stempeda haben den täglichen Ärger zu erdulden. Der gesamte Holzverkehr aus den betroffenen Harzregionen rollt hier entlang, mehrere hundert LKW am Tag (dazu gehört auch die Nacht). Das geht nicht spurlos an den Menschen und deren Umgebung vorbei. In den Ortschaften formiert sich Ärger und Widerstand in einer Bürgerinitiative.
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Wie ist die Lage? Man begegnet Kolonnen von Holzlastzügen, beladen oder eben leer, die sich durch die Orte drängen. Die Fußwege sind zumeist zu schmal und ungesichert, wenn es zu eng wird, fährt man über den Bürgersteig, warum auch nicht? Die in den Orten ausgewiesenen Tempolimits sind leider nur informativ und der Norm abträglich. Kurzum bemerkt, ist das Benehmen einiger Kollegen Berufskraftfahrer absolut inakzeptabel, Verbote und Gebote werden rigoros missachtet, seien es Verkehrsverbote, Längenbegrenzungen oder Tempolimits. Die Leidtragenden sind die Bürger und Kommunen!
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Auf den Pisten außerorts geht es richtig dagegen! Die Straßen sind zumeist zu schmal, die Bankette auf der gesamten Strecke nach Rottleberode einen halben Meter breit beidseits zerfahren, Kurvenbereiche meterweit platt gewalzt, Leitpfosten und Planken beschädigt und zerstört. Nach dem Winter gibt auch die Fahrbahndecke ihren sprichwörtlichen Geist auf und kapituliert unter den Lasten, die Schäden sind unübersehbar! Immer wieder sind Verkehrsteilnehmer angehalten, gezwungenermaßen auszuweichen, wenn es zu eng wird oder die Fuhrwerke in den Kurven ein wenig von der Linie abweichen.
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Leider gab es schon einige Unfälle, bei denen Holzlaster umgestürzt oder vom rechten Weg abgekommen sind.
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All das muss nicht sein, es gibt genügend Alternativen! Die Bürger in den Südharzgemeinden werden sich Gehör verschaffen und aktiv werden! Und die nnz wird weiter berichten.
Südharzer Jung
PS: Mehr Bilder zu den seit Monaten andauernden Zuständen finden Sie in der folgenden Bildergalerie


