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Di, 08:49 Uhr
08.03.2022
Karate Do Kwai empfing Gäste

Weil nicht nur Köche Messer haben

Am ersten Märzsamstag trafen sich beim Nordhäuser Karateverein die Selbstverteidigungs-Sportler zu ihrem traditionellen Jahreslehrgang. Bei typisch sonnigem Lehrgangswetter fanden sich 30 Trainingswillige aus neun Thüringer Vereinen, aus Sachsen und Sachsen-Anhalt beim Karate-Do-Kwai Nordhausen in der Sporthalle am Spendekirchhof ein.

Treffen der Karatekas (Foto: S.Schröter) Treffen der Karatekas (Foto: S.Schröter)

Nachdem im letzten Jahr der Lehrgang durch Corona bedingt leider ausfallen musste, waren diesmal alle umso motivierter und froh, dabei sein zu dürfen.

Das Thema diesmal: Verteidigung gegen Angriffe mit einem Messer. Mehr als genug Stoff also für einen Tag. Da es Messer in fast jedem Haushalt gibt, ist natürlich die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch für Angriffe missbraucht werden könnte. Cheftrainer und Lehrgangsleiter Frank Pelny stellte aber gleich zu Beginn unmissverständlich klar: „Steht ihr einem Angreifer mit Messer gegenüber, rennt weg!“ Sich auf einen Kampf einzulassen ist lediglich die letzte Möglichkeit. Gegen eine solche Waffe erleidet man fast immer Verletzungen.

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Aber wenn man den „Plan B“ trainiert, kann man lernen, sich so gut es geht zu schützen. Nach einer ordentlichen Erwärmung durch Co-Trainer Sebastian Edelmann aus Leipzig wurde erst einmal kurz die Handhabung des Messers geübt. Nach und nach wurde den didaktischen Prinzipien folgend das Training für alle immer komplexer. Gemeinsam mit Sebastian Edelmann führte Pelny die Bewegungsabläufe sehr anschaulich vor. Am Ende bezog man zum eigenen Schutz noch schnell greifbare Hilfsmittel mit ein. Ob Handtuch oder Jacke, zur Selbstverteidigung können, im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall, viele Dinge nützlich zweckentfremdet werden. Schließlich rundete eine theoretische Unterweisung in Neuroathletik den Lehrgang ab.

Am Ende waren alle Teilnehmer hochzufrieden über das Gelernte und konnten viele Anregungen auch für ihre Trainingskameraden daheim mit nach Hause nehmen.

Im Nordhäuser Verein gibt es für Karate verschiedene, nach Alter, gestaffelte Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport herangeführt. Wessen sportliches Interesse nicht unbedingt im Kampfsport liegt, der ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.

Informationen gibt es im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in die Sporthalle Spendekirchhof des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse vorbeischauen.
Sven Schröter
Autor: red

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