Mo, 16:30 Uhr
28.02.2022
Kunstinstallation soll sichtbares Zeichen setzen
Das Band der Demokratie
Mit der Initiierung einer gemeinsamen Kunstinstallation möchte das Familienzentrum Nordhausen aktiv Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter an Grundschulen unterstützen, in Zusammenarbeit mit Kindern ein sichtbares Zeichen zur Rückkehr zu einem demokratischen Miteinander aller Bevölkerungsgruppen zu setzen...
Vivian Grabe, Leiterin des Familienzentrums Nordhausen, fragt sich, wie Kinder unsere Demokratie wahrnehmen, und erklärt: Unter dem Titel Das Band der Demokratie soll unser gemeinsames Bestreben nach außen hin sichtbar machen und als Wanderausstellung an prominenten Punkten in Nordhausen zu bewundern sein. Bis zum 29. April sammeln wir die Kunstwerke. Und wir helfen und unterstützen die Grundschulen bei Bedarf mit Knowhow und Begleitmaterialien.
Den Hintergrund für diese Aktion erläutern die Mitarbeiter des Familienzentrums so: In den letzten beiden Jahren wurden unsere demokratischen Rechte und Freiheiten eingeschränkt. Ob und in welchem Rahmen dies verhältnismäßig war und ist, war und ist Grundlage vieler Diskussionen auf der Straße, in den Firmen und zu Hause. Die individuelle Einordnung dessen, was wir als richtig oder falsch empfinden, hängt maßgeblich davon ab, wie wir zur Demokratie stehen und wie sie im jeweiligen Kontext gelebt wird. Wir Erwachsene haben als Bezugsrahmen oft viele Jahre, an denen wir messen können, wie es um unsere demokratischen Teilhabemöglichkeiten bestellt ist. Anhand derer entscheiden wir, ob wir mit einschränkenden Maßnahmen einverstanden sind oder nicht.
Kinder und Jugendliche haben genau diesen Bezugsrahmen oft nicht. Mehr als die Hälfte der Grundschulkinder 2022 kennt Schule nur unter Pandemiebedingungen. Für sie ist es normal, dass es kaum Mitspracherecht gibt, wenn Pflichten angeordnet und Verbote erlassen werden.
Problematisch ist, dass es diese Generation ist, die darüber entscheiden wird, wie sich unsere Demokratie weiterentwickelt. Dabei geht es in erster Linie nicht um Demokratietheorie (Wie entsteht ein Gesetz?), sondern vor allem um gelebte Praxis. Werden Kinder in Entscheidungen, die sie betreffen einbezogen? Werden sie gefragt?
Genau dieser Prozess muss aktiv begleitet werden – an der Stelle, die alle Kinder erreicht: der Grundschule. Hier spielt sich der Großteil des Kinderlebens ab, hier muss Demokratie gelebt werden – auch mit Masken- und Testpflicht und Abstandsgebot.
Neben den Familien haben Schulen den größten Einfluss auf das Denken und Handeln zukünftiger Demokratinnen und Demokraten. Grabe: Lassen Sie uns gemeinsam sozial handeln. Beteiligen Sie sich gern. Sprechen Sie uns an im Familienzentrum Nordhausen oder kontaktieren Sie uns per E-Mail (familienzentrum-ndh@jugendsozialwerk.de).
Autor: redVivian Grabe, Leiterin des Familienzentrums Nordhausen, fragt sich, wie Kinder unsere Demokratie wahrnehmen, und erklärt: Unter dem Titel Das Band der Demokratie soll unser gemeinsames Bestreben nach außen hin sichtbar machen und als Wanderausstellung an prominenten Punkten in Nordhausen zu bewundern sein. Bis zum 29. April sammeln wir die Kunstwerke. Und wir helfen und unterstützen die Grundschulen bei Bedarf mit Knowhow und Begleitmaterialien.
Den Hintergrund für diese Aktion erläutern die Mitarbeiter des Familienzentrums so: In den letzten beiden Jahren wurden unsere demokratischen Rechte und Freiheiten eingeschränkt. Ob und in welchem Rahmen dies verhältnismäßig war und ist, war und ist Grundlage vieler Diskussionen auf der Straße, in den Firmen und zu Hause. Die individuelle Einordnung dessen, was wir als richtig oder falsch empfinden, hängt maßgeblich davon ab, wie wir zur Demokratie stehen und wie sie im jeweiligen Kontext gelebt wird. Wir Erwachsene haben als Bezugsrahmen oft viele Jahre, an denen wir messen können, wie es um unsere demokratischen Teilhabemöglichkeiten bestellt ist. Anhand derer entscheiden wir, ob wir mit einschränkenden Maßnahmen einverstanden sind oder nicht.
Kinder und Jugendliche haben genau diesen Bezugsrahmen oft nicht. Mehr als die Hälfte der Grundschulkinder 2022 kennt Schule nur unter Pandemiebedingungen. Für sie ist es normal, dass es kaum Mitspracherecht gibt, wenn Pflichten angeordnet und Verbote erlassen werden.
Problematisch ist, dass es diese Generation ist, die darüber entscheiden wird, wie sich unsere Demokratie weiterentwickelt. Dabei geht es in erster Linie nicht um Demokratietheorie (Wie entsteht ein Gesetz?), sondern vor allem um gelebte Praxis. Werden Kinder in Entscheidungen, die sie betreffen einbezogen? Werden sie gefragt?
Genau dieser Prozess muss aktiv begleitet werden – an der Stelle, die alle Kinder erreicht: der Grundschule. Hier spielt sich der Großteil des Kinderlebens ab, hier muss Demokratie gelebt werden – auch mit Masken- und Testpflicht und Abstandsgebot.
Neben den Familien haben Schulen den größten Einfluss auf das Denken und Handeln zukünftiger Demokratinnen und Demokraten. Grabe: Lassen Sie uns gemeinsam sozial handeln. Beteiligen Sie sich gern. Sprechen Sie uns an im Familienzentrum Nordhausen oder kontaktieren Sie uns per E-Mail (familienzentrum-ndh@jugendsozialwerk.de).

