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Fr, 07:04 Uhr
02.12.2005

Vom Knast zum Kleinod

Nordhausen/Hochstedt (nnz). Es war einst ein Spritzenhaus oder einen Schmiede. Selbst als Gefängnis diente das Haus in Hochstedt. All das ist Vergangenheit. Seit gestern soll es Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in dem kleinen Herreder Ortsteil werden.


Vom Knast zum Kleinod (Foto: nnz) Vom Knast zum Kleinod (Foto: nnz) In Nordhausens Ortsteil Hochstedt, er gehört zur Ortschaft Herreden, haben gestern Nordhausen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse und der Hochstedter Aribert Güntzel das neue Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. "Mit Optimismus und Eigeninitiative kann man erstaunlich viel erreichen - dieses schöne Haus hier ist das perfekte Beispiel", sagte Frau Rinke.

Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und hatte als Spitzenhaus und Schmiede gedient, ein Raum war eine Gefängniszelle gewesen. Seit April, so Güntzel, hätten sich immer freitags rund 10 Hochstedter getroffen, um beim Innenausbau selbst Hand anzulegen: So entstanden im Zeitlauf neue Toiletten und eine Küchenzeile mit Tresen. Darüber hinaus habe man neue Decken und Fußböden eingezogen, gemalert, eine Holzterrasse vor dem Haus angelegt, Fensterläden eingebaut und das Umfeld in Ordnung gebracht. Einen Kamin habe man auch installiert, der an die frühere Funktion des Gebäudes als Schmiede erinnern solle. Darüber hinaus habe man im Ort auch noch gesammelt: Rund 8000 Euro seien zusammengebracht und das Projekt investiert worden

"Wir sind Deutschland", sagte Güntzel, "und mit diesem Projekt hier waren wir der Absicht dieser TV-Kampagne eigentlich um Monate voraus: Wir haben selbst Hand angelegt, haben uns von der miesen Stimmung nicht einfangen lassen, haben uns auf unsere eigenen Kräfte konzentriert - und etwas Ordentliches geschafft."

Bereits vor Jahren war im Auftrag der Stadt das Dach erneuert, neue Fenster und Türen eingebaut, ein Energieanschluss gelegt und eine Klärgrube gebaut worden. Insgesamt hat die Stadt über mehrere Jahre verteilt rund 50.000 Euro in das Gebäude investiert, des gesamter Umbau 100.000 Euro gekostet hat. Hinzu kommen Fördermittel des Landes und der Eigenanteil der Hochstedter.
Autor: nnz

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