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Do, 12:05 Uhr
01.12.2005

„Pille besitzt unser Vertrauen“

Nordhausen (nnz). Das Verwirrspiel um das Nordhäuser Südharz-Krankenhaus geht munter weiter. Über die Situation im Krankenhaus und über notwendige Schritte hat sich die nnz heute mit dem Chef des Aufsichtsrates unterhalten.


Eigentlich hätte sich Prof. Heinrich Markgraf seinen „Job“ als Vorsitzender des Aufsichtsrates auch leichter vorgestellt. Doch wie dem auch sei, er bezeichnete in dem nnz-Gespräch die Gründungen des Hilfswerkes, des Medizinischen Versorgungszentrums und der PBG (siehe nnz-Archiv) als sinnvolle Schritte. Es könne aus seiner Sicht durchaus sein, dass zum Beispiel die Gründung einer Tochtergesellschaft der PBG nicht mit der Thüringer Kommunalordnung im Einklang gestanden habe, doch diese Fehler seien durchweg zu heilen. Von einem unübersichtlichen Firmengeflecht kann keine Rede sein. Die Tochtergesellschaft soll abgestoßen werden. Markgraf gibt natürlich zu, dass in den vergangenen Jahren versäumt worden war, die notwendigen Beschlüsse durch die Organe der Gesellschafter beschließen zu lassen.

Das aber alles könne geheilt werden, wenn der politische Wille der Gesellschafter vorliegt. Die wesentlichen Beschlüsse, die zur Heilung des Sachverhaltes nachträglich gefasst werden mussten, sind mittlerweile vom Aufsichtsrat bestätigt worden, „jetzt sind die Gesellschafter und ihre Gremien dran“. Die Motive des derzeitigen städtischen Handelns kann der Aufsichtsratsvorsitzende nicht einschätzen doch er sagt auch: „Ich sehen keinen Hinderungsgrund, eine kurzfristige Heilung herbeizuführen, um den Frieden im Krankenhaus wieder herzustellen“.

Heinrich Markgraf bleibt die Unruhe im Krankenhaus nicht verborgen, die mit den bisherigen Veröffentlichungen verbunden sind und er freut sich, dass Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) in der nnz eine kurzfristige Klärung ebenfalls unterstütze. Zur Person des Geschäftsführer sagte Markgraf: „Herr Pille besitzt das volle Vertrauen des Aufsichtsrates. Das Südharzkrankenhaus weist eine vorzügliche Situation auf. Die Patientenzahlen steigen, der Ergebnis ist gut und das bei sinkender Bilanzsumme – fantastischer geht es doch wohl nicht?“ Auch deshalb besteht aus seiner Sicht keine Notwendigkeit, an der Situation der Geschäftsführung wesentliches zu verändern. Für Prof. Markgraf steht das Motto: „Never change a winning team!“ Alles andere wäre frevelhafter Leichtsinn.

Kommen die Gesellschafter nicht überein, sollten Kreistag und der Stadtrat die notwendigen Beschlüsse herbeiführen, um die Angelegenheit nicht nur kommunalrechtlich, sondern auch im Sinne der Mitarbeiter und Patienten zu heilen.
Autor: nnz

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