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Sa, 16:23 Uhr
26.11.2005

Neun Thesen der Auleber Kulturtage

Auleben (nnz). Der Höhepunkt der Auleber Kulturtage mit dem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Dietrich waren seine neun Thesen zum Modell der Goldenen Aue. Diese sollen zum sorgsamen Umgang mit der Erde ermahnen. Gisela Hartmann stellt sie den nnz-Lesern vor.


Prof. Dr. Wolfgang Dietrich gibt den Auleber Kulturtagen seit Jahren ihre Tiefe und ihren Glanz. Der Theologe, Naturwissenschaftler und Schriftsteller lenkt immer wiederkehrend den Blick aus der globalen auf die lokale Ebene. „Global Denken - Lokal Handeln“.

Am 18. November führte Professor Dietrich die Zuhörer von der Weltcharta über „Global Exit“ von Carl Amery und Michael Gorbatschows „Manifest für die Erde“ erneut zu der Erkenntnis, dass die Erde - unsere Ernährerin - und die Natur als Zufluchtsort für Menschen und Tiere nicht kurzfristig und kurzsichtig geopfert werden darf.

Er sprach vom „Titanic-Syndrom“: Die Menschen taumeln in die Gefahr, das Orchester spielt – überspielt. Die Erdenbürger wollen die Gefahr nicht sehen, und als es ernst wird, interessiert sich jeder nur für sein Schicksal, und so gehen sie alle ins Verderben.

Als Höhepunkt des gut besuchten Vortrags von Prof. Dietrich standen seine
9 Thesen des Modells zur Goldenen Aue.
Wenn die Goldene Aue als Modell dienen soll für einen Umgang mit der Erde, dann sollte, so wirbt Wolfgang Dietrich:
- sie ein Ort für den Klimaschutz und gesundes Atmen sein,
- sie nicht profitorientiertem Denken zum Opfer fallen, und die Kapitäne (Landwirte) der Goldenen Aue nicht enteignet und entfremdet sondern geachtet und geehrt werden,
- die seit Jahrhunderten fruchtbaren Böden nicht durch Industrie zertreten und ausgebeutet werden,
- die vielgerühmte kostbare Erde den Land- und Forstwirten als „Ölfelder der Zukunft“ dienen,
- der geplante Umgang mit der Versiegelung der Erde als verhängnisvoller Irrtum entlarvt werden,
- ähnlich der Palliativmedizin Kreativität und Innovation zum Schutz des Klimas und der Menschen steigende Beachtung erfahren,
- dann sollten Übergriffe gezügelt und behindert werden.

Wir müssen die „Ethik der Folgen“ fortschreiben und die nicht umkehrbaren Folgen endlich beachten. Welch eine hohe Kultur der Sprache und der ethischen Verantwortung.Professor Dietrich hat mit seinem Vortrag gemeinsam mit den Bürgern von Auleben das Erbe ihres berühmten Sohnes Wilhelm von Humboldt geehrt.

Gisela Hartmann
Kreistagsmitglied
Autor: nnz

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