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Fr, 12:50 Uhr
14.01.2022
Nordhäuser Waldbesitzer ausgezeichnet

Der erste Thüringer "Luchswald"

Die erste bundesweite LuchsWald-Auszeichnung in Form einer Plakette wurde gestern vom NABU Thüringen an Maik Engelhardt bei Nordhausen vergeben. Die Naturschützer wollen mit der Auszeichnung für mehr Naturschutz im Wald und für Lebensraumvernetzung werben...

„Maik Engelhardt besitzt mehrere Hektar Wald und setzt sich dort in besonderer Weise für die Belange des Naturschutzes ein“, sagt Silvester Tamás, der Koordinator des Luchsprojektes beim NABU Thüringen. „Solche Wälder können sich zu faszinierende Ökosystemen entwickeln und Lebensraum für seltene und bedrohte Pflanzen, Pilze und Tiere bieten. Auch der Luchs bevorzugt ungestörte Wälder als Rückzugsorte.“

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Als Leitart im Biotopverbund und Sympathieträger möchte der NABU Thüringen mit dem Luchs und der Auszeichnung zum LuchsWald für mehr Naturschutz im Wald und für Lebensraumvernetzung werben. Solche Waldgebiete können Luchsen zum Beispiel als potentielle Rückzugsräume, Wurfplätze und sichere Wanderwege dienen.

„Der ausgezeichnete Wald erfüllt die Kriterien, die wir von einem LuchsWald erwarten, zumal der Waldbesitzer in den zurückliegenden Monaten wiederholt einen Luchs in seinem Wald nachweisen konnte“, berichtet Silvester Tamás. „In den ausgezeichneten Waldgebieten ist ein bemerkenswert hoher Anteil an Totholz und Habitatbäumen zu verzeichnen. Umgestürzte Bäume dürfen einfach liegenbleiben. Überdies fällt der Wald durch einen großen Bestand an hundertjährigen Eichen und Buchen auf. Der Wald wird keiner Holznutzung unterzogen und ausschließlich der Natur und der Erholung des Menschen überlassen.“

Waldbesitzer Maik Engelhardt und der Koordinator des NABU-Luchsprojektes, Silvester Tamás im Wald bei Nordhausen (Foto: NABU Thüringen) Waldbesitzer Maik Engelhardt und der Koordinator des NABU-Luchsprojektes, Silvester Tamás im Wald bei Nordhausen (Foto: NABU Thüringen)


Der Waldbesitzer Maik Engelhardt ist begeistert über die Auszeichnung. „Ich freue mich sehr, dass ich etwas für den Luchs tun kann. Gerade jetzt, wenn sich der Luchs, aus dem Harz kommend, immer weiter nach Thüringen ausbreitet, möchte ich aktiv dabei helfen, dass das schöne Pinselohr sicher bei uns leben und durch unsere Wälder streifen kann“, so Maik Engelhardt. „In den nächsten Monaten werden wir den NABU dabei unterstützen das Monitoring im Freistaat weiter voranzubringen und dafür weitere Kamerafallenstandorte bei uns im Wald einrichten.“

Waldbesitzer, die sich für eine Auszeichnung ihres Waldes interessieren oder dafür bewerben möchten, können sich gerne beim NABU Thüringen melden. Nähre Infos unter: www.NABU-Thueringen.de/luchs
Autor: red

Kommentare
Wühlmausfalle
14.01.2022, 14.41 Uhr
Das kann gar nicht stimmen,
denn alle 6 Thüringer Luchse, die es laut Nabu gibt, leben in meinem Wald!

Außerdem fressen Luchse kein Totholz und keine Eicheln.

Fake News!
Quallensammler
14.01.2022, 15.16 Uhr
Gerne mehr
von solchen Waldbesitzern! Glückwunsch zur Auszeichnung, die hoffentlich Anreiz für weitere Waldeigner ist.
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