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Do, 14:50 Uhr
09.12.2021
CDU Nachwuchs will Maßnahmen vorziehen

Junge Union wirft Landrat "Schlingerkurs" vor

Der CDU Nachwuchs übt Kritik an der gestrigen Ankündigung des Landrates, am 17. Dezember den Katastrophenfall ausrufen zu wollen. Die Entscheidung sei angesichts Jendrickes vergangener Äußerungen und Handlungen "schwer nachvollziehbar", meint der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Chris Schröder...

"Noch im Oktober forderte der Landrat einen sogenannten Freedom Day für den Landkreis Nordhausen am 31. Oktober. Alle Maßnahmen außer der Maskenpflicht und den allgemeinen Hygieneregeln sollten für Landkreise mit einer Impf- und Genesenenquote von zwei Dritteln entfallen. Der Landkreis Nordhausen hätte Jendrickes Meinung nach bereits die Herdenimmunität erreicht (MDR Thüringen, 20.10.2021). Das ist angesichts der momentanen Infektionszahlen im Landkreis Nordhausen wohl eher Wunschdenken.

Selbst am 12. November noch kündigte Landrat Jendricke an, er wolle die Allgemeinverfügung aufheben, die die Corona-Regeln im Landkreis verschärfen sollte, nur weil das Thüringer Sozial- und Gesundheitsministerium eine Anpassung der Corona-Verordnung zum 24. November vorsah. Deshalb durfte die 3G-Regel im Landkreis Nordhausen noch fast zwei Wochen weiterhin sehr großzügig angewendet werden, während die Infektionszahlen im Landkreis Nordhausen explodierten.

Und nun sechs Wochen nach Jendrickes geplantem Freedom Day droht der Landrat mit dem Katastrophenfall, weil die Landesregierung ihm nicht schnell genug handeln würde. Eben noch ist ihm das Land zu schnell und forsch, befinde sich gar in „Regelwut“ (MDR Thüringen, 20.10.2021), und nun ist ihm das Land zu langsam und lege „die Hände in den Schoß“ (NNZ, 08.12.2021). Nur in einer Linie bleibt sich der Landrat treu und kann sich medienwirksam inszenieren: „Wenn wir uns auf das Land verlassen, sind wir verlassen“ (Bild, 08.12.2021).

So wenig Stringenz der Landrat in der Pandemiebewältigung zeigt, so wenig Konsequenz hat auch der Ausruf des Katastrophenfalls zum 17. Dezember. Die Lage in den Schulen des Landkreises, den Laboren und Kliniken ist jetzt schon über die Maße angespannt. Das Abwarten bis zum 17. Dezember wird diese Situation sicherlich nicht verbessern. Wenn es dem Landrat ernst um die Pandemiebewältigung im Kreis ist, dann muss er jetzt schon Maßnahmen in die Wege leiten und ergreifen, um Schulen, Labore und Kliniken zu entlasten. Am 17. Dezember jedenfalls wird es zu spät sein, das Weihnachtsfest noch retten zu wollen.
Chris Schröder
JU Kreisvorsitzender
Autor: red

Kommentare
stiller77
10.12.2021, 00.14 Uhr
Auf den Punkt gebracht ...
vielen Dank für diesen Artikel, mehr Worte benötigt es nicht
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