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Sa, 15:28 Uhr
05.11.2005

nnz-Kurznews am Wochenende (1)

Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Volk soll begehren
Die Thüringer Elternschaft will mit einem Volksbegehren gegen die umstrittene Familien-Offensive der Landesregierung vorgehen. „Wir haben auf allen Wegen versucht, unsere Kritik einzubringen, aber die Regierung erhört uns nicht“, sagte die Vorsitzende des Landeselternverbandes Kindertagesstätten, Bettina Löbl, am Samstag in Erfurt. Zuvor hatte der Verband gemeinsam mit dem Landesförderverein Kindertagesstätten mit Regierungsvertretern über die geplanten Änderungen bei der Kindergarten-Finanzierung diskutiert.


Misshandelt
Ein 13-jähriger Junge ist von fünf Jugendlichen in Bad Langensalza drei Stunden lang geschlagen und gedemütigt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte sich der Junge am Freitagabend mit Gleichaltrigen auf einer Skaterbahn getroffen. Dort fingen seine vermeintlichen Freunde an, ihn zu schlagen und zu treten. Außerdem entwendeten sie sein Handy. Das Telefon stellten Polizeibeamte bei einem 14-Jährigen sicher. Sie ermitteln wegen Raubes, Freiheitsberaubung und Körperverletzung. Die mutmaßlichen Täter wurden jedoch in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.


Immer noch pendeln
Bei den Thüringer Pendlerzahlen zeichnet sich keine Trendwende ab. Nach Einschätzungen der Arbeitsagenturen wird sich die leicht rückläufige Entwicklung der vergangenen drei Jahre fortsetzen, ergab eine dpa-Umfrage. Die Gründe dafür seien regional aber sehr unterschiedlich. So berichtet die Agentur in Suhl von mehr Jobs in Südthüringen, wodurch für einige Berufspendler die Notwendigkeit zum Fahren wegfalle. Im Eichsfeldkreis drängen dagegen zunehmend Bewerber aus dem Raum Göttingen auf den Markt.


Lohnschreiber
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat vor einer um sich greifenden Gründung von Leiharbeitsfirmen durch Zeitungsverlage gewarnt. Das sei eine gefährliche Tendenz, die derzeit besonders im Norden Deutschlands zu beobachten sei, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in einem dpa-Gespräch. „Journalisten werden dadurch zu billigen Lohnschreibern.“ Der DJV diskutiert auf seinem Verbandstag von diesem Montag bis Mittwoch in Weimar unter anderem über die Zukunft des Journalistenberufs.


Einiges geklärt
SPD und Union haben bei den Koalitionsverhandlungen anscheinend eine Reihe strittiger Fragen geklärt. Nach Medienberichten will eine große Koalition eine „Reichensteuer” einführen, den Kündigungsschutz lockern und Unternehmen eine bessere Abschreibung ermöglichen. Massive Probleme bestehen weiter bei zentralen Themen wie Finanzen, Gesundheit und Atom. Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff kritisierte im „Spiegel” die vorläufigen Resultate als ernüchternd für die Union.


Sternmarsch
In Berlin haben etwa 2000 Demonstranten aus ganz Deutschland einen Sternmarsch gegen Sozialabbau gestartet. Die Teilnehmer sprachen sich auch gegen eine große Koalition aus. Von einer schwarz-roten Bundesregierung würden weitere Einschnitte ins soziale Netz erwartet, teilte das Erwerbslosen Forum Deutschland mit. Die Organisation hatte zu der Demo aufgerufen. Geplant ist eine gemeinsame Schlusskundgebung am Brandenburger Tor.


Niedergestochen
Im Streit hat in Gelsenkirchen ein 14- Jähriger einen 13-Jährigen niedergestochen. Wie die Polizei mitteilte, waren sich die beiden Jungs beim Spielen auf einem Hinterhof in die Haare geraten. Dabei hatte der Jüngere den Älteren zu Boden geworfen. Der 14-Jährige zog daraufhin ein Fischmesser und stieß es seinem Kontrahenten in den Oberkörper. Nach einer Notoperation ist der Junge außer Lebensgefahr.


Steuer für Reiche
Union und SPD haben sich nach einem „Spiegel”- Bericht auf die Einführung einer „Reichensteuer” verständigt. Demnach haben die Spitzen von CDU und CSU der SPD-Forderung am Donnerstag in kleiner Runde nachgegeben. Zur Begründung für die Kurskorrektur hätten Unions-Vertreter erklärt, der Sparkurs der künftigen Regierung mute den Bürgern mit kleinen Einkommen derart viel zu, dass es auch für Gutverdienende Einschnitte geben müsse. Die „Reichensteuer” war von der SPD im Wahlkampf gefordert worden.


Schneller abschreiben
Unternehmen in Deutschland sollen künftig schneller ihre Investitionen abschreiben können. Die Arbeitsgruppe Wirtschaft habe sich darauf geeinigt, dass Firmen jeweils 30 Prozent in den ersten beiden Jahren abschreiben können, berichtet die „Berliner Zeitung”. So solle die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstung erhöht werden, um die Konjunktur in Gang zu bringen. Diese Maßnahme würde 4,3 Milliarden Euro kosten, und wäre damit die bisher teuerste Vereinbarung von Union und SPD in ihren Koalitionsgesprächen.
Autor: nnz

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