eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
So, 15:29 Uhr
30.10.2005

nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Nordhausen (nnz). Was in Thüringen und in Deutschland an diesem Wochenende bislang so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Mehr Hospize
Der evangelische Landesbischof Christoph Kähler hat angesichts der Diskussion um aktive Sterbehilfe mehr Hospize gefordert. „Wir brauchen mehr Hospize und Palliativmediziner, dann wäre auch die Debatte um die Sterbehilfe rasch vorbei“, sagte Kähler in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Befürworter der Sterbehilfe argumentierten immer mit Einzelfällen. Diese seien aber nicht geeignet, davon Regeln abzuleiten. Das Sterben dürfe keine fremdbestimmte Entscheidung werden, warnte Kähler.


Bakterien helfen
Von Bakterien erzeugte Zellulose soll künftig im Notfall kleinste menschliche Blutgefäße ersetzen. „Die Tierversuche haben wir erfolgreich beendet, jetzt suchen wir Industriepartner für klinische Tests, damit unsere Erfindung auch bald dem Menschen zugute kommt“, sagte der Jenaer Chemie-Professor Dieter Klemm der dpa. Die Implantate könnten Blutgefäße mit einem Durchmesser unter einem Millimeter ersetzen. „Dafür gibt es bisher noch kein synthetisches Material, das vom Körper angenommen wird.“


Erfolgreiche Saison
Letztmalig in diesem Jahr kann heute der Christus-Pavillon im Kloster Volkenroda im Unstrut-Hainich-Kreis besucht werden. Seit Anfang Mai waren rund 25 000 Menschen zu Gast in dem nach der Weltausstellung Expo 2000 errichteten Pavillon. Mehr als 20 öffentliche Veranstaltungen wurden in diesem Jahr geboten. Höhepunkt war ein ökumenischer Gottesdienst mit 2300 Teilnehmern vor dem katholischen Weltjugendtag im August. Die Besuchersaison im Kloster endet mit Dankgebeten.


Ansturm nach Weihe
Nach ihrer Weihe erlebt die Dresdner Frauenkirche nun einen wahren Ansturm von Besuchern. Kurz nach 14.00 Uhr durften die ersten Gäste zu Besichtigungen ins Innere des Gotteshauses. Als erster durchquerte ein Rollstuhlfahrer die Tür. Auf dem Platz vor der Kirche formierten sich mehrere tausend Menschen zu einer riesigen Warteschlange. Bundespräsident Horst Köhler hatte in seiner Ansprache allen gedankt, die am Wiederaufbau beteiligt waren. Rund 600 000 Spender aus der ganzen Welt gaben 100 Millionen Euro.


Zum fünften Mal
Das hat Gerhard Schröder nicht geschafft: Joschka Fischer ist zum fünften Mal verheiratet. In Rom gaben sich der 57-Jährige Noch-Außenminister und seine Lebensgefährtin Minu Barati das Jawort. Nach Berichten italienischer Zeitungen fand die Feier auf dem Kapitolshügel statt. Roms Bürgermeister Walter Veltroni nahm die Trauung vor. Dabei waren nur engste Verwandte und Freunde. Nach der Hochzeit brausten die Frischvermählten mit dem Auto davon: „Dies ist eine völlig private Angelegenheit”, waren Fischers einzige Worte.


Reibungslos funktioniert
Die Umstellung von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Normalzeit hat reibungslos funktioniert. „Alles ist problemlos verlaufen”, heißt es von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Sie sorgt dafür, dass sich Funkuhren auf die Millionstel Sekunde genau anpassen. Auch bei der Deutschen Bahn gab es keine Komplikationen. Etwa 50 Nachtzüge blieben eine Stunde in den Bahnhöfen stehen, um nach der Umstellung von 3.00 auf 2.00 Uhr den Fahrplan erfüllen zu können.


Personal im Mittelpunkt
Vor der nächsten großen Koalitionsrunde mit der Union morgen geht es bei der SPD heute um Personalfragen. In Berlin trifft sich das Präsidium. Auf der Sondersitzung soll über künftige Führung beraten werden. Im Mittelpunkt steht der Streit um den neuen Generalsekretär. SPD-Chef Franz Müntefering möchte den Posten mit seinem engsten Vertrauten besetzen - das ist Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel. Die Parteilinke will Andrea Nahles. Die 35-Jährige Ex-Juso-Chefin erwägt für den Bundesparteitag eine Kampfkandidatur.


Kein Konzept
Morgen wollen Union und SPD Grundlagen zur Sanierung des Haushalts beschließen. Doch noch immer gibt es kein gemeinsames Konzept der in den Koalitionsverhandlungen zuständigen Arbeitsgruppe. Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch erwartet aber dennoch erste Grundsatzentscheidungen. Dazu gehören wohl auch Steuererhöhungen. Das aber lehnt DGB-Chef Michael Sommer ab. Vor allem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sei kontraproduktiv, sagte Sommer im Deutschlandfunk. Die Lücke im Bundeshalt beträgt 35 Milliarden Euro.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)