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Fr, 12:33 Uhr
28.10.2005

Die Mitte ist bald kein Rand mehr

Nordhausen (nnz). Ins Schwärmen kommt die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), wenn sie an die neuen Straßenanschlüsse für Nordhausen denkt. „Wir werden in den nächsten Jahren endlich positiv spüren, dass wir in der Mitte Deutschlands leben“, erklärte Barbara Rinke jetzt gegenüber der nnz.


Wichtig sei für Nordhausen natürlich die Fertigstellung der Autobahn 38. Mit dem Lückenschluss von der Abfahrt Heringen bis nach Rossla und der Inbetriebnahme bis Bleicherode wird die A 38 bis zum Jahresende um weitere 20 km wachsen. „Damit wird sich die Fahrzeit nach Halle bzw. Leipzig nochmal um rund 10 Minuten verkürzen“, machte Rinke deutlich. Damit kommt man schon heute in den Mitteldeutschen Ballungsraum schneller, als in die Landeshauptstadt Erfurt. „Ich wünsche mir als langfristiges Ziel der Regionalentwicklung, dass man unter einer Stunde von Nordhausen künftig nach Erfurt, Leipzig, Hannover bzw. Göttingen fährt“, erklärte Rinke die Ziele der Rolandsstadt.

Zwar wird mit der Baulücke der A38 bei Sollstedt noch ein Wertmutstropfen eine gewisse Zeit lang bleiben, aber schon im ersten Halbjahr 2006 sollen auch die Abschnitte von Arenshausen über Heiligenstadt bis nach Leinefelde (ca. 25 km) übergeben werden, die Bauarbeiten laufen dort zur Zeit auf Hochtouren. Und auch der Lückenschluss der A 38 bis zur A 14 unterhalb von Leipzig im Sommer 2006 wird die Fahrzeit bis nach Dresden auf höchstens zwei Stunden drücken. „Leider ist dies am Wochenende noch nicht so, da muss ich nämlich selbst zur Eröffnung der Dresdner Frauenkirche“, meinte die Oberbürgermeisterin, die diesen offiziellen Termin als Präses der evangelischen Kirche Deutschlands wahrnehmen wird.

Rinke schielt aber beim Thema Straßenbau auch in den Süden des Freistaates Thüringen, dort wird nämlich zum Jahresende der Lückenschluss der A 71 von Meiningen bis nach Schweinfurt (ca. 70 km) realisiert. „Wer über den Autobahnknoten Würzburg häufiger nach Süden muss, wird den Tag sehnsüchtig erwarten, da man dann über Erfurt rund eine Fahrstunde einsparen kann“, freute sich Rinke. Dies eröffnet eine ganz neue Bedeutung für die B4, an der zum Glück zur Zeit schon die neue Ortsumfahrung Sondershausen gebaut wird.

Was den Ausbau der B 243 betrifft, so ist ja nun endlich der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Teilabschnitt bei Großwechsungen da und auch in Niedersachsen wird das Baurecht von Barbis bis zum Abzweig Bad Sachsa in den nächsten paar Monaten erfolgen. Die Trasse soll in diesen Bereichen - einer Autobahn ähnlich - mit vier Fahrspuren ausgebaut werden, wodurch auch die Ortsdurchfahrten endlich entlastet werden.

„Die neuen Verkehrswege sind nicht nur für die Wirtschaft bzw. für potenzielle Investoren wichtig, vielmehr geht es auch darum, dass Tagespendler nicht mehr wegziehen müssen“, meinte Barbara Rinke abschließend im Hinblick auf die Abwanderungsprozesse.
Autor: nnz

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