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Do, 11:13 Uhr
27.10.2005

Die Erste

Nordhausen (nnz). Auf ein eigenes Schauspiel muß das Nordhäuser Theaterpublikum seit Jahren bereits verzichten. Trotzdem wird es jetzt die erste Schauspielpremiere dieser Spielzeit geben. Und da wird schlicht und ergreifend eine Frage gestellt....

Die Erste (Foto: nnz) Die Erste (Foto: nnz)

Die erste Schauspielpremiere dieser Spielzeit im Theater Nordhausen steht vor der Tür: Am 4. November, um 19.30 Uhr heißt es da „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Ein Ehepaar kehrt nach einer Party leicht angetrunken nach Hause zurück. George ist Geschichtsprofessor, Martha die Tochter des Universitätsrektors. Zu Hause angekommen, ist insbesondere Martha fast jedes Wort ihres Mannes recht, um mit ihm herumzuzanken. Die Situation artet aus, als zwei andere junge Partygäste, Nick und seine Frau, auf einen „Absacker“ bei George und Martha einkehren.

Zwischen den Hausherren entbrennt eine heftige und offenbar oft erprobte Eheschlacht, die von den Gästen zwar peinlich berührt, aber mit Neugier beobachtet wird. Gegenseitiger Überdruss treibt vor allem Martha zu unüberlegten Hassattacken, während George seine verbalen Messerstiche wohlüberlegt platziert. Das bis dahin glücklich scheinende Gästepaar gerät immer mehr zwischen die Fronten und wird dadurch gezwungen, die Absurditäten der eigenen Beziehung zu offenbaren. Das Schreckgespenst der Wahrheit über das eigene Leben geht um wie der „böse Wolf“ im Kinderlied, an das Marthas Gesang „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ erinnert.

Der Zuschauer wird eintauchen in ein Wechselbad der Gefühle, hin- und hergerissen zwischen voyeuristischem Vergnügen, Belustigung und Grauen. Edward Albee schrieb dieses bitterböse Stück über die Unmöglichkeit des menschlichen Zusammenlebens. Er schildert die ewig gleichen Mechanismen menschlicher Beziehungskisten – wie im richtigen Leben – nur ein bisschen drastischer.
nächste Vorstellungen: 6. November, 14.30 Uhr sowie 12., 26. und 27. November, jeweils 19.30 Uhr
Autor: nnz

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