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Do, 14:34 Uhr
14.10.2021
Nigeria und der islamistische Terror

Der Weg zum Frieden

Im Dom wird man sich morgen nicht nur zum Taizé-Gebet treffen, im Kapitelsaal werden am Abend auch Frauen zu Gast sein, die den Aachener Friedenspreis erhalten haben und über den islamistischen Terror in Nigeria sprechen wollen...

Die Runde findet morgen am Freitag, den 15. Oktober ab 19:00 Uhr im Dom Nordhausen statt. Beginnend mit einer Andacht (Taizé-Gebet) bis ca. 19:30 Uhr werden anschließend im Kapitelsaal des Domes in Nordhausen Frauen zu Gast sein, die den diesjährigen Aachener Friedenspreis erhalten haben. Der Abend steht unter der Schirmherrschaft von „missio“, einem päpstlichen Hilfswerk. Das Thema lautet: „Nigeria: Interreligiöser Dialog als Weg zum Frieden! Mutige Frauen, die sich in Nigeria gegen islamistischen Terror engagieren!“

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Die Boko Haram ist eine islamistische terroristische Gruppierung im Norden Nigerias, die auch in den Anrainerstaaten Tschad, Niger und Kamerun aktiv ist. Mutige Frauen aus christlichen und muslimischen Gemeinden des Landes wollen nicht mehr hinnehmen, dass im Namen Gottes Krieg,Tod und Zerstörung ins Land getragen wird.

In dieser explosiven Gemengelage setzt die katholische Kirche weiterhin auf den Dialog. Gemeinsam mit ihren muslimischen Partnern macht sie deutlich, dass Gewalt im Namen Gottes dem Wesen der Religion zutiefst widerspricht. Die katholische Kirche in Nigeria zeigt im Alltag, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt. Angehörige verschiedener Religionen arbeiten in den missio-Projekten zusammen, von denen Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit profitieren.

Der Aachener Friedenspreis 2021 wird an zwei nach den rassistisch motivierten Morden von Hanau gegründete Initiativen sowie einer Frauen-Organisation in Nigeria verliehen.

Wegen der Corona-Pandemie sollte die Veranstaltung ursprünglich im kleineren Kreis stattfinden und Anregungen für einen Dialog in unsere Gemeinde hinein vermitteln. Die katholische Gemeinde ist bestrebt, noch einen Vertreter der hiesigen muslimischen Gemeinde als Gast zu finden, was sich aber noch schwierig gestalte. Auch wenn kein Vertreter gefunden wird, will man die Veranstaltung als Anstoß für einen weiterführenden Dialog verstehen und darin einen Gewinn für das Gemeinwesen in Nordhausen sehen.
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