Do, 18:15 Uhr
08.11.2001
Neuartiges Konzept in Sülzhayn
Sülzhayn (nnz). Mehrfach wurde bereits über den Stand der Neunutzung der ehemaligen Haidberg-Klinik berichtet. Gestern gab es erneut ein Arbeitstreffen vor Ort. Wer daran teilnahm und was dabei besprochen wurde, das sagt Ihnen die nnz.
Wieder einmal war Udo Unbehaun in Sülzhayn. Der Mann aus Bremen könnte das Südharzörtchen fast zu seiner zweiten Heimat machen. Der Geschäftsführer der Sozial Konzept AG hat viel vor in dem einstigen Luftkurort, er hat aber auch viele Partner an seiner Seite: Das Nordhäuser Landratsamt, die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die Entwicklungsgesellschaft Südharz-Kyffhäuser (ESK) und die Stadt Ellrich. Die ist jetzt sogar auf dem Weg in eine Gesellschaft namens Gemeinnützige Gesundheitsgesellschaft Sülzhayn mbH. Diese gGmbH will sich sowohl um die Vermarktung der Haidberg-Klinik kümmern, als auch um die noch zahlreich leerstehenden kleineren Sanatorien. In die Haidberg-Klinik soll ein Gesundheits- und Wohlfühl-Hotel für Behinderte und Schwerstbehinderte integriert werden. Gleichzeitig soll es als Schulungszentrum für die Betreuer der schwerstbehinderten Menschen fungieren. Ein Konzept, das erst jüngst im Erfurter Wirtschaftsministerium für Zustimmung sorgte (siehe nnz-Archiv). Dort wurde bereits signalisiert, dass man ministerielle Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln, zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfonds leisten würde.
Auch das Konzept um die Zukunft der ehemaligen Sanatorien liegt in ersten Ansätze auf dem Tisch bei Minister Franz Schuster. Nach nnz-Informationen wurde bislang nur die ehemalige Steierberg-Klinik als sanierungswürdig eingestuft. Die restlichen Immobilien sollten der neuen Gesellschaft für einen symbolischen Preis verkauft werden. Dann würden diese abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Diese sollen zwar keinen Klinikcharakter haben, dafür als betreutes Wohnen ausgestattet werden. Schwerstbehinderte Menschen hätten dann die Möglichkeit, zwischen einer Einmietung oder dem Kauf der Wohnung wählen zu können. Die Konzeption dieser Wohnungen ist immer auf das gleichzeitige Wohnen der Betreuungsperson ausgerichtet. Diese Person kommt in den meisten Fälle aus dem unmittelbaren Familienumfeld des Behinderten, so die Erfahrungen.
Udo Unbehaun wird auch in den kommenden Wochen und Monaten noch viel in Nordthüringen zu tun haben. Der quirlige Bremer will es im Südharz anpacken. Erst kürzlich weilte er zu Gesprächen in der Neanderklinik in Ilfeld. Wenn alles so läuft, wie sich das die Investoren vorstellen, dann könnte auch diese Einrichtung von einer positiven Entwicklung in Sülzhayn profitieren. In Sülzhayn jedenfalls kommt wieder Hoffnung auf. Und euphorisch denken die ersten Lokalpatrioten schon wieder an den Status Luftkurort.
Autor: nnzWieder einmal war Udo Unbehaun in Sülzhayn. Der Mann aus Bremen könnte das Südharzörtchen fast zu seiner zweiten Heimat machen. Der Geschäftsführer der Sozial Konzept AG hat viel vor in dem einstigen Luftkurort, er hat aber auch viele Partner an seiner Seite: Das Nordhäuser Landratsamt, die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die Entwicklungsgesellschaft Südharz-Kyffhäuser (ESK) und die Stadt Ellrich. Die ist jetzt sogar auf dem Weg in eine Gesellschaft namens Gemeinnützige Gesundheitsgesellschaft Sülzhayn mbH. Diese gGmbH will sich sowohl um die Vermarktung der Haidberg-Klinik kümmern, als auch um die noch zahlreich leerstehenden kleineren Sanatorien. In die Haidberg-Klinik soll ein Gesundheits- und Wohlfühl-Hotel für Behinderte und Schwerstbehinderte integriert werden. Gleichzeitig soll es als Schulungszentrum für die Betreuer der schwerstbehinderten Menschen fungieren. Ein Konzept, das erst jüngst im Erfurter Wirtschaftsministerium für Zustimmung sorgte (siehe nnz-Archiv). Dort wurde bereits signalisiert, dass man ministerielle Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln, zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfonds leisten würde.
Auch das Konzept um die Zukunft der ehemaligen Sanatorien liegt in ersten Ansätze auf dem Tisch bei Minister Franz Schuster. Nach nnz-Informationen wurde bislang nur die ehemalige Steierberg-Klinik als sanierungswürdig eingestuft. Die restlichen Immobilien sollten der neuen Gesellschaft für einen symbolischen Preis verkauft werden. Dann würden diese abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Diese sollen zwar keinen Klinikcharakter haben, dafür als betreutes Wohnen ausgestattet werden. Schwerstbehinderte Menschen hätten dann die Möglichkeit, zwischen einer Einmietung oder dem Kauf der Wohnung wählen zu können. Die Konzeption dieser Wohnungen ist immer auf das gleichzeitige Wohnen der Betreuungsperson ausgerichtet. Diese Person kommt in den meisten Fälle aus dem unmittelbaren Familienumfeld des Behinderten, so die Erfahrungen.
Udo Unbehaun wird auch in den kommenden Wochen und Monaten noch viel in Nordthüringen zu tun haben. Der quirlige Bremer will es im Südharz anpacken. Erst kürzlich weilte er zu Gesprächen in der Neanderklinik in Ilfeld. Wenn alles so läuft, wie sich das die Investoren vorstellen, dann könnte auch diese Einrichtung von einer positiven Entwicklung in Sülzhayn profitieren. In Sülzhayn jedenfalls kommt wieder Hoffnung auf. Und euphorisch denken die ersten Lokalpatrioten schon wieder an den Status Luftkurort.


