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So, 13:01 Uhr
19.09.2021
Corona

Streit belastet jede fünfte Familie

Forderungen nach mehr Hilfen für psychisch belastete Kinder, Diskussionen um Ausnahmen bei der 2G-Regel für Familien, Pläne für eine Studie zur Rolle der Schulen: Die Bundesregierung hat die besondere Situation von Eltern und ihrem Nachwuchs in der Corona-Pandemie aktuell in den Fokus gerückt...

„Es ist zu begrüßen, dass die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden“, sagt Franziska Klemm, Psychologin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse anlässlich des Weltkindertages am 20. September unter dem Motto „Kinderrechte jetzt!“. Wie sehr Heranwachsende unter den Schulschließungen und Einschränkungen gelitten haben, belegt auch eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH. 77 Prozent der rund 1.000 befragten Mütter und Väter bestätigen, dass die Pandemie bei ihrem Kind zwischen sechs und 18 Jahren zusätzlichen Stress ausgelöst hat. Dazu haben vor allem die Kontaktbeschränkungen (85 Prozent) und Homeschooling (56 Prozent) beigetragen. Jedes fünfte Kind hat zudem unter Streit innerhalb der Familie aufgrund des Lockdowns gelitten.

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„Die Corona-Pandemie hat viele Herausforderungen des Zusammenlebens verstärkt und zusätzliche, ganz neue Konfliktsituationen für Eltern und Kinder mit sich gebracht“, sagt Franziska Klemm. Bei deren Bewältigung haben gemeinsame Aktivitäten wie Radfahren und eine gelassene Vorbildfunktion der Eltern geholfen. Das gaben fast 90 Prozent der Mütter und Väter in der Umfrage an. Laut 84 Prozent der Befragten hat es den Kindern zudem gut getan, sich regelmäßig über das Erlebte im Familienverbund auszutauschen. „Das bleibt auch weiterhin wichtig“, so Franziska Klemm. „Regelmäßige Gespräche über Ängste, Wünsche und Sorgen können helfen, jedes Familienmitglied wahrzunehmen und Verständnis füreinander zu schaffen.“ In mehr als jeder zweiten Familie sei das Einbeziehen der Kinder in häusliche Pflichten außerdem eine gute Methode gewesen, Verantwortung zu übertragen. „Sich nützlich fühlen und gebraucht zu werden, vermittelt immer ein gutes Gefühl. Das gilt nicht nur in Krisensituationen“, so die KKH-Psychologin.

Die KKH setzt sich für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein und finanziert Vorsorgeuntersuchungen über das gesetzliche Maß hinaus: https://www.kkh.de/content/dam/kkh/dokumente/flyer-broschueren/kinder-und-jugend-untersuchungen.pdf Außerdem werden zahlreiche Präventionsprojekte angeboten: Präventionsprogramme. Die Ersatzkasse arbeitet darüber hinaus mit dem Deutschen Zentrum für Präventionsforschung zusammen, um die psychosoziale Gesundheit von Kindern zu stärken: (DZPP).
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