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Do, 17:21 Uhr
13.10.2005

13.43 Uhr

Nordhausen/Neustadt (nnz). Es war exakt um diese Zeit vor 100 Jahren. Da gab es im Südharz ein schicksalhaftes Ereignis für die Nordhäuser, an dem sie heute noch zu schlucken haben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heute wurde dran erinnert.


13.43 Uhr (Foto: nnz) 13.43 Uhr (Foto: nnz) Genau heute vor 100 Jahren hat die neu errichtete Nordhäuser Talsperre ihren Dienst aufgenommen. Um 13.43 hatten sich die Schieber in den beiden Schiebertürmen geschlossen – ab diesem Zeitpunkt begann sich das damals 800.000 Kubikmeter mächtige Staubecken zu füllen. An dieses Ereignis wird seit heute an der Talsperre erinnert: Exakt um 13.43 Uhr brachten Ulrich Schardt, Geschäftsführer des Wasserverbandes Nordhausen (WVN), und Steffen Renner von der Thüringer Fernwasserversorgung eine Gedenktafel am Zugang zur Talsperre an.

„Verstehen kann man das Leben rückwärts – leben muss man es aber vorwärts“ - mit Blick auf das Philosophen Zitat, das auf der Gedenktafel eingraviert ist, sagte Schardt, dass die Nordhäuser Stadtväter damals mit ihrem „Ja“ zum Bau der Talsperre eine weise und vorausschauende Entscheidung getroffen haben. „Seit 100 Jahren werden die Menschen in Nordhausen mit gutem, weichem Wasser aus der Talsperre versorgt – und das soll auch die kommenden 100 Jahre noch so sein. Mit uns als einzigem Kunden der Talsperre hat die Fernwasserversorgung Thüringen als Betreiberin der Talsperre jedenfalls einen guten Partner“, so Schardt. Gemeinsam mit dem zusätzlich gewonnen Grundwasser aus verschiedenen Tiefbrunnen könnten die Nordhäuserinnen und Nordhäuser sicher und ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden, das mit der Inbetriebnahme des neuen Wasserwerkes eine noch höhere Qualität haben werde.

Daten und Fakten:
Die Nordhäuser Talsperre dient der Trinkwasserversorgung von Nordhausen. Die Staumauer ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk nach dem Intze-Prinzip. Die Talsperre wurde 1904-1905 im südlichen Harz erbaut und 1922-1923 um 5 Meter erhöht. Das gestaute Gewässer ist der Krebsbach. Betreiber der Talsperre ist die Thüringer Fernwasserversorgung; das Wasser wird an den Wasserverband Nordhausen geliefert.

Die Staumauer wurde von 1997 bis 2001 saniert und mit einer Verstärkung, einer wasserseitigen Abdichtung mit Asphaltbeton, einem Kontrollgang und einer Untergrundabdichtung versehen.

Technische Daten: Höhe über der Talsohle: 29 Meter; Höhe der Mauerkrone über NN: 448 Meter; Speicherraum bei Vollstau: 1,2 Millionen Kubikmeter, Größe der Wasseroberfläche bei Vollstau: 14 Hektar; Einzugsgebiet: 5,4 Quadratkilometer.

Mit 100 Jahren ist die Nordhäuser Talsperre heute die älteste Staumauer in Thüringen.
Autor: nnz

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